Glossary

Bei der Abgeltungssteuer handelt es sich um eine Quellensteuer auf Kapitalerträge. Während in der Schweiz nur Zinsen und Dividenden als Kapitalerträge und somit steuerbarer Gewinn erfasst werden, müssen in zahlreichen Ländern, darunter auch Deutschland, die Wertsteigerungen des Kapitalvermögens besteuert werden.

Die Absicherung eines Produkts oder Portfolios dient dazu, ein bestehendes Marktrisiko zu minimieren. Dabei werden mit geeigneten Transaktionen die Kursschwankungen des Produkts oder Portfolios ausgeglichen.

Der Stopp-Loss ist bei Mini-Futures anzutreffen und wird wie der Finanzierungslevel in periodischen Abständen angepasst. Wird der Stopp-Loss-Level berührt oder unterschritten, verfällt das Produkt vorzeitig. Im Gegensatz zum Knock-Out erfolgt eine Glattstellung der Position, wodurch noch ein Restbetrag ausgezahlt werden kann. Der Abstand zum Stopp-Loss bestimmt den Risikopuffer gegenüber einem vorzeitigen Verfall des Mini-Futures.

Der Abstand zum Strike ermöglicht abzuschätzen, wie weit der Basiswertkurs vom Ausübungspreis, der dem Produkt zugrundeliegenden Option entfernt ist.

Der Abstand zur Barriere bestimmt den Risikopuffer gegenüber einem vorzeitigen Verfall der Option. Je näher sich der Basiswertkurs an der Barriere befindet, umso grösser ist das Risiko, den bedingten Kapitalschutz oder die Möglichkeit, an sinkenden Kursen zu partizipieren, zu verlieren.

Zertifikate, welche auf einer dynamischen Strategie basieren und eine aktive Bewirtschaftung erfordern. Die Zusammensetzung des Basiswertkorbes kann sich während der Laufzeit entsprechend den vorgegebenen Investitionsrichtlinien und dem Titeluniversum verändern.

Ist gleich der Differenz zwischen dem Nominal (Nennwert) und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers bei dessen Emission. Das Agio wird normalerweise in Prozent ausgewiesen. Gegenteil: Discount (Disagio).

Ist die deutsche Bezeichnung für einen Reverse Convertible.

Im Gegensatz zu passiven Anlageinstrumenten findet hier eine aktive Bewirtschaftung statt. Dies bedeutet, dass sich zum Beispiel die Zusammensetzung des Instruments, beispielsweise durch das aktive Eingreifen eines Fondsmanagers, ändern kann.

Eine Option oder ein Optionsschein liegt am Geld, «At the Money», wenn der aktuelle Kurs des Basiswerts ungefähr dem Strike (Ausübungs- preis) entspricht.

Das Ausübungsrecht aus einem amerikanischen Optionstyp kann im Gegensatz zum europäischen Optionstyp jederzeit bis zur Fälligkeit verwendet werden.

Beispiele für in den Basiswerten anfallende Erträge sind Dividenden von Aktien oder Zinszahlungen von Obligationen.

Beim Anlagefonds handelt es sich um ein Vermögen, das aufgrund öffentlicher Werbung von Anlegern zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und von einer Fondsleitung in der Regel nach dem Grundsatz der Diversifikation auf Rechnung der Anleger verwaltet wird.

Bei grossen Schwankungen des Basiswertkurses ist es für Constant Leverage-Zertifikat möglich, dass eine untertägige (intraday) Anpassung des Produkts stattfindet, indem ein neuer Tag simuliert wird. Dies ist dann der Fall, wenn das Produkt wertlos zu werden droht und der Basiswertkurs unter die Anpassungsschwelle sinkt, also zum Beispiel der Basiswertkurs eines Produkts mit Faktor 5 nahezu 20% an Wert einbüsst und somit der Wert des Zertifikats gegen null fällt.

Es handelt sich um ein Geschäft, das die Erzielung eines risikolosen Gewinns ermöglicht. Dies geschieht zum Beispiel durch das Ausnutzen von Marktineffizienzen.

