Die Gewinner von gestern – die Gewinner von morgen?
Als Folge der Schuldenkrise haben die Aktienmärkte in Europa in letzter Zeit deutlich nachgegeben. Doch wer die richtigen Titel im Portfolio hatte, kam deutlich besser über die Runden. Ein gutes Beispiel liefert das Produkt der Bank Sarasin.
von Martin Plüss
Der Aktienkorb «SARA European Small & Mid Cap Basket» wurde im Juni 2009 lanciert und enthält elf anfänglich gleich gewichtete Unternehmen aus sechs Ländern und sehr unterschiedlichen Branchen. Diese haben sich in den vergangenen zwei Jahren auch entsprechend unterschiedlich entwickelt. Für den Erfolg des Produkts hauptverantwortlich sind die beiden britischen Titel: Die vor allem als Pumpenbauer bekannte Weir Group und Spectris, ein Hersteller von Präzisionsinstrumenten und Messgeräten. Auch Finanzwerte sind im Aktienkorb enthalten: Die italienische Mediobanca und der schweizerisch-französische Rückversicherer Scor. Die Performance des Duos aus der Finanzwelt war zuletzt allerdings nicht unbedingt positiv. Insbesondere die Aktien von Mediobanca litten unter dem allgemeinen Kursabschlag auf Finanzwerten. Dennoch sind im Basket keine ernsthaften Sorgenkinder mit von der Partie.
Duo als Performancetreiber
Der Aktienkurs dieser beiden Unternehmen hat sich seit der Emission des Zertifikats mehr als verdoppelt (Spectris) beziehungsweise fast vervierfacht (Weir Group). Ebenfalls ausgezeichnet entwickelt hat sich Gerresheimer, ein hierzulande kaum bekanntes deutsches Unternehmen, das sich als «weltweit führenden Hersteller hochwertiger Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff für die internationale Pharma- und Healthcare-Industrie» bezeichnet. Als Abgeltung für die bei diesem Basket nicht ausbezahlten Dividenden kann das Produkt gegenwärtig mit einem Abschlag von rund 3% auf den inneren Wert erworben werden.
Erfolgreich aber nicht ohne Kratzer
Nach einem ausgezeichneten Start des SARA European Small & Mid Cap Basket mit einem Kursgewinn von rund 60% bis zum Juli 2010 vermochte sich der internationale Aktienkorb dem allgemeinen Abwärtstrend nicht mehr zu entziehen und büsste in den letzten sechs Monaten mehr als 10 Prozent seines Werts ein, hielt sich aber auch in dieser Phase besser als der Euro Stoxx 50. Wer das Produkt heute erwerben will, muss berücksichtigen, dass die drei erfolgreichsten Titel mittlerweile mehr als die Hälfte des aktuellen Werts ausmachen. Der potenzielle Käufer muss also von der künftigen Entwicklung dieser drei Unternehmen überzeugt sein. Immerhin haben sie bisher kaum etwas von der Krise verspürt, was auch für die Zukunft Raum für eine positive Entwicklung lässt.
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