1. Handelstag
Entspricht dem Tag, an dem ein Instrument zum ersten Mal an einer Börse gehandelt wird.
99er Produkte
Auf dem SVSP-Produkte-Index sind Produkte zu finden, die über eine 99 in der Produktetyp-Nummer verfügen. Die Zahl 99 besagt, dass das Strukturierte Produkt nicht einem Produkttyp zugeordnet werden kann und unter «Weitere» geführt wird. So ist beispielsweise die Nummer 1399 ein «Weiteres Partizipations-Zertifikat». Ist ein Produkt mit der Nummer 9999 gekennzeichnet, entspricht dies einem «Weiteren Zertifikat». Dieses kann weder einem Produkttyp noch einer Produktgruppe zugeordnet werden.
Abgeltungssteuer
Bei der Abgeltungssteuer handelt es sich um eine Quellensteuer auf Kapitalerträge. Während in der Schweiz nur Zinsen und Dividenden als Kapitalerträge und somit steuerbarer Gewinn erfasst werden, müssen in zahlreichen Ländern, darunter auch Deutschland, die Wertsteigerungen des Kapitalvermögens mitbesteuert werden.
Absicherung (Hedging)
Die Absicherung eines Produkts oder Portfolios dient dazu ein bestehendes Marktrisiko zu minimieren. Dabei werden mit geeigneten Transaktionen die Kursschwankungen des Produkts oder Portfolios ausgeglichen.
Abstand zum Stop-Loss
Der Stop-Loss ist bei Mini-Futures anzutreffen und wird wie der Finanzierungslevel in periodischen Abständen angepasst. Wird der Stop-Loss-Level berührt oder unterschritten, verfällt das Produkt vorzeitig. Im Gegensatz zum Knock-Out erfolgt eine Glattstellung der Position, wodurch noch ein Restbetrag ausgezahlt werden kann. Der Abstand zum Stop-Loss bestimmt den Risikopuffer gegenüber einem vorzeitigen Verfall des Mini-Futures.
Abstand zum Strike
Der Abstand zum Strike ermöglicht abzuschätzen, wie weit der Basiswertkurs vom Ausübungspreis der dem Produkt zugrundeliegenden Option entfernt ist.
Abstand zur Barriere
Der Abstand zur Barriere bestimmt den Risikopuffer gegenüber einem vorzeitigen Verfall der Option. Je näher sich der Basiswertkurs an der Barriere befindet, umso grösser ist das Risiko, den bedingten Kapitalschutz oder die Möglichkeit, an sinkenden Kursen zu partizipieren, zu verlieren.
Agio (Aufgeld)
Ist gleich der Differenz zwischen dem Nominal (Nennwert) und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers bei dessen Emmision. Das Agio wird normalerweise in Prozent ausgewiesen. Gegenteil: Discount (Disagio).
Aktienanleihe
Ist die deutsche Bezeichnung für einen Reverse Convertible.
Aktienindex
Kann als Barometer interpretiert werden, das die Entwicklung eines Aktienmarktes (oder eines Teilmarktes) repräsentativ spiegeln soll. Aktienindizes werden in Punkten angegeben und laufend aktualisiert.
Aktive Anlageinstrumente
Im Gegensatz zu passiven Anlageinstrumenten findet hier eine aktive Bewirtschaftung statt. Dies bedeutet, dass sich zum Beispiel die Zusammensetzung des Instruments, beispielsweise durch das aktive Eingreifen eines Fondsmanagers, ändern kann.
Alpha
Als Alpha bezeichnet man den risikobereinigten Gewinn einer Anlage. Besonders Hedge Funds zielen darauf, für ihre Portfolios ein Alpha zu generieren.
Am Geld
Eine Option oder ein Optionsschein liegt am Geld, «At the Money», wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts ungefähr dem Strike (Ausübungspreis) entspricht.