Bei der asiatischen Option handelt es sich um eine pfadabhängige exotische Option. Massgebend für den Rückzahlungsbetrag am Ende der Laufzeit ist der Kurs des Basiswerts zu am Beginn definierten Beobachtungszeitpunkten. Üblicherweise wird für die Rückzahlung das arithmetische Mittel dieser beobachteten Basiswertkurse verwendet.

siehe Briefkurs

Ziel einer Asset Allocation ist die Optimierung von Risiko und Ertrag in einem Portfolio. Dabei beschreibt die Asset Allocation die Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Finanzprodukte (Aktien, Obligationen, Strukturierte Produkte, Devisen, Immobilien etc.).

Bei ABS handelt es sich um forderungsbesicherte verzinsliche Wertpapiere, die von einer Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) ausgegeben werden. Dabei wird je nach Art der Forderung unterschieden. Typische Asset Backed Securities beziehen sich auf Forderungen aus Kreditkarten, Konsumentenkrediten, Leasingforderungen, Sozialversicherungsbeiträgen oder zum Beispiel Forderungen aus dem Verkauf von Fussballtickets. Bei Asset Backed Securities auf Hypotheken handelt es sich um Mortgage Backed Securities.

Hier handelt es sich um eine binäre (digitale) Option. Liegt der Basiswert oberhalb der Schwelle, erhält der Anleger den Basiswert geliefert. Ansonsten erleidet er einen Totalverlust.

Hier handelt es sich um eine binäre (digitale) Option. Liegt der Basiswert unterhalb der Schwelle, erhält der Anleger den Basiswert geliefert. Ansonsten erleidet er einen Totalverlust.

siehe Am Geld

Bei den Auction Rate Securities (ARS) handelt es sich um langlaufende Anleihen mit variablem Zins. Die Höhe dieses Zinses wird in regelmässigen Auktionen (z. B. alle 30 Tage) neu festgesetzt.

Auch Order Book genannt, zeigt die aktuell angebotenen Preise und Volumen sowohl auf der Käufer- (Buy) wie auch auf der Verkäuferseite (Sell).

Deutscher Ausdruck für «Out of the Money». Der Kurs des Basiswerts liegt unterhalb des Strike einer Call-Option bzw. oberhalb des Strike einer Put-Option.

siehe Payoff-Diagramm

Der Ausübungspreis eines Strukturierten Produkts wird üblicherweise durch die Optionskomponente bestimmt. Der Ausübungspreis bestimmt, zu welchem Kurs der zugrundeliegende Basiswert einer Option gekauft (Call) oder verkauft (Put) werden kann. Im Payoff-Diagramm des Strukturierten Produkts erscheint der Strike als Knick.

Jede Option enthält ein Optionsrecht, das der Inhaber der Option am Ende der Laufzeit (europäischer Optionstyp) oder jederzeit während der Laufzeit (amerikanischer Optionstyp) ausüben kann. Ein Call-Warrant verbrieft das Recht zum Kauf eines festgelegten Basiswerts zu einem bestimmten Preis (Ausübungspreis) in einer bestimmten Menge. Ein Put-Warrant verbrieft ein entsprechendes Verkaufsrecht.

Liegt der Basiswertkurs an einem Beobachtungstag auf oder über (bull) bzw. auf oder unter (bear) einer im Voraus definierten Schwelle («Autocall Trigger»), führt dies zu einer vorzeitigen Rückzahlung des Produkts.

Stellt den über einen Tag gemittelten Wert des vom Emittenten respektive vom Market Maker nachgefragten Volumens dar.

Stellt die über einen Tag gemittelte Anzahl vom Emittenten respektive vom Market Maker nachgefragter Produkte dar.

Stellt den über einen Tag gemittelten Wert des vom Emittenten respektive vom Market Maker angebotenen Volumens dar.

Stellt die über einen Tag gemittelte Anzahl vom Emittenten respektive vom Market Maker angebotener Produkte dar.

Die BX Swiss (ehemals Berner Börse) ist eine Schweizer Börse, an welcher unter anderem Strukturierte Produkte gehandelt werden können.

Das Backtesting ermöglicht die Beobachtung des möglichen Verhaltens eines Strukturierten Produkts während der Laufzeit anhand historischer Daten.

Beschreibt eine Preissituation bei Termingeschäften, bei der Termingeschäfte mit längerer Laufzeit einen tieferen Preis aufweisen als solche mit kürzerer Laufzeit. Durch den Ersatz von auslaufenden Terminkontrakten mit länger laufenden Kontrakten entstehen sogenannte Rollgewinne. Das gegenteilige Szenario wird als Contango bezeichnet.

