• Marktübersicht Basiswerte
Forum - Traders Talk - meist gelesen
Symbol Typ Basiswert Umsatz (CHF)
BKSMMC Tracker BKB Swiss Small & Mid Cap Basket (BKSMMC) 0
EFLJB Bonus ABB N 0
PSPUC Warrant PSP Swiss Property AG 0
BLQEF Discount EFG International AG 0
SZBAB Bonus Microsoft Corp. 0
FHZPA Warrant Flughafen Zürich AG 0
GOLSV Warrant Gold 0
DAXSH Tracker Short DAX Index 0
VZCSI Tracker Silver 0
PSPUV Warrant PSP Swiss Property AG 0
Symbol Produkttyp Basiswert Umsatz (CHF)
TROGA Warrant mit Knock-Out Roche GS 4.102.560
KSMIN Warrant mit Knock-Out SMI Index 3.121.965
TROGC Warrant mit Knock-Out Roche GS 2.653.560
TROGG Warrant mit Knock-Out Roche GS 2.028.180
SODCE Warrant mit Knock-Out DAX Index 1.862.440
Symbol Produkttyp Basiswert Umsatz (CHF)
EMMACO Tracker-Zertifikat ZKB Emergi 2.674.856
EUBABA Tracker-Zertifikat ZKB Europä 1.385.542
EFGDIA Tracker-Zertifikat EFG Bond B 1.178.838
VONFUN Barrier Reverse Convertible Logitech 1.117.520
VZSMZ Bonus-Zertifikat SMI Index 1.092.780
Symbol Produkttyp Basiswert Umsatz (CHF)
NOVJS Warrant Novartis N 4.576.312
KSMIN Warrant mit Knock-Out SMI Index 1.900.226
TROGC Warrant mit Knock-Out Roche GS 1.381.536
TROGA Warrant mit Knock-Out Roche GS 1.378.862
TROGG Warrant mit Knock-Out Roche GS 1.218.312
Symbol Produkttyp Basiswert Umsatz (CHF)
EFRNA Kapitalschutz-Zertifikat mit Coupon EURIBOR 3M 2.194.347
EFGCWY Bonus-Zertifikat Microsoft 786.443
JFEGN Tracker-Zertifikat JB Asian R 669.125
JFMNO Tracker-Zertifikat JB Global 616.140
NOVLR Outperformance-Zertifikat Novartis N 548.785
Anzahl Produkte scoach logo
Hebelprodukte 26.654
Renditeoptimierungsprodukte 7.543
Partizipationsprodukte 2.701
Anlageprodukte mit Referenzschuldner 298
Kapitalschutzprodukte 1.078
Total 38.274

theScreener: Aktuelles Anlagethema

Norwegen, reines Energieland? Unter den grössten 10 nur 3 Energiekonzerne, unter den 5 defensivsten Werten nicht einmal einer. Wer sind die Überraschungskandidaten? mehr...

INTERVIEW
05. August 2010 / 09:39

«Das verwaltete Vermögen in ETFs wird um rund 20% bis 30% pro Jahr zulegen»

Payoff-Redaktionsleiter Martin Raab im Gespräch mit Armelle Loeb-Darcagne, Vice President iShares Switzerland, zu aktuellen Trends in der ETF-Industrie, aktivem vs. passivem Asset Management und Stolperfallen bei Exchange Traded Funds.

von Martin Raab

Image «Das verwaltete Vermögen in ETFs wird um rund 20% bis 30% pro Jahr zulegen»
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Einige Mitbewerber haben schon die Sommerferien ausgerufen, wie stellt sich die Nachfrage bei iShares aktuell dar und wie äussern sich Ihre Kunden zur Zeit?

