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Autor: finanzprodukt
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Datum: 12. April 2012 08:50
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hätte da mal eine Frage.
gehe gerade verschiedene Hedgingmethoden für Aktien durch. (ohne Währungen)
Je länger ich die verschiedenen Methoden durchrechne, je mehr komm ich zu Einsicht, dass ein Aktien-Hedging für ein Portfolio eigentlich sinnlos ist., bzw. die Kosten wohl den Nutzen übersteigen, insbesondere bei den dynamischen Hedges. Sprich Aktienanleger wären besser beraten konsequent mit Stops zu arbeiten um das Portfolio abzusichern.
wie seht ihr das? Hayek, Finanzinteressierter?
vielen Dank für den Austausch.
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| | | | Autor: FAvH | | Datum: 12. April 2012 09:44 | Denke das ist individuell und kann man nicht generell beantworten. Die Frage ist auch was Du unter Hedgingmethoden verstehst, das Spektrum ist ja breit... ich für mich hedge eigentlich eher wenig bis nichts (nur Stops), 99% sind "spekulative" Trades, manchmal ein Spread oder ähnliches aber richtig Geld habe ich damit nie verdient, man muss sich auf etwas konzentrieren es gibt in diesem Bereich Leute die einfach viel besser ausgestattet sind wäre wie wenn ich an ein Formel1 Rennen mit einem 2CV (Ente) gehe 
Hedging als Absicherung von Portfolios... Es kann schon Sinn machen, z.B. wenn ein Privatanleger Aktien hat auf einer CH-Bank und er rechnet mit einer Korrektur. Da kann es für ihn sicher günstiger sein sich abzusichern über einen Index (Option oder Future) anstatt das ganze Depot zu räumen und später wieder neu aufzubauen (Courtagen, Aufwand etc.). Stops "darf" man trotzdem haben, ist eine Frage der Strategie halt, ich für mich halte entweder relativ enge Stops oder gar keine, denn sonst kann dir im worstcase passieren, dass man dich rauskippt im dümmsten Moment, gerade bei kleinen Titeln. Die Frage ist einfach, ob ein normaler Anleger auch gute Entscheide trifft und der Hedge auch im richtigen Moment zieht, Dauerhedges funktionieren sowieso nicht und was ich schon gesehen habe, häufig kommt es dann schiefer raus als man den Hedge generell lässt (z.B. wenn Anleger in Panikphasen Hedges aufbauen und dann die grösste Gegenbewegung verpassen etc.)
Auch Stops sind so eine Sache, sicher unerlässlich aber eine Kunst für sich, für mich sind sie eher Not-Stops, versuche wenn immer möglich manuell auszusteigen (insbesondere im Verlust), da sonst häufig schlechte Preise rausschauen, und Stop Limits sind mir einfach zu gefährlich sogar in liquiden Märkten (ausser man setzt sie so dass sie nichts mehr bringen also faktisch Stop Market).
Das Thema ist breit und ich denke wie anfangs erwähnt, jeder muss SEINEN Weg finden, (dynamische) Hedges für unerfahrerene Anleger sind aber meist für die Katz aus meiner Erfahrung (vielleicht gibt es ja Studien?)...
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| | | | Autor: Finanzinteressierter | | Datum: 12. April 2012 11:25 | Ehrlich gesagt habe ich keine Erfahrungen mit Hedging, ich blicke da auch viel zu wenig durch. Wie F.A. von Hayek gesagt hat, ist das Thema sehr sehr breit. Es gibt mindestens ein Dutzend Theorien zum Hedging, ganz geschweige von Hedging-Strategien.
Ich habe mir mal sagen lassen, dass sich das Hedging nur bei wirklich sehr grossen Positionen lohnt, da die Kosten nicht zu Unterschätzen sind. Die einfachste Methode scheint mir das Absichern mit Mini-Futures. Aber auch hier muss man die Kosten abwägen (Zinsen auf FL, Transaktionskosten), wobei man noch das Problem hat, dass man ausgeknockt werden kann, und die Emittenten meistens den Stop Loss in regelmässigen (monatlichen) Abständen anpassen.
Ich persönliche arbeite eigentlich auch nur mit Trailing Stop Losses (resp. Trailing Stop Buys). Wobei auch diese Methoden ihre Nachteile haben (siehe Beitrag von F.A. von Hayek).
@ F.A. von Hayek: Bezüglich Studien: Es gibt sehr viele Studien zu Hedging und Dynamic Hedging. Dabei wird aber eigentlich immer nur das Hedging von global agierenden Unternehmungen thematisiert. Dabei geht es hauptsächlich um Hedging-Strategien mittels Currency Futures. Diese Papers sind aber vollgepackt mit mathematischen Formeln, die ich nicht einmal beim besten Willen nur ansatzweise verstehe.
Tut mir leid, dass ich Dir diesbezüglich keine grosse Hilfe sein kann.
LG
FI | Posts are my personal opinion. No recommendation. Consult your financial adviser before acting. | | |
| | | | Autor: finanzprodukt | | Datum: 12. April 2012 12:31 | | vielen dank für Eure Feedbacks | | | |
| | | | Autor: fils | | Datum: 12. April 2012 14:40 | Nicht zu vergessen, in manchen Ländern macht es Sinn zu hedgen, wenn man aufgrund des Verkaufs des Basiswerts einen steuerlichen Nachteil erleiden würde. Also generell aus steuerlichen Überlegungen beispielsweise.
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| | | | Autor: finanzprodukt | | Datum: 12. April 2012 16:18 | @Fils: guter HInweis. danke
weiss jemand ob das beispielsweise auch für Deutsche/Oesterreicher gilt, die ein Konto in der Schweiz haben? | | | |
| | | | Autor: FAvH | | Datum: 12. April 2012 16:33 |
Die Frage ist nur vor oder nach dem neuen Steuerabkommen (200 Jahre rückwirkend nach Revision XY) Ich denke bald sehen wir in der Schweiz eh keine deutschen Gelder mehr... oder gibt es noch einen Grund dazu ? Von daher auch sinnlos die Aufregung, deutsche Bafin-Beamte welche in CH-Banken rumschnüffeln oder CD-Käufe, es wird sich dann kaum mehr lohnen.
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