Erreicht ein Strukturiertes Produkt das Ende der Laufzeit, kommt es zur Rückzahlung gemäss dem im Termsheet definierten Payoff-Diagramm. Dabei kann der Emittent die Rückzahlung gemäss Produktbeschreibung (Termsheet) über die physische Lieferung des Basiswerts oder eine Barabgeltung vollziehen. Bei der Barabgeltung, auch Cash Settlement genannt, erhält der Anleger den Wert (zum Zeitpunkt des Final Fixing) des Produkts am Tag der Rückzahlung (Redemption Date) in bar ausgezahlt.

Barrier-Optionen sind Produkte, bei denen das Optionsrecht aktiviert wird oder verfällt, wenn der Kurs des Basiswerts bestimmte, vorher festgelegte Grenzen (Barriere) über- bzw. unterschreitet.

Die Barriere entspricht dem Kurs des Basiswerts, bei dessen Berührung oder Unterrespektive Überschreitung sich das Payoff-Diagramm ändert. Wird der Schwellenwert einer Barriere im Basiswert verletzt, führt dies zu veränderten Rückzahlungskonditionen (Payoff) im Strukturierten Produkt. Bleibt der Basiswert oberhalb der Barriere, erhält der An- leger eine Mindestauszahlung.

Die Barrieredurchbruch-Wahrscheinlichkeit (Barrier Hit Probability) misst die Wahrscheinlichkeit, dass in einer definierten Periode die Barriere des Produkts berührt oder durchbrochen wird. Üblicherweise werden als Zeiträume die nächsten zehn Tage und die Zeit bis zum Verfall angegeben.

Wurde eine zu Beginn definierte Barriere berührt, ändert sich das Payoff-Diagramm des Produkts. Der bedingte Kapitalschutz oder die Möglichkeit, gar an sinkenden Kursen zu partizipieren, geht verloren.

Aktueller diskontierter Wert einer Anlage.

Basis ist die Differenz der Bonitätsbewertung eines Unternehmens/ Staates einerseits auf dem Bondmarkt und andererseits auf dem Kreditderivatmarkt. Theoretisch sollte die Basis null sein. Auf eine mögliche Abweichung setzen einzelne Strukturierte Produkte.

Das Basisinformationsblatt enthält in leicht verständlicher Form Informationen zur Art und zu Merkmalen eines Finanzprodukts, Risiko- und Ertragsprofil sowie Kosten. Das BIB ist das Schweizer Pendant zum europäischen Key Information Document (KID).

Der Basispreis ist der Preis, zu dem der Inhaber einer Option oder eines Warrant den Basiswert erwerben oder veräussern kann, wenn er das Optionsrecht ausübt. Der Basispreis entspricht dem Ausübungspreis (Strike).

Der Basiswert ist das Finanzinstrument, auf das sich ein Hebel- oder Strukturiertes Produkt bezieht. Die Kursbewegung des Basiswerts ist der wichtigste Einflussfaktor für die Kursbewegung des Strukturierten Produkts. Als Basiswerte kommen Aktien, Aktienkörbe (Baskets), Indizes, Währungen, Rohstoffe, Anleihen oder Futures in Frage.

Entspricht einem Korb (Basket) von einzelnen Anlagewerten. Meist werden Produkte aus demselben Sektor in einem Basket vereint. Bei den Strukturierten Produkten beziehen sich meist Tracker-Zertifikate auf vordefinierte Aktienkörbe (Baskets).

Entspricht einer Option, deren Auszahlung von mehreren Basiswerten abhängt.

Beim Bear Spread handelt es sich um eine Optionsstrategie, die eine gehebelte Partizipation an einem leicht sinkenden Basiswertkurs ermöglicht.

Ein Tracker-Zertifikat, das von sinkenden Basiswertkursen profitiert.

Ein Bear- oder Short-Investment einzugehen heisst, auf einen fallenden Basiswert zu setzen. So können beispielsweise Tracker-Zertifikate mit dem Zusatz «Bear» gekennzeichnet werden. Mini-Futures werden mit dem Zusatz «Short» gekennzeichnet.

