Jetzt zu attraktiven Anlagezielen starten
Neues Jahr, neue Chancen: Auch wenn die Aussichten gemischt sind, gibt es nach wie vor Investment-Regionen mit guten Fundamentaldaten und interessanten Aktienmärkten. Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise für Anleger!
von Martin Raab
Was für ein Börsenjahr 2011: Euro-Schuldenkrise, US-Haushaltsstreit und extreme Frankenstärke – insbesondere dieses Problem-Trio sorgte dafür, dass mit Aktien nur schwer etwas zu holen war. Kurz vor Jahresschluss stand der SMI gut ein Zehntel im Minus. Gleichwohl gibt es Märkte, die sich besser hielten oder sogar positive Vorzeichen ausweisen. Was einmal mehr zeigt, dass die Globalisierung auch das Thema Geldanlage längst erfasst hat. Vor diesem Hintergrund gehen wir auf Entdeckungsreise rund um den Globus. Begleiten Sie uns auf der Suche nach Märkten, die für 2012 interessante Perspektiven bieten.
Zuversichtlich in der Schweiz
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? In punkto Tourismus hat dieses Motto hierzulande Tradition. Laut Zahlen des Bundesamts für Statistik führten annähernd 40% der in 2010 von der Schweizer Wohnbevölkerung unternommenen Ausflüge mit Übernachtung an ein Ziel im Inland. Trotz oder gerade wegen der mauen Performance im zu Ende gehenden Jahr haben auch heimische Aktien nach wie vor ihren Reiz. Schliesslich ist die Schweizerische Nationalbank dabei, einen grossen Stolperstein aus dem Weg zu räumen. Anfang September legte sie einen Mindestkurs von 1.20 Euro je Franken fest. Was negative Währungseinflüsse anbelangt, sollten die exportabhängigen Konzerne daher bereits in den Zahlen für das Schlussquartal eine Entspannung spüren. Für 2012 gehen Analysten ohnehin davon aus, dass die heimischen Grossunternehmen den Profit prozentual zweistellig steigern. Die Analysten der Bank Sarasin bringen den zentralen Treiber auf den Punkt: «Der Schweizer Aktienmarkt dürfte vor allem von einer Abschwächung des Schweizer Frankens profitieren.» Konkret traut man dort dem SMI per Ende September 2012 einen Stand von 6‘500 Punkten zu – ein Kurspotenzial von 13%. Auch bei internationalen Instituten sind die heimischen Blue Chips beliebt. Beispielsweise stuft die Société Générale die Schweiz in ihrem Ausblick 2012 ganz klar mit «Übergewichten» ein.
Attraktive Hot-Spots in Europa
Sobald es über die Landesgrenzen geht, sind die Top-Destinationen der Schweizer in Italien, Deutschland und Frankreich zu finden. Aus wirtschaftlicher Sicht zeigt das EU-Trio derzeit völlig unterschiedliche Qualitäten. Während Italien massiv in den Strudel der Schuldenkrise geraten ist, hat auch Frankreich zusehends mit Zweifeln an der Bonität zu kämpfen. Gleichzeitig trübten sich die konjunkturellen Aussichten merklich ein. Beispielsweise erreichte die Arbeitslosenzahl in Frankreich im Oktober den höchsten Stand seit Januar 2000. Ganz anders Deutschland. Hier zeigt sich der Arbeitsmarkt noch weitgehend immun gegen die Finanzmarktturbulenzen. Aus Investmentsicht spricht die historisch günstige Bewertung für Investments in der Bundesrepublik. Der Deutsche Aktienindex zeigt ein 2012er-KGV im einstelligen Bereich und notiert nur noch knapp oberhalb des Buchwertes. Seinen Reiz hat der deutsche Aktienmarkt auch für die Credit Suisse. Auf der aktuellen Liste mit den langfristigen Favoriten der Grossbank sind gleich acht DAX-Mitglieder zu finden.
Schweden als Stabilisator fürs Depot
Sowohl touristisch als auch ökonomisch überzeugt Skandinavien. Das gilt insbesondere für Schweden. Die Staatsverschuldung liegt bei weniger als 40% des Bruttoinlandsprodukts und damit deutlich unter dem internationalen Durchschnitt. Hinzu kommen tiefe Arbeitslosenzahlen und eine harte Währung, weshalb das grösste Land Skandinaviens bei vielen Investoren als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt. Auch die Wachstumszahlen können sich sehen lassen. Im dritten Quartal 2011 legte die schwedische Wirtschaft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,6% zu. Es wird zwar kaum bei diesem Tempo bleiben. Doch sollte sich die Lage eintrüben, könnte die Notenbank rasch mit Zinssenkungen eingreifen. Genügend Spielraum hat sie, der Leitsatz liegt immerhin bei 2%. Unter anderem auch die Société Générale empfiehlt, den Anker im «Safe Haven» Schweden zu setzen. Die Volkswirtschaft der Wikinger-Nachfahren hat nach wie vor viel Potenzial.
