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Feuertaufe in Rom und Madrid
Die Verschuldungskrise hat Italo-Premier Berlusconi und Spaniens Zapatero hinweggefegt. Der politische Neustart ist geglückt, die ganzheitliche Lösung für die Euro-Zone fehlt aber bislang.
von Dieter Haas
Die EU-Schuldenkrise grassiert weiter und frisst sich immer mehr ins Zentrum vor. Zuletzt hatten sich die Märkte Italien als Opfer auserkoren und verlangten zwischenzeitlich Zinssätze für die Refinanzierung auslaufender Staatsschulden oberhalb der Schmerzgrenze von 7%. Das kostete Premier Berlusconi letztlich den Kopf. Es bleibt abzuwarten, ob es der neuen Regierung unter Mario Monti dank der eingeleiteten Sparmassnahmen gelingen wird, das Vertrauen zurückzugewinnen. Die Risikoaufschläge bleiben hoch. Auch Spaniens Regierungschef Zapatero ist inzwischen Geschichte. So erlitten die seit sieben Jahren regierenden Sozialisten bei den jüngsten Neuwahlen eine vernichtende Niederlage. Die Gewinner, die konservative Volkspartei, werden aber auch keine Wunder vollbringen können. Als Nächstes wackelt bereits das Kernland Frankreich, wie der Anstieg der Credit Spreads verdeutlicht (siehe Grafik). Durch eine eMail-Panne wurde bereits die Ankündigung «Frankreich verliert sein AAA-Rating» publik gemacht. Ebenfalls ohne AAA könnte Österreich bald dastehen – die Gerüchteküche brodelt. Die Trends und Geschehnisse in Europa färben dabei zunehmend auf den Rest der Welt ab. Auch hier dominieren die roten Pfeile in der Entwicklung der Kreditrisikoprämien.
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