Der Begriff «bedingter Kapitalschutz» bedeutet, dass der Kapitalschutz an eine Bedingung geknüpft ist. Bedingungen sind das Nichteintreten eines Kreditereignisses oder die Unversehrtheit einer Barriere.

Ist ein Referenz- oder Vergleichswert, der zur Beurteilung von Erfolg und Misserfolg einer Anlage herangezogen wird.

siehe COSI

Auftrag wird zum bestmöglichen Geld- oder Briefkurs ausgeführt. Dies macht jedoch nur Sinn, wenn genug Volumen im Auftragsbuch vorhanden ist. Bei kleinen Volumina riskiert der Anleger, beim Kauf (Verkauf) weit mehr (weniger) zu zahlen (zu erhalten), als er annehmen durfte.

Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Einheiten des Basiswerts über das Strukturierte Produkt oder die Option bezogen oder verkauft wer- den können. Das Bezugsverhältnis entspricht gerade dem Kehrwert der Ratio.

siehe Geldkurs

siehe Geld-Brief-Spanne

Das Binomialmodell bewertet Optionen mithilfe von Replikationen. Dabei wird ein Portfolio aus dem Basiswert und einer risikolosen Anlage gebildet, das zu jeder Zeit genau die gleiche Auszahlung generiert wie die Option selbst.

Exotische Option, die eine fixe Auszahlung liefert, wenn der Kurs des Basiswerts am Laufzeitende über bzw. unter dem Strike notiert.

Das Black-Scholes-Modell ist eines der ersten und berühmtesten Modelle zur Berechnung fairer Optionspreise. Für die Entwicklung des Modells wurde im Jahr 1997 der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften an Myron Scholes und Robert C. Merton verliehen. Fisher Black war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Die ursprüngliche Form des Black- Scholes-Modells ist bis heute vielfach weiterentwickelt worden.

Wert der verzinslichen Komponente (Bond-Komponente) eines Strukturierten Produkts. Wird vor allem für die modifizierte Differenzbesteuerung benötigt.

Ist die englische Bezeichnung für Obligationen.

Die Bonität ist ein Mass für die Zahlungsfähigkeit und die Zahlungswilligkeit eines Schuldners. Für die Einschätzung der finanziellen Sicherheit des Schuldners helfen zum Beispiel Ratings oder Credit Spreads.

Der Bonus, auch Bonus-Ertrag genannt, gibt die Höhe der möglichen Rendite eines (Capped-) Bonus-Zertifikats im Falle eines seitwärts tendierenden Basiswerts an. Der Bonus wird üblicherweise bei Emission bestimmt. Danach wird nur noch die Seitwärtsrendite betrachtet.

Der Bonus-Level entspricht dem Strike eines Bonus-Zertifikats. Es gibt an, welchen Betrag der Anleger mindestens erhält, wenn die Barriere nie verletzt wurde.

Die Bonusrendite zeigt, die durch den Bonus ermöglichte Rendite an. Sie entspricht bei Emission ungefähr der Seitwärtsrendite. Steigt jedoch der Kurs des Zertifikats über den Strike, dreht das Vorzeichen, im Gegensatz zur Seitwärtsrendite, ins Negative.

siehe Gewinnschwelle

Der Briefkurs (engl. Ask) stellt den Verkaufspreis aus Sicht des Market Maker dar. Es entspricht dem Kurs, zu dem der Anleger ein Wertpapier kaufen kann.

Ein Bull- oder Long-Investment einzugehen heisst, auf einen steigenden Basiswert zu setzen. So können beispielsweise Tracker-Zertifikate mit dem Zusatz «Bull» gekennzeichnet werden. Mini-Futures werden mit dem Zusatz «Long» gekennzeichnet. Beim Bull Spread handelt es sich um eine Optionsstrategie, die eine gehebelte Partizipation an einem leicht steigenden Basiswertkurs ermöglicht.

Der Bullenmarkt (oder Hausse) beschreibt einen Anstieg der Kurse über einen längeren Zeitraum.

Reine Optionsstrategie, bei der der Anleger von seitwärts tendierenden Kursen profitiert.

Misst den Anteil der Emittenten-Rückkäufe am Handelsumsatz an SIX Swiss Exchange. Grundsätzlich gilt, je geringer das Ratio (d.h. die Emittenten verkaufen mehr Produkte), desto höher das Anleger-Vertrauen in Strukturierte Produkte und umgekehrt.

