Backtesting
Das Backtesting ermöglicht die Beobachtung des möglichen Verhaltens eines Strukturierten Produkts während der Laufzeit anhand historischen Daten.
Backwardation
Beschreibt eine Preissituation bei Termingeschäften, bei der Termingeschäfte mit längerer Laufzeit einen tieferen Preis aufweisen als solche mit kürzerer Laufzeit. Durch den Ersatz von auslaufenden Terminkontrakten mit länger laufenden Kontrakten entstehen sogenannte Rollgewinne. Das gegenteilige Szenario wird als Contango bezeichnet.
Baisse
Die Baisse beschreibt ein nachhaltiges Sinken der Wertpapierkurse einzelner Marktbereiche oder des Gesamtmarktes über einen mittleren bis längeren Zeitraum. Gegensatz: Hausse.
Barabgeltung (Cash Settlement)
Erreicht ein Strukturiertes Produkt das Ende der Laufzeit, kommt es zur Rückzahlung gemäss dem im Termsheet definierten Payoff-Diagramm. Dabei kann der Emittent die Rückzahlung gemäss Produktbeschreibung (Termsheet) über die physische Lieferung des Basiswerts oder eine Barabgeltung vollziehen. Bei der Barabgeltung, auch Cash Settlement genannt, erhält der Anleger den Wert (zum Zeitpunkt des Final Fixing) des Produkts am Tag der Rückzahlung (Redemption Date) in bar ausgezahlt.
Barrier Hit Probability 10T
Misst die prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten 10 Tagen die Barriere vom Basiswert berührt oder durchschritten wird. Liegt die Restlaufzeit unter 10 Tagen, zeigt es die Barrierebruchwahrscheinlichkeit per Verfall.
Barrier Hit Probability bis Verfall
Misst die prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass während der Restlaufzeit des Produkts die Barriere verletzt wird.
Barrier Range Reverse Convertible
Der Barrier Range Reverse Convertible stellt einen ehemaligen Produkttyp der SVSP Swiss Derivative Map© dar. Das Produkt ermöglicht neben einem bedingten Kapitalschutz einen attraktiven Coupon, wenn sich der Basiswertkurs während der ganzen Laufzeit innerhalb eines vordefinierten Bereichs aufhält.
Barrier-Optionen
Barrier-Optionen sind Produkte, bei denen das Optionsrecht aktiviert wird oder verfällt, wenn der Kurs des Basiswerts bestimmte, vorher festgelegte Grenzen (Barriere) über- bzw. unterschreitet.
Barriere berührt
Wurde eine zu Beginn definierte Barriere berührt ändert sich das Payoff-Diagramm des Produktes. Der bedingte Kapitalschutz oder die Möglichkeit gar an sinkenden Kursen zu partizipieren geht verloren.
Barrierebruch-Wahrscheinlichkeit
Die Barrierebruch-Wahrscheinlichkeit (Barrier Hit Probability) misst die Wahrscheinlichkeit, dass in einer definierten Periode die Barriere des Produkts berührt oder durchbrochen wird. Üblicherweise werden als Zeiträume die nächsten zehn Tage und die Zeit bis zum Verfall angegeben.
Barrierebruch-Wahrscheinlichkeit (Verfall)
siehe: Barrier Hit Probability bis Verfall
Barriereverletzung
Wurde eine zu Beginn definierte Barriere berührt, ändert sich das Payoff-Diagramm des Produkts. Der bedingte Kapitalschutz oder die Möglichkeit, gar an sinkenden Kursen zu partizipieren, geht verloren.
Barwert
Aktueller diskontierter Wert einer Anlage.
Basis
Basis ist die Differenz der Bonitätsbewertung eines Unternehmens/Staates einerseits auf dem Bondmarkt und andererseits auf dem Kreditderivatmarkt. Theoretisch sollte die Basis null sein. Auf eine mögliche Abweichung setzen einzelne Strukturierte Produkte.
Bear/Short
Ein Bear- oder Short-Investment einzugehen heisst, auf einen fallenden Basiswert zu setzen. So können beispielsweise Tracker-Zertifikate mit dem Zusatz «Bear» gekennzeichnet werden. Mini-Futures werden mit dem Zusatz «Short» gekennzeichnet.
Bedingter Kapitalschutz
Der Begriff «bedingter Kapitalschutz» bedeutet, dass der Kapitalschutz an eine Bedingung geknüpft ist. Bedingungen sind das Nichteintreten eines Kreditereignisses oder die Unversehrtheit einer Barriere.
Bezugsverhältnis
Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Einheiten des Basiswerts über das Strukturierte Produkt oder die Option bezogen oder verkauft werden können. Das Bezugsverhältnis entspricht gerade dem Kehrwert der Ratio.
Bonus
Der Bonus, auch Bonus-Ertrag genannt, gibt die Höhe der möglichen Rendite eines (Capped-) Bonus-Zertifikats im Falle eines seitwärts tendierenden Basiswerts an. Der Bonus wird üblicherweise bei Emission bestimmt. Danach wird nur noch die Seitwärtsrendite betrachtet.
Bonus-Level
Das Bonus-Level entspricht dem Strike eines Bonus-Zertifikats. Es gibt an, welcher Betrag der Anleger mindestens erhält wenn die Barriere nie verletzt wurde.
Bull/Long
Ein Bull- oder Long-Investment einzugehen heisst, auf einen steigenden Basiswert zu setzen. So können beispielsweise Tracker-Zertifikate mit dem Zusatz «Bull» gekennzeichnet werden. Mini-Futures werden mit dem Zusatz «Long» gekennzeichnet.
Buyback-Ratio
Es misst den Anteil der Emittenten-Rückkäufe am Handelsumsatz auf Scoach. Grundsätzlich gilt, je geringer das Ratio (d.h. die Emittenten verkaufen mehr Produkte), desto höher das Anleger-Vertrauen in Strukturierte Produkte und umgekehrt.
Bärenmarkt
Der Bär (engl.: bear) steht an der Börse als Symbol für sinkende Kurse. Wie auch die Baisse beschreibt der Bärenmarkt ein Sinken der Kurse über einen längeren Zeitraum. Gegensatz: Bullenmarkt.
Bärenmarktrally
Als Bärenmarktrally wird eine zwischenzeitliche kräftige Erholung der Börsenkurse in einem insgesamt schwachen Umfeld bezeichnet.