Amerikanischer Optionstyp
Das Ausübungsrecht aus einem amerikanischen Optionstyp kann im Gegensatz zum europäischen Optionstyp jederzeit bis zur Fälligkeit verwendet werden.
Anfallende Erträge
Beispiele für in den Basiswerten anfallende Erträge sind Dividenden von Aktien oder Zinszahlungen von Obligationen.
Anlagefonds
Beim Anlagefonds handelt es sich um ein Vermögen, das aufgrund öffentlicher Werbung von Anlegern zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und von einer Fondsleitung in der Regel nach dem Grundsatz der Diversifikation auf Rechnung der Anleger verwaltet wird.
Anpassungsschwelle
Bei grossen Schwankungen des Basiswertkurses ist es für Constant Leverage-Zertifikate möglich, dass eine untertägige (intraday) Anpassung des Produkts stattfindet, indem ein neuer Tag simuliert wird. Dies ist dann der Fall, wenn das Produkt wertlos zu werden droht und der Basiswertkurs unter die Anpassungsschwelle sinkt, also zum Beispiel der Basiswertpreis eines Produkts mit Faktor 5 nahezu 20% an Wert einbüsst und somit der Wert des Zertifikats gegen null fällt.
At the Money
siehe Am Geld
Auction Rate Securities (ARS)
Bei den Auction Rate Securities (ARS) handelt es sich um langlaufende Anleihen mit variablem Zins. Die Höhe dieses Zinses wird in regelmässigen Auktionen (z. B. alle 30 Tage) neu festgesetzt. Hauptsächlich dienen ARS amerikanischen Unternehmen zur Finanzierung.
Auftragsbuch
Auch Order Book genannt, zeigt die aktuell angebotenen Preise und Volumen sowohl auf der Käufer- (Buy) wie auch auf der Verkäuferseite (Sell).
Aus dem Geld
Deutscher Ausdruck für «Out of the Money». Der Kurs des Basiswerts liegt unterhalb des Strike einer Call-Option bzw. oberhalb des Strike einer Put-Option.
Auszahlungsprofil
siehe Payoff-Diagramm
Ausübungspreis (Strike)
Der Ausübungspreis eines Strukturierten Produkts wird üblicherweise durch die Optionskomponente bestimmt. Der Ausübungspreis bestimmt, zu welchem Kurs der zugrundeliegende Basiswert einer Optione gekauft (Call) oder verkauft (Put) werden kann. Im Payoff-Diagramm des Strukturierten Produkts erscheint der Strike als Knick.
Ausübungsrecht
Jede Option enthält ein Optionsrecht, das der Inhaber der Option am Ende der Laufzeit (europäischer Optionstyp) oder jederzeit während der Laufzeit (amerikanischer Optionstyp) ausüben kann. Ein Call-Warrant verbrieft das Recht zum Kauf eines festgelegten Basiswerts zu einem bestimmten Preis (Ausübungspreis) in einer bestimmten Menge. Ein Put-Warrant verbrieft ein entsprechendes Verkaufsrecht.
Auto-Callable
Liegt der Basiswertkurs an einem Beobachtungstag auf oder über (bull) bzw. auf oder unter (bear) einer im Voraus definierten Schwelle ("Autocall Trigger"), führt dies zu einer vorzeitigen Rückzahlung des Produkts.
Average Buy Value
Stellt den über einen Tag gemittelten Wert des vom Emittenten respektive vom Market Maker nachgefragten Volumens dar.
Average Buy Volume
Stellt die über einen Tag gemittelte Anzahl vom Emittenten respektive vom Market Maker nachgefragter Produkte dar.
Average Sell Value
Stellt den über einen Tag gemittelten Wert des vom Emittenten respektive vom Market Maker angebotenen Volumens dar.
Average Sell Volume
Stellt die über einen Tag gemittelte Anzahl vom Emittenten respektive vom Market Maker angebotener Produkte dar.