Der Bär (engl.: bear) steht an der Börse als Symbol für sinkende Kurse. Wie auch die Baisse beschreibt der Bärenmarkt ein Sinken der Kurse über einen längeren Zeitraum. Gegensatz: Bullenmarkt.

Als Bärenmarktrally wird eine zwischenzeitliche kräftige Erholung der Börsenkurse in einem insgesamt schwachen Umfeld bezeichnet.

COSI steht für Collateral Secured Instruments und bezeichnet ein Segment von Strukturierten Produkten, dass das Emittentenrisiko minimiert. Dabei werden auf Basis des Marktpreises und des Fair Value eines Produkts Sicherheiten in Form eines Pfands bei der SIX Swiss Exchange hinterlegt.

Eine Call-Option enthält das Recht, zu einem festen Zeitpunkt (europäischer Optionstyp) oder während einer bestimmten Frist (amerikanischer Optionstyp) oder an bestimmten Tagen (Bermuda-Option) einen bestimmten Basiswert zu einem genau festgelegten Preis (Strike/ Ausübungspreis) in einer bestimmten Menge zu kaufen. Ein steigender Preis des Basiswerts führt daher zu einer Wertsteigerung des Optionsrechts und damit der Option. Inhaber von Calls profitieren folglich von steigenden Kursen des Basiswerts.

Der Emittent hat ein frühzeitiges Kündigungsrecht, jedoch keine Verpflichtung.

Strukturierte Produkte sind teils mit einem Cap ausgestattet. Er begrenzt zwar das Gewinnpotenzial des Anlegers, erlaubt aber im Gegenzug attraktivere Konditionen bei seitwärts tendierenden oder nur leicht steigenden Kursen.

siehe Barabgeltung

Hier handelt es sich um eine binäre (digitale) Option. Liegt der Basiswert oberhalb der Schwelle, erhält der Anleger einen zu Beginn definierten Betrag ausgezahlt. Ansonsten erleidet er einen Totalverlust.

Hier handelt es sich um eine binäre (digitale) Option. Liegt der Basiswert unterhalb der Schwelle, erhält der Anleger einen zu Beginn definierten Betrag ausgezahlt. Ansonsten erleidet er einen Totalverlust.

Es besteht die Möglichkeit (ein Szenario), dass ein nicht ausbezahlter «Coupon at risk» zu einem späteren Zeitpunkt aufgeholt werden kann (auch: Coupon mit Memory Effekt).

Bei dieser exotischen Option hat sich der Anleger während einer bestimmten Periode zu entscheiden, ob er die Option am Ende der Laufzeit als Call- oder als Put-Option ausüben will.

Die Aufgabe des Clearing & Settlement ist, die Abrechnung (Clearing) und die Abwicklung (Settlement) von Trades zu ermöglichen. Für in der Schweiz emittierte Strukturierte Produkte gelten die SIX x-clear AG als Clearing-Stelle und die SIX SIS AG, die Euroclear und die Clearstream in Luxemburg als anerkannte Settlement-Organisationen.

siehe Ratchet-Option

Sicherheiten, die als Pfand hinterlegt werden müssen.

Collateralized Debt Obligations (CDO) sind strukturierte Finanzierungen. Sie stellen in drei Tranchen aufgeteilte festverzinsliche Wertpapiere dar: Senior-Tranche (kleinstes Ausfallrisiko), Mezzanine-Tranche (mittleres Ausfallrisiko) und Equity-Tranche (grösstes Ausfallrisiko). Je grösser das Risiko, umso grösser auch der Coupon. Als Grundlage dienen hypothekenbesicherte Wertpapiere und/oder High-Yield-Anleihen.

Commodities ist der englische Ausdruck für Waren und Güter wie zum Beispiel Getreide, Öl, Kakao etc.

Entspricht die Handelswährung eines Strukturierten Produkts nicht der Währung des Basiswerts, so handelt es sich um ein Composite-Produkt. Der Preis des Produkts ergibt sich aus der Kursentwicklung des Basiswerts und den Veränderungen des Wechselkurses. Eine mögliche Absicherung wird durch die Quanto-Ausgestaltung umgesetzt.