Renditestarke Exkursion nach Asien
Mehr denn je lohnt es sich für Investoren, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Dabei dürfte auch im kommenden Jahr kein Weg an den «Emerging Markets» und «Frontier Markets» vorbei führen. Die aufstrebenden Länder, allen voran das Quartett aus Brasilien, Russland, Indien und China, steuern mittlerweile knapp die Hälfte zur globalen Wirtschaftsleistung bei. Im jüngsten «World Economic Outlook» prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) den Schwellen- und Entwicklungsländern für 2012 ein Wachstum von 6,1%. Die meiste Schubkraft kommt dabei nach wie vor aus China. Im Reich der Mitte soll die Konjunktur laut IWF im kommenden Jahr um 9% expandieren. Vor diesem Hintergrund kürte die UBS die «Global Emerging Markets» (GEM) zu ihren Favoriten für 2012. «GEM-Aktien zeigen zum Rest der Welt beim Kurs-Gewinn-Verhältnis einen Abschlag von 15 %», so die Strategen der Grossbank. Zudem dürfte sich die Inflation – bislang ein Problem in den Wachstumsländern – abschwächen. Angesichts der soliden Haushaltsituation der aufstrebenden Volkswirtschaften wird die lokale Politik eingreifen, falls sich das Wachstum abschwächt. Viele Regierungen können sowohl geld- als auch fiskalpolitisch eingreifen. Jüngstes Beispiel ist China. Ende November senkte die People's Bank of China ihre Mindestreserve-Anforderungen an die Banken – zum ersten Mal seit drei Jahren. Man möchte ein «Soft-Landing» hinbekommen. Ferner zählen auch die asiatischen «TIP»-Märkte Thailand, Indonesien und die Philippinen zum Favoritenkreis für 2012. Wer es exotischer mag, sollte sich Vietnam und die Mongolei als Zielmärkte genauer ansehen.
Destination Wall Street ein «Evergreen»
Bei aller Exotik: Eine Rendite-Expedition ohne die USA ist schwer durchführbar. Allen Unkenrufen zum Trotz lässt sich die grösste Volkswirtschaft der Welt nicht unterkriegen. Immer mehr Indikatoren deuten auf eine Erholung der Konjunktur hin. Viele Finanzanalysten teilen zunehmend die positive Aussicht für den US-Aktienmarkt. «Green shoots», sprich die Anzeichen frischen Wachstums, nehmen wieder zu. Nicht zuletzt wird die Binnenproduktion und damit der US-Arbeitsmarkt aufgrund explodierender Löhne in Asien zunehmend interessant. Unterstützung könnte auch von politischer Seite kommen. 2012 stehen Präsidentschaftswahlen an – in solchen Jahren fiel die Performance beim S&P 500 in der Vergangenheit überdurchschnittlich aus. Wahrscheinlich wäre es daher ein Fehler die USA bei der Rendite-Expedition auszuklammern.
Gut unterwegs mit Strukis und ETFs
Egal ob Europa, Asien oder Nordamerika: Sicher braucht es derzeit sicher etwas Mut, in Aktien-gelinkte Produkte zu investieren. Gleichwohl führt inmitten eines historischen Zinstiefs kaum ein Weg an dieser nach wie vor attraktiven Anlageklasse vorbei! Dennoch soll die Hinzunahme von Wertschriften mit Ausrichtung auf ausländische Märkte natürlich kein Himmelfahrtskommando werden. Es gilt auch hier: Mehr Rendite heisst auch oftmals ganz klar mehr Risiko. Ein probates Instrument zur Vermögensanlage sind dabei Strukturierte Produkte und ETFs – mit diesen lässt sich kostengünstig, individuell und breit diversifiziert anlegen. Ferner sind diese Produkte bequem an der Schweizer Börse handelbar. Machen Sie sich aber zuvor mit dem Zielmarkt und dem gewählten Produkt (Laufzeit, Funktion, Gebühren) vertraut. Unabhängige Spezialisten bieten gute und kostenlose Möglichkeiten zu entsprechenden Produkten. Wie Sie Ihr Investment-Ticket in die vorgestellten Länder lösen können, erfahren Sie in den Infoboxen dieses Artikels. Wir wünschen Ihnen schon jetzt eine spannende und renditestarke Entdeckungsreise 2012!
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