Backtesting
Das Backtesting ermöglicht die Beobachtung des möglichen Verhaltens eines Strukturierten Produkts während der Laufzeit anhand historischen Daten.
Backwardation
Beschreibt eine Preissituation bei Termingeschäften, bei der Termingeschäfte mit längerer Laufzeit einen tieferen Preis aufweisen als solche mit kürzerer Laufzeit. Durch den Ersatz von auslaufenden Terminkontrakten mit länger laufenden Kontrakten entstehen sogenannte Rollgewinne. Das gegenteilige Szenario wird als Contango bezeichnet.
Baisse
Die Baisse beschreibt ein nachhaltiges Sinken der Wertpapierkurse einzelner Marktbereiche oder des Gesamtmarktes über einen mittleren bis längeren Zeitraum. Gegensatz: Hausse.
Barabgeltung (Cash Settlement)
Erreicht ein Strukturiertes Produkt das Ende der Laufzeit, kommt es zur Rückzahlung gemäss dem im Termsheet definierten Payoff-Diagramm. Dabei kann der Emittent die Rückzahlung gemäss Produktbeschreibung (Termsheet) über die physische Lieferung des Basiswerts oder eine Barabgeltung vollziehen. Bei der Barabgeltung, auch Cash Settlement genannt, erhält der Anleger den Wert (zum Zeitpunkt des Final Fixing) des Produkts am Tag der Rückzahlung (Redemption Date) in bar ausgezahlt.
Barrier Hit Probability 10T
Misst die prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten 10 Tagen die Barriere vom Basiswert berührt oder durchschritten wird. Liegt die Restlaufzeit unter 10 Tagen, zeigt es die Barrierebruchwahrscheinlichkeit per Verfall.
Barrier Hit Probability bis Verfall
Misst die prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass während der Restlaufzeit des Produkts die Barriere verletzt wird.
Barrier Range Reverse Convertible
Der Barrier Range Reverse Convertible stellt einen ehemaligen Produkttyp der SVSP Swiss Derivative Map© dar. Das Produkt ermöglicht neben einem bedingten Kapitalschutz einen attraktiven Coupon, wenn sich der Basiswertkurs während der ganzen Laufzeit innerhalb eines vordefinierten Bereichs aufhält.
Barrier-Optionen
Barrier-Optionen sind Produkte, bei denen das Optionsrecht aktiviert wird oder verfällt, wenn der Kurs des Basiswerts bestimmte, vorher festgelegte Grenzen (Barriere) über- bzw. unterschreitet.
Barriere berührt
Wurde eine zu Beginn definierte Barriere berührt ändert sich das Payoff-Diagramm des Produktes. Der bedingte Kapitalschutz oder die Möglichkeit gar an sinkenden Kursen zu partizipieren geht verloren.
Barrierebruch-Wahrscheinlichkeit
Die Barrierebruch-Wahrscheinlichkeit (Barrier Hit Probability) misst die Wahrscheinlichkeit, dass in einer definierten Periode die Barriere des Produkts berührt oder durchbrochen wird. Üblicherweise werden als Zeiträume die nächsten zehn Tage und die Zeit bis zum Verfall angegeben.
Barrierebruch-Wahrscheinlichkeit (Verfall)
siehe: Barrier Hit Probability bis Verfall
Barriereverletzung
Wurde eine zu Beginn definierte Barriere berührt, ändert sich das Payoff-Diagramm des Produkts. Der bedingte Kapitalschutz oder die Möglichkeit, gar an sinkenden Kursen zu partizipieren, geht verloren.
Barwert
Aktueller diskontierter Wert einer Anlage.
Basis
Basis ist die Differenz der Bonitätsbewertung eines Unternehmens/Staates einerseits auf dem Bondmarkt und andererseits auf dem Kreditderivatmarkt. Theoretisch sollte die Basis null sein. Auf eine mögliche Abweichung setzen einzelne Strukturierte Produkte.
