Tracker-Zertifikat: Währungsgesichert in US-Aktien investieren
Das Jahr 2012 bot einen Traumstart für Aktieninvestoren. Weltweit stiegen die Kurse. Der amerikanische Aktienmarkt übertrumpfte den hiesigen Markt. Wer an eine Fortsetzung dieser Entwicklung glaubt, kann ohne Währungsrisiko daran teilhaben.
von Andreas Hausheer
Die Aktienmärkte zeigten sich in den ersten drei Monaten des Jahres in guter Laune. Als Katalysatoren wirkten insbesondere die Liquiditätsspritzen der Zentralbanken. Alleine die Europäische Zentralbank hat im Rahmen ihrer Longer Term Refinancing Operation (LTRO) mehr als eine eine Billion Euro in das Bankensystem gepumpt. Unterstützend wirkten die positiven Konjunkturdaten aus den USA. Es ist daher wenig verwunderlich, dass die US-Märkte im ersten Quartal performancemässig vorne liegen. Beim S&P 500 resultierte mit einer Avance von 12% das beste Startquartal seit 1998. Gleichzeitig sank die Volatilität auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren. Auch wenn gemäss einer Berechnung von Barclays ungefähr 15% des Anstiegs alleine Apple zuzuordnen sind, konnten mit amerikanischen Aktien höhere Gewinne erzielt werden als mit Schweizer Dividendenwerten, die, gemessen am SPI, knapp 7% zulegten.
US-Aktienmarkt für CHF-Anleger
Mit der besseren Stimmung stieg die Zahl der Analysten, die auf weiter steigende Aktienkurse setzen. Es gibt aber auch Risiken. Die Angst vor einem erneuten Aufflackern der europäischen Staatsschuldenkrise ist nicht verschwunden. Dann ist ungewiss, ob die Unternehmensgewinne die gestiegenen Aktienkurse rechtfertigen werden. Schliesslich ist unklar, ob das Fed weitere Geldspritzen verabreicht. All das sorgte denn auch in den ersten Apriltagen für eine gewisse Nervosität an den Märkten. Schweizer Anleger, die vom amerikanischen Aktienmarkt überzeugt sind, müssen dafür in der Regel das USD-Währungsrisiko in Kauf nehmen. Eine löbliche Ausnahme bietet sich im Tracker-Zertifikat SPXRP von Goldman Sachs an. Bei SPXRP wird bei Rückzahlung der Punktestand des S&P 500 in CHF ausbezahlt. Die Performance ist ausschliesslich von der Entwicklung des S&P 500 abhängig, das Währungsrisiko des USD ist abgesichert.
Ungenügende Kostentransparenz
Direkte Kosten fallen bei SPXRP keine an. Von aussen ist nicht erkennbar, welche indirekten Kosten Goldman Sachs bei der Preisstellung im Sekundärmarkt einrechnet. Da die Entwicklung des S&P 500-Preisindex abgebildet wird, verzichtet der Anleger auf die Dividenden. Von Ende März 2011 bis Ende März 2012 machte dies rund 2.4 Prozentpunkte aus. Leider wurden zu den konkreten aktuellen Kosten der Währungsabsicherung (Quanto) keine Angaben seitens des Emittenten gemacht. Insgesamt erscheint das Produktkonzept dennoch attraktiv. Gerade wer in Sachen Währungsverluste ein gebranntes Kind ist, findet in SPXRP eine valable Alternative.
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