3-Monats-Euribor: Trendwende in Sicht
Beim 3-Monats-Euribor zeigt die Markttechnik jetzt ein klares Bild für eine Talfahrt. Ferner könnte eine weitere Leitzinssenkung der EZB dieses Szenario beflügeln.
von Dieter Haas
Markttechniker durchleben in den vergangenen Wochen schwierige Zeiten. Haussesignale gibt es nur wenige. An Baissesignalen haben die Investoren in aller Regel wenig Freude. Zu den wenigen Ausnahmen zählt gegenwärtig der Zinsmarkt. Dieser ist häufig ein Vorbote besserer Zeiten an den Aktien- und Rohstoffmärkten. Trotz den zweimaligem Absenken der Leitzinssätze der EZB auf mittlerweile ein Prozent haben die Euriborsätze diese Entwicklung erst in Ansätzen n Euroraum achvollzogen. Der Euribor – offiziell als «Euro InterBank Offered Rate» bezeichnet – ist der Zinssatz für Termingelder imzwischen Geschäftsbanken. Nicht nur charttechnisch ist dieser Zinsindex spannend. Dieser institutionelle Geldmarktzins erscheint auch fundamental trotz sinkendem Leitzins aktuell zu hoch.
Dies hängt mit der andauernden Schuldenkrise in Euroland zusammen. Die Banken leihen sich untereinander weniger Geld und parken überschüssige Liquidität lieber bei der Europäischen Zentralbank. Sobald sich die Lage in Europa etwas entspannt, sollten daher die Euribor-Sätze quer über alle Laufzeiten nachgeben. Besonders im Satz für drei Monate ist viel Fantasie vorhanden. Die Markttechnik zeigt hier bereits ein positives Bild. Vor kurzem wurde die 200-Tage-Durchschnittslinie gebrochen. Damit ist eine wichtige technische Hürde überwunden und der Weg zu weiteren Rückgängen vorgezeichnet. Für eine Umsetzung kommen die Faktorzertifikate CBLEU4 und CBLEU2 in Frage. Aufgrund des höheren Hebels steht CBLEU4 in der Poleposition.
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