Bear/Short
Ein Bear- oder Short-Investment einzugehen heisst, auf einen fallenden Basiswert zu setzen. So können beispielsweise Tracker-Zertifikate mit dem Zusatz «Bear» gekennzeichnet werden. Mini-Futures werden mit dem Zusatz «Short» gekennzeichnet.
Bedingter Kapitalschutz
Der Begriff «bedingter Kapitalschutz» bedeutet, dass der Kapitalschutz an eine Bedingung geknüpft ist. Bedingungen sind das Nichteintreten eines Kreditereignisses oder die Unversehrtheit einer Barriere.
Bezugsverhältnis
Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Einheiten des Basiswerts über das Strukturierte Produkt oder die Option bezogen oder verkauft werden können. Das Bezugsverhältnis entspricht gerade dem Kehrwert der Ratio.
Bonus
Der Bonus, auch Bonus-Ertrag genannt, gibt die Höhe der möglichen Rendite eines (Capped-) Bonus-Zertifikats im Falle eines seitwärts tendierenden Basiswerts an. Der Bonus wird üblicherweise bei Emission bestimmt. Danach wird nur noch die Seitwärtsrendite betrachtet.
Bonus-Level
Das Bonus-Level entspricht dem Strike eines Bonus-Zertifikats. Es gibt an, welcher Betrag der Anleger mindestens erhält wenn die Barriere nie verletzt wurde.
Bull/Long
Ein Bull- oder Long-Investment einzugehen heisst, auf einen steigenden Basiswert zu setzen. So können beispielsweise Tracker-Zertifikate mit dem Zusatz «Bull» gekennzeichnet werden. Mini-Futures werden mit dem Zusatz «Long» gekennzeichnet.
Buyback-Ratio
Es misst den Anteil der Emittenten-Rückkäufe am Handelsumsatz auf Scoach. Grundsätzlich gilt, je geringer das Ratio (d.h. die Emittenten verkaufen mehr Produkte), desto höher das Anleger-Vertrauen in Strukturierte Produkte und umgekehrt.
Bärenmarkt
Der Bär (engl.: bear) steht an der Börse als Symbol für sinkende Kurse. Wie auch die Baisse beschreibt der Bärenmarkt ein Sinken der Kurse über einen längeren Zeitraum. Gegensatz: Bullenmarkt.
Bärenmarktrally
Als Bärenmarktrally wird eine zwischenzeitliche kräftige Erholung der Börsenkurse in einem insgesamt schwachen Umfeld bezeichnet.
Callable
Der Emittent hat ein frühzeitiges Kündigungsrecht, jedoch keine Verpflichtung.
Cash Settlement
siehe Barabgeltung
Catch-up Coupon
Es besteht die Möglichkeit (ein Szenario), dass ein nicht ausbezahlter "Coupon at risk" zu einem späteren Zeitpunkt aufgeholt werden kann (auch: Coupon mit Memory Effekt).
Credit Spread
Ermöglicht das Abschätzen der Bonität eines Schuldners. Der Credit Spread stellt die Risikoprämie eines Schuldners dar. Unternehmen mit schlechter Bonität weisen im Normalfall einen hohen Credit Spread auf.
Credit event
Eintritt eines Ereignisses, bei dem ein Schuldner die Ansprüche des Gläubigers aus der Gewährung eines Darlehens nicht erfüllen kann. Folgende Ereignisse können allein oder in Kombination ein Kreditereignis darstellen: Insolvenz des Referenzschuldners, Nichtzahlung durch den Referenzschuldner, mögliche vorzeitige Fälligkeit von Schulden, vorzeitige Fälligkeit von Schulden, Nichtanerkennung oder Aufschub von Zahlungsverpflichtungen durch den Referenzschuldner, Restrukturierung der Schulden.
Dynamische Strategien
Im Gegensatz zu statischen Strategien ändert sich bei dynamischen Strategien die Zusammensetzung oder Gewichtung der Basiswerte. Unterschieden wird dabei zwischen regelbasierten und diskretionären Strategien.