Exotische Option, die als Basiswert selbst wieder eine Option besitzt.

Reine Optionsstrategie, bei der der Anleger von seitwärts tendierenden Kursen profitiert.

Beschreibt die Preissituation bei Terminkontrakten, bei der die Kontrakte mit längerer Restlaufzeit einen höheren Preis aufweisen als solche mit kürzerer Restlaufzeit. Werden auslaufende Terminkontrakte in länger laufende Verträge umgewandelt (gerollt), entstehen sogenannte Rollverluste.

Wird auch als Verfügbarkeitsprämie bezeichnet und erklärt inverse Terminkurven (Backwardation).

Wird bei der Herausgabe von festverzinslichen Wertpapieren festgelegt und periodisch ausgezahlt.

Der Coupon wird bei Eintreffen eines bestimmten Szenarios nicht aus- gezahlt.

Provision, die ein Börsenmakler für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren erhält.

Stellt die Kombination eines Basiswerts mit dem Verkauf einer Call-Option auf diesen Basiswert dar.

Ist ein derivatives Finanzinstrument, das es ermöglicht, Ausfallrisiken von Krediten zu handeln.

Ist ein Produkt, dessen Rückzahlung von Kreditausfällen in einem vordefinierten Portfolio abhängt.

Ermöglicht das Abschätzen der Bonität eines Schuldners. Der Credit Spread stellt die Risikoprämie eines Schuldners dar. Unternehmen mit schlechter Bonität weisen im Normalfall einen hohen Credit Spread auf.

Eintritt eines Ereignisses, bei dem ein Schuldner die Ansprüche des Gläubigers aus der Gewährung eines Darlehens nicht erfüllen kann. Folgende Ereignisse können allein oder in Kombination ein Kreditereignis darstellen: Insolvenz des Referenzschuldners, Nichtzahlung durch den Referenzschuldner, mögliche vorzeitige Fälligkeit von Schulden, vorzeitige Fälligkeit von Schulden, Nichtanerkennung oder Aufschub von Zahlungsverpflichtungen durch den Referenzschuldner, Restrukturierung der Schulden.

Option, bei der der Basiswert und die Auszahlung in verschiedenen Währungen berechnet werden.

Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Der DAX umfasst 30 Titel deutscher Aktiengesellschaften.

Der Day Trader versucht, von kurzfristigen Auf- und Abwärtsschwankungen der Börse bzw. einzelner Titel innerhalb eines Tages zu profitieren. Jeweils am Abend verkauft der Day Trader sämtliche Positionen (Glattstellung).

Delta zählt zu den dynamischen Kennzahlen für Derivate. Das Delta einer Option gibt an, wie stark sich der Wert der Option absolut verändert, wenn der Basiswert sich um eine Geldeinheit bewegt. Dabei muss zusätzlich das Bezugsverhältnis berücksichtigt werden, falls es nicht 1 ist. Während das Delta für Call-Optionen zwischen 0 und 1 liegt, befindet es sich bei Put-Optionen zwischen –1 und 0.

Positionen werden möglichst so zusammengestellt, dass eine Änderung des Basiswertkurses keine unmittelbare Änderung des Portfoliowerts nach sich zieht. Dies gelingt, wenn das Portfolio durch das Delta-Hedging Delta-neutral gehalten wird.

Derivate sind künstlich geschaffene Finanzinstrumente, deren Wert vom Kurs eines oder mehrerer zugrundeliegender Basiswerte abgeleitet werden kann. Ein Derivat entsteht durch die vertragliche Vereinbarung zweier Parteien. Warrants und Strukturierte Produkte zählen zu den verbrieften Derivaten. Als Wertpapiere sind sie für Privatanleger leichter zugänglich als nicht verbriefte Derivate wie Futures oder Optionen.

Der Discount entspricht dem Preisabschlag gegenüber der Direktinvestition in den Basiswert.

Bei den diskretionären Strategien werden die Basiswerte auf Basis einer Beurteilung des Marktumfelds durch den Investment Manager umgeschichtet.

Entspricht der Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageobjekte mit dem Ziel, das Gesamtrisiko des Portfolios zu vermindern.

Call-Option, die erst nach Berühren oder Unterschreiten einer Barriere aktiviert wird.

Put-Option, die erst nach Berühren oder Unterschreiten einer Barriere aktiviert wird.

