Outperformance-Zertifikat: Roche-Power fürs Depot
Die Genussscheine Roche zählten 2011 zu den wenigen Lichtblicken im SMI. Für 2012 bleiben die Perspektiven günstig, weshalb das Outperformance-Zertifikat ROGTRA endlich zum finalen Sprung ansetzen könnte.
von Dieter Haas
Viele Basiswerte von Outperformance-Zertifikaten auf Aktien notieren deutlich unter ihrem Strike. Das lässt wenig Hoffnung aufkommen für ein positives Endresultat. Zu den wenigen chancenreichen Ausnahmen zählt ROGTRA. Hier besteht weiterhin Hoffnung auf ein erfreuliches Endresultat. Die Genussscheine von Roche gehören neben Novartis Namen und Nestlé Namen zu den drei Musketieren der Schweizer Börse. Der Basler Pharmamulti ist bislang gut über die schwierige Zeit hinweggekommen. Nach einem kursmässig enttäuschenden Jahr 2010 meldete sich der Genussschein im laufenden Jahr eindrücklich zurück. Absolut betrachtet blieb es zwar bei einer mehrmonatigen Seitwärtskonsolidierung. Relativ gesehen war diese Entwicklung hingegen weit überdurchschnittlich.
Schwächephase überwunden
Nach vielen schlechten Nachrichten im 2010 gelang dem Konzern in den vergangenen Monaten die Trendwende. So liegt die aktuelle Erfolgsrate der klinischen Studien seit Jahresanfang bei über 95% und damit deutlich über dem Industriedurchschnitt von gut 60%. Ferner fallen die Preisreduktionen für Medikamente ab 2012 kaum mehr ins Gewicht. Ihr negativer Einfluss auf das Ergebnis und der Umsatzrückgang von Avastin bei der Brustkrebsindikation sind ab dem vierten Quartal 2011 ohne Basiseffekt. Roche ist grundsolide aufgestellt und generiert jeden Monat einen operativen freien Cashflow von etwa CHF 1.2 Mrd. Die hohe Gewinnbelastung durch den Währungseffekt wird durch die Kostensenkungsprogramme sowie neue Produkte wettgemacht.
Erfolg versprechende Basis
Für 2012 sowie 2013 bestehen daher gute Aussichten, dass sich die Kurse allmählich in Richtung ihres Allzeit-Höchst aus dem Jahres 2007 bewegen. Das wäre Wasser auf die Mühlen der Inhaber von ROGTRA. Das Outperformance-Zertifikat lässt den Anleger ab dem Strike von CHF135.50 zu 191% an Kursgewinnen teilhaben. Bislang scheiterte jeder Versuch eines nachhaltigen Vorstosses über die Schlüsselmarke (siehe Grafik). «Aufgeschoben ist nicht aufgehoben». Gelingt in einem der nächsten Anläufe der Durchbruch, würde der Käufer des Zertifikates reich entschädigt. Allerdings gilt es zu beachten, dass der Outperformancefaktor erst gegen Ende der Laufzeit seine volle Wirkung entfaltet. Im Falle eines Kurseinbruchs unter den Strike mutiert das Zertifikat zu einem simplen Tracker. Seine Kursentwicklung entspräche dann 100% derjenigen des Basiswertes.
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