Eigenhandel
Verschiedene Geldinstitute wickeln nicht nur Aufträge für ihre Kunden ab, sondern handeln auch im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Primär ist der Eigenhandel im Investment-Banking eines Finanzinstitutes angesiedelt.
Emerging Markets
Bezeichnung für Aktienmärkte in Schwellenländern. Als Emerging Markets gelten insbesondere diejenigen in Lateinamerika, Südostasien und Osteuropa. Vielen dieser Märkte wird ein besonderes Wachstumspotenzial zugesprochen, da diese Regionen ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum aufweisen bzw. aufgewiesen haben als die grossen Industrienationen.
Exchange Traded Products (ETP)
Bei Exchange Traded Products (ETP) handelt es sich um Schuldverschreibungen, die als Wertpapier ausgegeben werden. ETP besitzen aber ausschliesslich eine symmetrische Auszahlungsstruktur und müssen besichert sein. ETP können auch mehr als einen Market Maker haben.
Fair-Value Gap
Der Fair-Value Gap entspricht der prozentualen Differenz zwischen dem aktuellen Briefkurs (Ask-Preis) und dem tatsächlichen Wert des Produkts.
Finanzierungslevel
Das Finanzierungslevel wird bei den Mini-Futures herangezogen. Es bestimmt die Höhe des Fremdfinanzierungsanteils und damit auch den Wert des Mini-Futures. In der Regel wird es über Nacht mit den aufgelaufenen Zinsen angepasst.
Historische Volatilität
Volatilität im Finanzbereich ist ein Gradmesser für die Schwankungsstärke eines Finanzinstruments. Die historische Volatilität gibt an, wie stark der Kurs eines bestimmten Finanzinstruments in der Vergangenheit geschwankt ist. Volatilitäten können für unterschiedliche Zeiträume berechnet werden. Häufig werden 100 oder 250 Handelstage verwendet.
ISIN
ISIN ist die Abkürzung für 'International Security Identification Number' . Diese zehnstellige Nummer dient der internationalen Identifikation von Wertpapieren.
Im Geld / In the Money
Eine Call-Option notiert im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich über dem Strike liegt. Ein Put liegt im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich unter dem Strike liegt.
In the Money
Siehe Im Geld
Knock-out
Der Knock-Out bestimmt die Kursschwelle bei der die Optionskomponente oder gar das ganze Produkt wertlos verfällt.
Kreditereignis
Siehe Credit event
Kursveränderung
Die Kursveränderung ist die Differenz zwischen dem Vortages-Schlusskurs und dem letztbezahlten Kurs.
Letzter Handelstag
Letzter Tag, an dem ein Wertpapier im Sekundärmarkt gehandelt werden kann.
Low Exercise Price Option (LEPO)
Bei der LEPO handelt es sich um eine Call-Option mit einem Strike nahe von null (z. B. 0.01). Diese Optionen werden vor allem für die Konstruktion von Partizipationsprodukten benutzt.
Management Fee p.a.
Mit diesem Begriff, auch Managementgebühr genannt, wird die prozentuale Verwaltungsgebühr beschrieben. Der Emittent entnimmt diese einmal im Jahr aus dem Produktwert/Kurs, um seine Kosten zu decken.
Out of the Money
Siehe Aus dem Geld
PMMI (Payoff Market Making Index)
Der Payoff Market Making Index stellt die Qualität des Market Maker dar. Die Werteskala reicht von 0 bis 100, wobei 0 eine sehr schlechte und 100 eine sehr gute Liquidität darstellt. Ein PMMI von 80 wird als genügend gewertet. Der Index basiert auf den QQM®-Rohdaten von SIX Structured Products.