Von Sommerferien spüre ich noch nichts, die letzten zwei bis drei Wochen bescherten uns sehr gute Mittelzuflüsse. Insbesondere von Seiten der Schweizer Privatbanken stelle ich nach wie vor grosses Interesse fest, gepaart mit konkreten Mittelzuflüssen. Die scheinen also noch nicht in die Ferien abgetaucht zu sein. Natürlich gab es aber in den letzten zwei Monaten auch magere Wochen, in denen es bei Weitem ruhiger war. In den jüngsten Gesprächen mit meinen Kunden stelle ich ein massiv gewachsenes Verständnis für die Funktionen eines ETF fest. Vor einem Jahr war die Zurückhaltung noch sehr gross, heute gibt es wahrscheinlich mehr Fans als Gegner. Ironischerweise hat uns die Finanzkrise dabei sehr in die Hände gespielt. Heute wissen es die Anleger zu schätzen, ein wirklich liquides Produkt im Portfolio zu haben, das sie auch in turbulenten Marktsituationen sehr einfach handeln können – ohne dass man sich riesige Spreads gefallen lassen muss.

Entsprechend den jünsten Zahlen hat iShares 482 Milliarden US-Dollar unter Verwaltung und hat weltweit 442 ETFs gelistet. Wie werden diese Zahlen bis zum Jahresende aussehen? Wie sind in diesem Zusammenhang Ihre Pläne in Europa?

Ohne superoptimistisch wirken zu wollen, bin ich fest davon überzeugt, dass das verwaltete Vermögen in ETFs in den nächsten zwei bis drei Jahren um rund 20% bis 30% pro Jahr zulegen wird. Nehmen wir also die aktuelle Börsenbewertung und die 482 Milliarden als Startpunkt, werden wir bis Jahresultimo gut und gerne 500 Milliarden US-Dollar Assets under Management haben. Sollten die Börsen besser als erwartet laufen, wird der Wert der von iShares verwalteten Fonds natürlich entsprechend höher sein. Sieht man sich die Pläne von iShares in Europa an, gibt es noch einiges an Potenzial für neue ETFs. So gibt es aktuell beispielsweise noch keine in der EU domizilierten ETFs auf US-Sektoren. Ferner haben wir eine wachsende Nachfrage nach ETFs, die auf exotische Märkte, also die sogenannten «Frontier-Markets» abzielen. Dort ist es aktuell natürlich noch zu früh, um auf den lokalen Aktienmarkt referenzierte Index-Produkte zu lancieren. Doch allzu lange wird es sicher nicht mehr dauern, bis dies möglich sein wird. Einziges Manko ist dort die Gebührenseite, da allen Investoren klar sein muss, dass die Kosteneffizienz nicht mit einem Euro Stoxx 50 oder S&P500 vergleichbar sein kann.

Armelle Loeb-Darcagne

ist seit dem Jahr 2007 bei iShares an Bord und betreut dort den Schweizer Markt. Zuvor war Frau Loeb-Darcagne beim Indexprovider MSCI (später mit Barra fusioniert), wo sie federführend im Bereich Business Development für Kunden aus Frankreich, Belgien und der Schweiz Indexprodukte entwickelte bzw. für den Vertrieb von Barra-Risikomodellen für institutionelle Kunden zuständig war. Ihre Karriere begann sie bei der Deutschen Bank in Paris im Bereich Fixed Income Sales & Trading. Ein Diplom in Finance der Reims Management School rundet ihr Profil ab.

Die Quotierung der ETF-Kurse wird im Gegensatz zu Strukturierten Produkten nicht vom ETF-Emittenten, sondern von den Market Makern durchgeführt. Was ist die genaue Rolle eines Market Makers bei ETFs und wie sieht deren Geschäftsmodell aus?

