Abgeltungssteuer
Bei der Abgeltungssteuer handelt es sich um eine Quellensteuer auf Kapitalerträge. Während in der Schweiz nur Zinsen und Dividenden als Kapitalerträge und somit steuerbarer Gewinn erfasst werden, müssen in zahlreichen Ländern, darunter auch Deutschland, die Wertsteigerungen des Kapitalvermögens mitbesteuert werden.
Absicherung (Hedging)
Die Absicherung eines Produkts oder Portfolios dient dazu ein bestehendes Marktrisiko zu minimieren. Dabei werden mit geeigneten Transaktionen die Kursschwankungen des Produkts oder Portfolios ausgeglichen.
Abstand zum Stop-Loss
Der Stop-Loss ist bei Mini-Futures anzutreffen und wird wie der Finanzierungslevel in periodischen Abständen angepasst. Wird der Stop-Loss-Level berührt oder unterschritten, verfällt das Produkt vorzeitig. Im Gegensatz zum Knock-Out erfolgt eine Glattstellung der Position, wodurch noch ein Restbetrag ausgezahlt werden kann. Der Abstand zum Stop-Loss bestimmt den Risikopuffer gegenüber einem vorzeitigen Verfall des Mini-Futures.
Abstand zum Strike
Der Abstand zum Strike ermöglicht abzuschätzen, wie weit der Basiswertkurs vom Ausübungspreis der dem Produkt zugrundeliegenden Option entfernt ist.
Abstand zur Barriere
Der Abstand zur Barriere bestimmt den Risikopuffer gegenüber einem vorzeitigen Verfall der Option. Je näher sich der Basiswertkurs an der Barriere befindet, umso grösser ist das Risiko, den bedingten Kapitalschutz oder die Möglichkeit, an sinkenden Kursen zu partizipieren, zu verlieren.
Agio (Aufgeld)
Ist gleich der Differenz zwischen dem Nominal (Nennwert) und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers bei dessen Emmision. Das Agio wird normalerweise in Prozent ausgewiesen. Gegenteil: Discount (Disagio).
Aktienanleihe
Ist die deutsche Bezeichnung für einen Reverse Convertible.
Aktienindex
Kann als Barometer interpretiert werden, das die Entwicklung eines Aktienmarktes (oder eines Teilmarktes) repräsentativ spiegeln soll. Aktienindizes werden in Punkten angegeben und laufend aktualisiert.
Aktive Anlageinstrumente
Im Gegensatz zu passiven Anlageinstrumenten findet hier eine aktive Bewirtschaftung statt. Dies bedeutet, dass sich zum Beispiel die Zusammensetzung des Instruments, beispielsweise durch das aktive Eingreifen eines Fondsmanagers, ändern kann.
Alpha
Als Alpha bezeichnet man den risikobereinigten Gewinn einer Anlage. Besonders Hedge Funds zielen darauf, für ihre Portfolios ein Alpha zu generieren.
Am Geld
Eine Option oder ein Optionsschein liegt am Geld, «At the Money», wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts ungefähr dem Strike (Ausübungspreis) entspricht.
Amerikanischer Optionstyp
Das Ausübungsrecht aus einem amerikanischen Optionstyp kann im Gegensatz zum europäischen Optionstyp jederzeit bis zur Fälligkeit verwendet werden.
Anfallende Erträge
Beispiele für in den Basiswerten anfallende Erträge sind Dividenden von Aktien oder Zinszahlungen von Obligationen.
Anlagefonds
Beim Anlagefonds handelt es sich um ein Vermögen, das aufgrund öffentlicher Werbung von Anlegern zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und von einer Fondsleitung in der Regel nach dem Grundsatz der Diversifikation auf Rechnung der Anleger verwaltet wird.
Anpassungsschwelle
Bei grossen Schwankungen des Basiswertkurses ist es für Constant Leverage-Zertifikate möglich, dass eine untertägige (intraday) Anpassung des Produkts stattfindet, indem ein neuer Tag simuliert wird. Dies ist dann der Fall, wenn das Produkt wertlos zu werden droht und der Basiswertkurs unter die Anpassungsschwelle sinkt, also zum Beispiel der Basiswertpreis eines Produkts mit Faktor 5 nahezu 20% an Wert einbüsst und somit der Wert des Zertifikats gegen null fällt.
At the Money
siehe Am Geld
Auction Rate Securities (ARS)
Bei den Auction Rate Securities (ARS) handelt es sich um langlaufende Anleihen mit variablem Zins. Die Höhe dieses Zinses wird in regelmässigen Auktionen (z. B. alle 30 Tage) neu festgesetzt. Hauptsächlich dienen ARS amerikanischen Unternehmen zur Finanzierung.
Auftragsbuch
Auch Order Book genannt, zeigt die aktuell angebotenen Preise und Volumen sowohl auf der Käufer- (Buy) wie auch auf der Verkäuferseite (Sell).
Aus dem Geld
Deutscher Ausdruck für «Out of the Money». Der Kurs des Basiswerts liegt unterhalb des Strike einer Call-Option bzw. oberhalb des Strike einer Put-Option.
Auszahlungsprofil
siehe Payoff-Diagramm
Ausübungspreis (Strike)
Der Ausübungspreis eines Strukturierten Produkts wird üblicherweise durch die Optionskomponente bestimmt. Der Ausübungspreis bestimmt, zu welchem Kurs der zugrundeliegende Basiswert einer Optione gekauft (Call) oder verkauft (Put) werden kann. Im Payoff-Diagramm des Strukturierten Produkts erscheint der Strike als Knick.
Ausübungsrecht
Jede Option enthält ein Optionsrecht, das der Inhaber der Option am Ende der Laufzeit (europäischer Optionstyp) oder jederzeit während der Laufzeit (amerikanischer Optionstyp) ausüben kann. Ein Call-Warrant verbrieft das Recht zum Kauf eines festgelegten Basiswerts zu einem bestimmten Preis (Ausübungspreis) in einer bestimmten Menge. Ein Put-Warrant verbrieft ein entsprechendes Verkaufsrecht.
Auto-Callable
Liegt der Basiswertkurs an einem Beobachtungstag auf oder über (bull) bzw. auf oder unter (bear) einer im Voraus definierten Schwelle ("Autocall Trigger"), führt dies zu einer vorzeitigen Rückzahlung des Produkts.
Average Buy Value
Stellt den über einen Tag gemittelten Wert des vom Emittenten respektive vom Market Maker nachgefragten Volumens dar.
Average Buy Volume
Stellt die über einen Tag gemittelte Anzahl vom Emittenten respektive vom Market Maker nachgefragter Produkte dar.
Average Sell Value
Stellt den über einen Tag gemittelten Wert des vom Emittenten respektive vom Market Maker angebotenen Volumens dar.
Average Sell Volume
Stellt die über einen Tag gemittelte Anzahl vom Emittenten respektive vom Market Maker angebotener Produkte dar.