Payoff-Diagramm
Unter einem Payoff-Diagramm wird die grafische Darstellung der Auszahlungsstruktur eines Finanzinstruments per Verfall verstanden. Die Payoff-Diagramme auf der SVSP Swiss Derivative Map bilden jeweils den typischsten Auszahlungsmechanismus eines Produkttyps per Verfall ab. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird bei Anlageprodukten auf die Darstellung der bearishen Produkttypen verzichtet.
Preissensitivität
siehe Griechen
Produkt-Informationsblatt (PIB)
Das Produktinformationsblatt (PIB) stellt eine zwei bis drei Seiten umfassende Produktbeschreibung dar, die einheitlich aufgebaut ist und die wichtigsten Eigenschaften und Risiken eines Produkts beschreibt.
Produktname
Der Produktname wird durch den Emittenten bestimmt. In der Regel besitzen Produkte des gleichen Emittenten und mit einem äquivalenten Payoff-Diagramm den gleichen Produktnamen mit dem Basiswert als Zusatz.
Produkttyp
Dies SVSP Swiss Derivative Map wird in Produktkategorien und Produkttypen aufgeteilt. Der Produkttyp wird aufgrund des Payoff-Diagramms (Auszahlungsprofil) per Verfall definiert. Produkte mit gleichem Payoff-Diagramm werden dem gleichen Produkttyp zugeordnet.
QQM®-Rohdaten
Die QQM®-Rohdaten beinhalten Daten, die die Liquidität eines Produkts über einen Tag messen. Neben der Kursverfügbarkeit stehen der durchschnittliche Spread und die angebotenen und nachgefragten Volumina der Market Maker im Zentrum. Die QQM®-Rohdaten bilden die Basis für den PMMI und sind kostenlos verfügbar.
Quartalsdividende
Form der Dividendenzahlung, die vor allem in den Vereinigten Staaten üblich ist. Die Dividende wird hierbei nicht pro Geschäftsjahr, sondern vierteljährlich gezahlt.
Quote Availability in %
Die Quote Availability beschreibt die Kursverfügbarkeit eines Produkts während eines Tages in Prozent. Die Quote Availability stellt die einseitige Kursverfügbarkeit dar. Es reicht also aus, wenn entweder der Bid-(Geld-) oder der Ask-(Brief-)Kurs vorhanden ist.
Rebate
Eine Ausschüttung aufgrund einer Barriereverletzung wird als Rebate bezeichnet. Der Rebate wird in Prozent des Nominals ausgewiesen.
Referenzanleihe
Bezeichnet die jeweilige Anleihe des Referenzschuldners, die dem Referenzschuldner-Zertifikat zugrunde liegt und das zusätzliche Kreditrisiko des Produkts definiert (siehe auch «Kreditereignis»).
Referenzschuldner
Bezeichnet den Schuldner einer Referenzanleihe.
Risikoklasse
Siehe "SVSP-Risikokennzahl"
Risikoloser Zins
Rendite, die ohne Risiko erzielt werden kann.
Rückzahlungsdatum
Datum, an welchem die Rückzahlung des Produkts erfolgt (Redemption Date).
SIX Structured Products Exchange AG
SIX Structured Products Exchange AG (ehemals Scoach Schweiz AG) betreibt die Börse für Strukturierte Produkte in der Schweiz und ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der SIX Swiss Exchange AG.
SVSP Kategorie
Die SVSP Swiss Derivative Map© teilt die Strukturierten Produkte in fünf Kategorien auf. Während Kapitalschutzprodukte einen Schutz des Nominals von mindestens 90% ermöglichen, verfügen Renditeoptimierungsprodukte über eine Gewinnbeschränkung. Partizipationsprodukte besitzen sowohl eine offene Partizipation gegen oben wie auch die Möglichkeit eines Totalverlusts. Hebelprodukte beinhalten einen Hebel, der es ermöglicht, gehebelt an steigenden wie auch an sinkenden Kursen zu partizipieren. Dabei werden die Hebelprodukte noch in Hebelprodukte mit und ohne Knock-Out eingeteilt.