Grundsätzlich ist es so, dass jeder Broker – genauer gesagt jeder an der Börse zugelassene Effektenhändler – als Market Maker tätig werden kann, d.h. er stellt börsentäglich verbindlich An- und Verkaufskurse für die jeweiligen ETFs. Daneben gibt es die sogenannte «Authorized Participants». Das sind Broker bzw. Market Maker, die einen Rahmenvertrag mit z. B. iShares unterzeichnet haben. Als Authorized Participant hat man die Möglichkeit, beim ETF-Emittenten direkt ETFs anzufordern («Creation») oder ETF-Anteile zu verkaufen («Redemption»). Als konkretes Beispiel könnten wir den Euro Stoxx 50 Index nehmen. Dies ist ein physisch replizierter ETF, d.h. die Abbildung des Index erfolgt innerhalb des ETFs durch den Kauf der entsprechenden 50 Aktien des Euro Stoxx. Im Falle einer Creation über beispielsweise 10 Mio. CHF in diesem iShares Euro Stoxx 50 ETF schickt der «Authorized Participant» die anteiligen 50 Aktien mit dem Hinweis «free of payment» an unsere Depotbank in Irland. Im Gegenzug erhält der «Authorized Participant» ETF-Anteile im selben Gegenwert. Es fliesst bei «Creation» / «Redemption» in der Regel kein Geld, es werden nur Stücke getauscht – sprich Aktien gegen ETF-Anteile und umgekehrt. Ein Market Marker verdient letztlich an der Börsenkommission, dem Bid-Ask-Spread und dem Hedging. Die Kunst beim Hedging ist es, korrekt einschätzen zu können, ob der Market Maker die Position sofort schliessen muss oder sie noch passend zur kurzfristig einsetzenden Intraday-Bewegung offen lässt, in der Annahme, dass der Referenzindex sich bis zum Börsenschluss in die für den Market Maker passende Richtung entwickelt. iShares arbeitet zur Zeit mit 18 «Authorized Participants» für den Schweizer Markt zusammen.

Ein häufiges Argument von Anlageverwaltern beim Thema ETFs ist, dass man als Investor nie besser als der Markt sein kann, man also keine bessere Rendite erzielen kann. Nun haben jüngste Presseberichte von aktiv gemanagten ETFs ihres Mutterhauses BlackRock berichtet. Sehen wir also bald aktiv gemanagte ETFs von iShares, die den Markt outperformen?

Nein, die bei der US-Börsenaufsicht beantragten, aktiv gemanagten ETFs betreffen nur BlackRock in den USA und deren Fondsangebot. Die Produktpalette von iShares bleibt vom Ansatz her ganz klar ein passives Investment. Aber das angeführte Argument höre ich natürlich öfters. Hier ist wichtig, dass der Anleger weiss, wo es Sinn macht, Vermögenswerte in ein aktives Mandat zu investieren und in welchen Assetklassen man besser mit passiven Instrumenten sein Geld verdient. Nach meiner aktuellen Wahrnehmung optimieren viele Investoren auf diesem Grundsatz ihr Portfolio. Selbstverständlich gibt es durchaus aktive Asset-Manager, die ihre 20% Performancegebühr wert sind, doch existieren andererseits auch viele Märkte, in denen aktive Fonds bzw. aktives Management nicht wirklich Sinn machen und am Ende des Tages den Anleger nur Geld kosten. Es kommt letztlich auf eine gut arrangierte Asset-Allocation an – 90% der Volatilität im Portfolio stammt von der Asset-Allocation. Sind Ihre Werte professionell gewählt, erzielen Sie stabile Renditen. In den meisten Fällen sind ETFs ein perfektes Werkzeug, das einfach und schnell ins Portfolio eingebaut werden kann.

Wenn Sie auf den Globus schauen, aus welchen Regionen sehen Sie neue Gelder in ETFs fliessen?

