Korrelationsmatrix 12/11
Entkoppelung auf der Währungsseite
Wie schon in der Finanzkrise 2008 zeigt der US-Dollar auch in der derzeitigen labilen Marktlage wieder ungewohnt Stärke.
von Dieter Haas
Die weiter schwelende Eurokrise sowie die allgemeine Unsicherheit an den Börsen hat in den vergangenen Wochen zu einer deutlichen Höherbewertung des USD zum EUR sowie dank der geänderten SNB-Politik auch zum CHF geführt. Dadurch hat sich die Korrelation von USD/CHF wie auch EUR/USD zu fast allen übrigen Anlageklassen markant abgeschwächt. Der Kursanstieg des 3-Monats-CHF-LIBOR seit Anfang September führte des Weiteren zu einer Verringerung der Korrelation zu den meisten Börsen und Rohstoffsektoren. Gold und Rohöl, welche lange Zeit eine gegenläufige Entwicklung zeigten, schlossen sich in den letzten Tagen dem allgemeinen Abwärtstrend an. Dadurch ist die Korrelation sowohl zu den Aktienmärkten wie auch zu verschiedenen Rohstoffgruppen gestiegen. Der Angstbarometer VSMI behauptete seine teils markant konträre Position zu den Kursbewegungen der in der Tabelle aufgeführten Anlageklassen. Leider ist es äusserst schwierig, diesen im Portfoliokontext so nützlichen Aspekt durch konkrete Produkte einzufangen. Die Interdependenzen des Immobilienmarktes zu den übrigen Anlageklassen veränderten sich nur unwesentlich, auch wenn gewisse Ermüdungserscheinungen in der mehrjährigen Hausse eine baldige Erhöhung der bisher niedrigen Korrelation vermuten lassen.
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