SVSP-Risikokennzahl / SVSP-Risikorating
Die SVSP-Risikokennzahl basiert auf dem Value at Risk (VaR) und ermöglicht dem Anleger eine Einschätzung des Marktrisikos eines Produkts. Der VaR liegt zwischen 0 und 100. Je höher die Kennzahl, desto höher das Risiko. Aus der SVSP-Risikokennzahl wird das SVSP-Risikorating hergeleitet, das das Produkt einer Risikoklasse zuordnet. Das SVSP-Risikorating reicht von 1 bis 6, wobei 1 ein sehr tiefes und 6 ein sehr hohes Risiko darstellt. -> siehe Learning Curve: Wie funktioniert die Risikoklassifizierung bei Strukturierten Produkten?
Spread
Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufskurs. Die Höhe der Geld-Brief-Spanne hängt einerseits von der Liquidität des Basiswerts und der zugrundeliegenden Volatilität ab. Anderseits übt die Qualität des Market Maker einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Spanne aus. Wird dem Market Making keine grosse Beachtung geschenkt, resultiert daraus oft ein zu hoher Spread, zu wenig Volumen oder gar das Fehlen von Bid- und Ask-Kursen.
Spread Availability in %
Die Spread Availability beschreibt die Kursverfügbarkeit eines Produkts während eines Tages in Prozent. Die Spread Availability stellt die zweiseitige Kursverfügbarkeit dar. Es muss jeweils sowohl der Bid-(Geld-) wie auch der Ask-(Brief-)Kurs vorhanden sein.
Subtyp
Der Subtyp beschreibt die Richtung der Partizipation des Produkts. Call, Bull, aber auch Long stehen für Produkte welche auf steigende, Put, Bear und Short für Produkte, die auf sinkende Märkte setzen.
SwissDOTS
SwissDOTS ist ein alternativer Online-Handelsplatz für Hebelprodukte, welcher 2012 von der Swissquote zusammen mit UBS und Goldman Sachs lanciert wurde. SwissDOTS-Produkte können je nach Basiswert bis zu 14 Stunden täglich gehandelt werden. Ausserdem haben Anleger über SwissDOTS mehrere Ordermöglichkeiten. Über SwissDOTS kann man Derivate direkt mit Swissquote-Partner-Emittenten zum Einheitspreis von fünf Franken pro Trade (ohne Börsengebühren) handeln.
Symbol
In der Schweiz wird jedem Wertpapier (Aktie, Warrants etc) neben der Valorennummer noch eine fünfstelliges Kennwort beigefügt. Das Symbol ist analog der Valoren- bzw. Wertpapierkennummer bei jedem Instrument verschieden.
Tier 1 Ratio
Die Tier 1 Ratio stellt das Kernkapital in Prozent der risikogewichteten Aktiven dar.
Totalverlustrisiko
Das Totalverlustrisiko bezeichnet das Risiko, das eingesetzte Kapital beim Eingehen einer Position am Finanzmarkt vollständig zu verlieren. Dieses Risiko besteht theoretisch bei jedem Kauf einer Aktie (bei Insolvenz des Unternehmens), aber auch bei den meisten Strukturierten Produkten. Ausgenommen hiervon sind – solange der Emittent nicht zahlungsunfähig wird – Kapitalschutzprodukte, bei denen eine Mindestrückzahlung garantiert wird, sowie Reverse Convertibles, die zumindest einen festen Zins garantieren. Besonders hoch ist das Totalverlustrisiko aufgrund der Hebelwirkung bei vielen Warrants und Knock-out Warrants.
Umsatz
Der Umsatz zeigt in Wähungseinheiten ausgedrückt, wieviel Kapital in einem Warrant oder Zertifikat umgesetzt wurde (beinhaltet alle Käufe und Verkäufe)
Vega
Das Vega misst die Veränderung des Optionswerts bei einer Veränderung der Volatilität um 1%. Das Vega ist bei klassischen Optionen immer positiv.