Zunächst wird es – allen pessimistischen Vermutungen zum Trotz – von US-Anlageverwaltern und Privatanlegern aus Nordamerika weiterhin Mittelzuflüsse in US-domizilierte ETFs geben. Hier überwiegt noch ein starker Bezug zum Heimatmarkt. Starke Nachfrage in puncto Mittelzuflüsse aber auch lokale, neue Produktnachfrage verzeichnen wir aus Lateinamerika, speziell aus Mexiko und Brasilien. Anleger aus dieser Region möchten das Instrument ETF nutzen, haben gleichzeitig aber Interesse, auf lokale Indizes zu setzen. Lateinamerika war bisher nur bedingt auf dem Radar des ETF-Geschäfts, doch BlackRock ist in der Region schon gut verdrahtet und hat eigene Büros in Mexico City, Santiago de Chile und Sao Paolo. Wir werden diese lokale Präsenz mittelfristig mit ETF-Spezialisten anreichern. Neben Lateinamerika gibt es natürlich die Wachstumsklassiker in Asien: Indien und China. Dort sind ETFs als Vermögensanlagebaustein gerade erst am Erwachen, bei steigendem Wohlstand der Bevölkerung. Das ist ebenfalls ein sehr attraktiver Markt, in dem es noch massives Potenzial für Neukundengeschäft gibt.

Viele Investoren scheren beim Thema ETF alle Produkte über einen Kamm, Detailinformationen zu den Funktionen fehlen oftmals. Die ETF-Emittenten hingegen werden gerade in puncto Replikation eher wortkarg, da sich hier Risiken verbergen. Wie steht iShares zu diesem Thema?

Die Replikation ist in der Tat etwas sehr Spezielles. Der Anleger muss sich im Klaren sein, dass es drei verschiedene Arten der Replikation gibt und alle drei mit unterschiedlichen Risiken behaftet sind. Eben mit Risiken, die nicht unbedingt offenkundig sind. Klassischerweise kauft man einen ETF, der physisch den Index nachbildet («physical replication»). Hier hat der Anleger ein Risiko aus der Wertpapierleihe, denn die im Fond befindlichen Aktien des Index werden an fremde Banken gegen Entgelt weiterverliehen. Daneben gibt es synthetisch replizierte ETFs. Die Indexentwicklung basiert nicht auf den im Fonds enthaltenen Aktien, sondern auf einem Swap, also einem ausserbörslichen Vertrag zwischen einem ETF-Anbieter und einer Investmentbank. In der Variante 1 bei diesen «synthetic replicated» ETFs stammen 100% der Fondsperformance aus einem Swap. Das Swap-Nominal entspricht der Höhe des Fondanlagevermögens und der Swap ist mit Wertpapieren in gleicher Höhe besichert. Sollte also der Swap-Kontrahent (Investmentbank) ausfallen, bleibt diese Sicherheit zur Verwertung für den Anleger. Sinkt nun der Wert der Sicherheit aufgrund von Marktschwankungen, muss der Swap-Kontrahent ab einem Level von 90% des ursprünglichen Werts umgehend Wertpapiere nachreichen, um das Ausgangsniveau wieder zu erreichen. In der Variante 2 der synthetisch replizierenden ETFs wird dieser Swap generell um 10% (d.h. 110%) übersichert, sprich «overcollaterialized». Das heisst, der Anleger ist deutlich besser für einen Ausfall des Swap-Kontrahenten abgesichert. In der Variante 3 wird neuerdings der Swap mit verschiedenen Swap-Kontrahenten abgeschlossen, es bleibt maximal ein Adressausfallrisiko gegenüber dem jeweiligen Swap-Kontrahenten von 10%. Die Quintessenz ist also: ETF ist nicht gleich ETF.

Wann haben Sie persönlich ihren ersten ETF gekauft und was sind Ihre drei Lieblingsindizes?

Das ist schon lange her. Irgendwann im Jahr 2000 als ich noch bei MSCI gearbeitet habe. Es war ein ETF auf den MSCI World. Ich bin vom Ansatz der Diversifikation im Portfolio überzeugt. Meine drei Lieblingsindizes sind der S&P500, der iShares Emerging Markets und natürlich der STOXX 50.

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