Faktor-Zertifikate: Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt
Nach einem Traumstart bis Ende April ging es mit Silber im Mai und September zweimal steil bergab. Das Faktorzertifikat mit dem Hebel 4 schlug sich anfänglich hervorragend.
von payoff
Für Anleger, die zu spät auf den fahrenden Zug aufsprangen, dürfte es aber einen Katzenjammer abgesetzt haben. Für gehebelte Investitionen, die länger gehalten werden sollen, ist CBLSI4 nicht geeignet! Seine Pfadabhängigkeit wirkt sich bei hohen Volatilitäten äusserst negativ aus.
Insbesondere die überraschende Margin-Erhöhung durch die US-Rohstoffbörse COMEX liess den Silberkurs im September 2011 um allein 10% an einem Tag abstürzen. Entsprechend fatal waren die Folgen für den gehebelten Tracker. So liegt es in der Natur der Sache, dass derartige Intraday-Kurseinbrüche (im Falle von Silber sogar im zweistelligen Prozentbereich) oft nur sehr schwer vollständig wieder aufgeholt werden können.
Im konkreten Fall hat das Faktorzertifikat über 80% an Wert verloren, obwohl der in CHF umgerechnete Basiswert in derselben Zeit sein Niveau gehalten hat. Silber eignet sich wegen seiner inzwischen fast schon dauerhaft hohen Volatilität nur bedingt für den Einsatz von Hebelprodukten. Angesichts der langfristig attraktiven Gewinnchancen von Silber sollten Anleger daher in erster Linie auf CHF-gehedgte Anlageprodukte wie VZCSI oder den CHF-gehedgten Exchange Traded Fund JBSICA setzen.
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