Calls oder Puts - ist das Glas halb leer oder halb voll
Hebelprodukte bieten Chancen für beide Marktrichtungen. Calls ermöglichen mit geringen Einsatz an positiven Bewegungen teilzunehmen, Puts sind zur Absicherung oder zum spekulativen Einsatz auf fallende Kurse geeignet.
von BKB
Die letzten Tage haben den Anlegern mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt, dass die Börsen keine Einbahnstrasse sind. Kurse steigen zwar in der Regel weitaus häufiger als sie fallen, aber wenn es talwärts geht, dann meistens im Eilzugtempo. Warrants eignen sich für beide Fälle, vorausgesetzt natürlich, die vermutete Bewegung trifft zu.
Die Basler Kantonalbank lancierte jüngst eine beträchtliche Anzahl an Calls und Puts auf Schweizer Werte. In der kurzen Zeit seit der Aufnahme dieses beliebten Instrumentes kletterte der Marktanteil an den kotierten Hebelprodukten an der Scoach Schweiz von 2,58% Ende Februar über 4,43% Ende März auf 7,6% Ende April. Da die BKB sich ausschliesslich auf Warrants konzentriert und die ebenfalls zur Hebelkategorie zählenden Knock-out Warrants und Mini-Futures nicht im Sortiment führt, liegt der Anteil, nur auf Warrants bezogen, noch höher. Aber auch so stiess die Bank Ende April bereits auf die sechste Position vor, knapp hinter der UBS. Der Status als Kantonalbank und die mit ihr verbundene hohe Sicherheit haben zweifellos zum durchschlagenden Erfolg beigetragen.
Die kommenden Wochen werden vermutlich die Nerven der Anleger gehörig strapazieren. Wer den Mut hat, gegen den Strom zu schwimmen, getreu dem Sprichwort: «acheter sur le son des canons», dem empfehlen die Strategen der Basler Kantonalbank Calls auf die Blue Chips: Roche, Credit Suisse, ABB, Zurich Financial Services und Nestlé. Im Einzelnen handelt es sich um die bis Mitte September laufenden Optionsscheine BKBROGY, BKCSGH, BKZURH und BKNESH sowie den bereits im Juli auslaufenden BKABBE. Ihre Bezugspreise liegen um die aktuellen Kurse der Basiswerte oder leicht darunter. Angesichts der stark gestiegenen Volatilität sollte der Anleger jedoch eine Beruhigung an der Börse abwarten, bevor er sich eindeckt, da er ansonsten ein hohes Aufgeld entrichten muss, was sich für den Ertrag nachteilig auswirken kann. Angst frisst bekanntlich die Seele auf und verteuert den Kauf von Call und Put Warrants. Als Faustregel gilt: Je höher die Volatilität (Schwankung des zugrunde liegenden Titels), desto höher das Aufgeld (Prämie).
Besonders gefragt im aktuellen Umfeld sind Puts. Zu den Favoriten zählen BKCSGO, BKROGP, BKSYNQ, BKABBO und BKNOVQ. Die drei letzten besitzen eine Restlaufzeit bis Mitte September, BKROGP sogar eine bis kurz vor Weihnachten 2010, während BKCSGO schon Mitte Juli ausläuft. Damit lassen sich bestehende Aktienpositionen auf Credit Suisse, Roche, Syngenta, ABB oder Novartis gegen Kursrückschläge absichern oder können Vorteile gezogen werden bei einer allfälligen Fortsetzung der Korrektur an der Börse. Dank des Hebelfaktors von Warrants benötigt der Anleger nur einen Bruchteil des Kapitals, um an der Bewegung des Basiswertes teilzunehmen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich der Ausübungspreis nicht zu weit entfernt vom aktuellen Kurs befindet. Ansonsten steigt das Risiko, dass der Warrant am Ende wertlos verfällt.
Ob die jüngste Schwäche an den Märkten den Beginn einer längeren Durststrecke oder nur ein Warnschuss vor den Bug darstellt, wird sich zeigen. Mit den Warrants der Basler Kantonalbank sowie einer korrekten Markteinschätzung der künftigen Kursentwicklung lassen sich in beiden Fällen Gewinne erzielen.
Einzelheiten zu den genannten Produkten findet der interessierte Investor auf der Webseite der Basler Kantonalbank www.bkb.ch oder unter www.payoff.ch.
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