Call-Option, die nach Berühren oder Unterschreiten einer Barriere so- fort wertlos verfällt.

Put-Option, die nach Berühren oder Unterschreiten einer Barriere sofort wertlos verfällt.

Kennzahl für die Sensitivität einer Obligation für Zinsänderungen. Die Duration stellt die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer eines festverzinslichen Wertpapiers dar. Die Duration eines Zero Bond entspricht gerade seiner Laufzeit.

Im Gegensatz zu statischen Strategien ändert sich bei dynamischen Strategien die Zusammensetzung oder Gewichtung der Basiswerte. Unterschieden wird dabei zwischen regelbasierten und diskretionären Strategien.

E-Broker sind Wertschriftenhändler, die Kundenaufträge hauptsächlich via Internet abwickeln.

Exchange Traded Structured Funds (ETSF) sind Strukturierte Produkte im Fondsmantel. Bei einem ETSF handelt es sich rechtlich um einen Fonds, der Optionen in den Fonds integriert.

Die EUREX ist eine der grössten Terminbörsen weltweit. An der EUREX werden unverbriefte Derivate wie Optionen und Futures gehandelt. Entstanden ist sie durch den Zusammenschluss zwischen SOFFEX (Swiss Options and Financial Futures Exchange) und der Deutschen Terminbörse (DTB).

Der EURIBOR steht für den europäischen Referenzzins (European Interbank Offered Rate).

Die European Structured Investment Products Association vereint die wichtigsten nationalen Derivateverbände unter einem Dach. Durch die einheitliche Kategorisierung ermöglicht die EUSIPA höhere Transparenz zwischen den einzelnen Börsenplätzen.

Anderes Wort für Wertschriften, mit Effekten meint man aber hauptsächlich Aktien und Obligationen.

Entspricht dem Produkt aus Gearing und Delta.

Verschiedene Geldinstitute wickeln nicht nur Aufträge für ihre Kunden ab, sondern handeln auch im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Primär ist der Eigenhandel im Investment Banking eines Finanzinstituts angesiedelt.

Bezeichnung für Aktienmärkte in Schwellenländern. Als Emerging Markets gelten insbesondere diejenigen in Lateinamerika, Südostasien und Osteuropa. Vielen dieser Märkte wird ein besonderes Wachstumspotenzial zugesprochen, da diese Regionen ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum aufweisen bzw. aufgewiesen haben als die grossen Industrienationen.

Emission (vom lateinischen emittere = herausgeben, hinaussenden) ist die Ausgabe von Wertpapieren. Die Emission bezeichnet das öffentliche Angebot eines Wertpapiers zur Aufnahme an einem geregelten Markt.

Preis, der bei der Erstausgabe von Wertpapieren bezahlt werden muss.

Als Emittent wird der Herausgeber eines Strukturierten Produkts bezeichnet.

Risiko, das durch die Ausfallwahrscheinlichkeit des Schuldners (Emittenten) entsteht.

Ist die US-amerikanische Bezeichnung für Strukturierte Produkte auf Aktien.

Erster Tag, an dem ein Wertpapier im Sekundärmarkt gehandelt werden kann.

Bei dieser Art von Barriere spielt die Kursentwicklung des Basiswerts während der Laufzeit keine Rolle. Es zählt allein der Kurs zum Zeitpunkt des Final Fixing. Die europäische Barriere gilt nur dann als verletzt, wenn der Basiswertkurs zu diesem Zeitpunkt auf oder unterhalb der Barriere liegt.

Das Ausübungsrecht aus einem europäischen Optionstyp kann anders als beim amerikanischen Optionstyp nur am Ende der Laufzeit der Option ausgeübt werden.

Die European Warrant Exchange (Euwax) gehört zusammen mit SIX Swiss Exchange zu den grössten Handelsplätzen für Strukturierte Produkte in Europa. Geführt wird die Handelsplattform von der Stuttgarter Börse.

Exchange Traded Commodities sind börsengehandelte Tracker-Zertifikate auf Rohstoffe. Anders als in der Schweiz werden diese Produkte in Deutschland mit einer Sicherheit hinterlegt.

Anlagefonds, die wie Aktien oder Strukturierte Produkte an der Börse gehandelt werden. Die beliebtesten ETF lauten auf Indizes und Edelmetalle.