Verfall
Der Verfall ist der letzte Tag der Laufzeit eines Strukturierten Produkts.
Wandelanleihe
Der Inhaber einer Wandelanleihe kann diese während der Laufzeit in eine bestimmte, vorher festgelegte Anzahl von Aktien der emittierenden Aktiengesellschaft umtauschen. Mit dem Umtausch in Aktien endet die Wandelanleihe. Findet keine Ausübung des Wandlungsrechts statt, wird die Anleihe am Ende der Laufzeit zurückbezahlt.
Wandelpreis
Der Wandelpreis ist typisch für Exchangeable-Zertifikate. Erst wenn der Kurs des Basiswerts den Wandelpreis übersteigt beginnt die eigentliche Partizipation an der positiven Kursentwicklung des Basiswerts.
Wandelprämie
Die Wandelprämie entspricht dem Anstieg des Basiswerts, den es benötigt, damit die Optionskomponente eines Exchangeable-Zertifikats wirksam wird. Aus der Addition von Wandelprämie und Basiswert bei Fixierung ergibt sich der Wandelpreis.
Warrants
Ein Warrant ist eine in einem Wertpapier verbriefte Option, deren Übertragbarkeit dadurch erleichtert wird. Warrants werden von einer Bank emittiert und sind meistens an einer Börse kotiert.
Währungsrisiko
Risiko, dass sich der Wert eines Produktes aufgrund der zugrunde liegenden Währung bis zur Fälligkeit bzw. Veräusserung ändert und dadurch den Rücktausch in Heimwährung positiv oder negativ beeinflusst.
Zeichnungsfrist
Die Zeichnungsfrist ist der Zeitraum, während dem der Anleger neue Strukturierte Produkte zeichnen kann, um sie später zu Emissionsbedingungen zu beziehen.
Zinsanteil Coupon
Für Produkte, die sich steuerlich als transparent und überwiegend einmalverzinslich (IUP) klassifizieren, gilt die modifizierte Differenzbesteuerung. Der Zinsanteil des Coupons bei solchen Produkten unterliegt für private Personen mit Steuerdomizil Schweiz der Einkommenssteuer. Der Prämienanteil des Coupons (Optionsanteil) ist für private Personen mit Steuerdomizil Schweiz als Kapitalgewinn steuerfrei. Der Zinsanteil der Couponszahlung unterliegt für schweizerische Zahlstellen der EU-Zinsbesteuerung.
Zusatzmerkmal
Die Zusatzmerkmale (ehemals Star Features) machen es möglich, Abweichungen vom klassischen Produkttyp zu umschreiben. So ist es möglich, leicht modifizierte Produkte mithilfe der Zusatzmerkmale zu kategorisieren. Typische Zusatzmerkmale sind z. B. Lookback, Lock-In oder Produkte mit COSI (Pfandbesicherung).
dp Liq.Rating
Das dp Liquidity Rating trifft eine Aussage über die Liquidität des Emittenten. Dabei werden basierend auf den Qualitätsmerkmalen von SIX Structured Products die Produkte aufgrund der Handelbarkeit bewertet. Sechs steht dabei für ein ausgezeichnetes und eins für eine miserable Liquidität.
dp Produkt-Rating
Das dp Produkt-Rating besteht aus drei Sternen und sechs Farben, welche dem Interessierten einen möglichst schnellen Überblick über die Attraktivität (Preis/Liquidität) und Chance/Risiko eines Produktes vermitteln.
dp Produkt-Report
Beim dp Produkt-Report handelt es sich um ein standardisiertes Factsheet für alle an der SIX Structured Products Exchange gelisteten Strukturierten Produkte, unabhängig von der Produktstruktur und dem Emittenten. Dank des einheitlichen Aufbaus ermöglicht der neue Report den Anlegern einen einfachen Vergleich zwischen verschiedenen Produkten.