Bei Exchange Traded Notes handelt es sich um einen aus Übersee importierten Begriff für passive Indexprodukte. Unterschieden wird zwischen Commodity ETN (ETC), Emerging Market ETN, Currency ETN und Strategies ETN. Leider wird der Begriff für unterschiedliche Instrumente gebraucht, was zu Verwechslungen führt.

Bei Exchange Traded Products (ETP) handelt es sich um Schuldverschreibungen, die als Wertpapier ausgegeben werden. ETP besitzen aber ausschliesslich eine symmetrische Auszahlungsstruktur und müssen besichert sein. ETP können auch mehr als einen Market Maker haben.

Optionen mit komplexeren Auszahlungsstrukturen, als dies bei Plain- Vanilla-Optionen wie zum Beispiel Call-Optionen der Fall ist.

Wird das Vermögen dem Einfluss sich verändernder Werte (Risikofaktoren) ausgesetzt, besteht ein Exposure gegenüber diesen Werten.

Finanzdienstleistungsgesetz - soll für einheitliche Wettbewerbsbedingungen, die Ausbildung von Finanzberater vorantreiben und den Kundenschutz erhöhen

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) überwacht mit hoheitlicher Befugnis Banken, Versicherungen, Börsen, Effektenhändler und kollektive Kapitalanlagen. Sie vereinigt seit 2009 in einer Behörde die drei früheren Regulatoren Bundesamt für Privatversicherungen (BPV), Eidgenössische Bankenkommission (EBK) und die Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei (GwG).

Fair Value ist der theoretische Wert eines Strukturierten Produkts und wird durch die Auszahlungsfunktion per Laufzeitende bestimmt. Massgebend für den Fair Value sind neben den Basiswerten auch mögliche Dividendenerwartungen, Zinsen, die implizite Volatilität, aber auch regulatorische Massnahmen oder das Stattfinden von Corporate Actions.

Der Fair Value Gap entspricht der prozentualen Differenz zwischen dem aktuellen Briefkurs (Ask-Preis) und dem tatsächlichen Wert des Produkts.

siehe Lead-Manager

Von einem Fill-or-Kill-Börsenauftrag spricht man, wenn der ganze Auftrag zu einem bestimmten Kurs ausgeführt werden soll. Können nur Teilbereiche des Auftrags ausgeführt werden, verfällt der ganze Auftrag.

siehe Verfall

Der Finanzierungslevel wird bei den Mini-Futures herangezogen. Es bestimmt die Höhe des Fremdfinanzierungsanteils und damit auch den Wert des Mini-Futures. In der Regel wird es über Nacht mit den aufgelaufenen Zinsen angepasst.

siehe Termingeschäft

Eine der weltweit führenden Ratingagenturen. Das Unternehmen vergibt Kredit-Ratings.

Bezeichnet den Minimalbetrag, der bei Verfall des Produkts unabhängig vom Kursverlauf des Basiswerts ausgezahlt wird.

siehe Anlagefonds

Beim Forward handelt es sich um ein nicht standardisiertes unbedingtes Termingeschäft zwischen zwei Vertragsparteien. Forwards werden nicht an einer Börse gehandelt.

Funding bezeichnet das Bereitstellen von Ressourcen, gewöhnlich in der Form von Geld (Finanzierung).

Futures sind standardisierte Finanztermingeschäfte, die an Terminbörsen wie der EUREX gehandelt werden. Futures zählen zu den unbedingten Termingeschäften. Bei Fälligkeit sind beide Parteien – Käufer und Verkäufer – zur Erfüllung des Geschäfts verpflichtet.

Am Fälligkeitstag wird die Rückzahlung aus einem Zertifikat oder Optionsschein vorgenommen. Sie kann über einen Barausgleich in Form einer Geldbuchung oder über die effektive Lieferung des Basiswerts vorgenommen werden.

Das Gamma kann auch als Delta des Deltas bezeichnet werden. Es misst die absolute Änderung des Deltas, wenn sich der Kurs des Basiswerts um eine Einheit verändert. Mathematisch handelt es sich um die zweite Ableitung des Optionswerts nach dem Preis des Basiswerts.

Sind das deutsche Pendant der Kategorie der Kapitalschutzprodukte.

Der Hebel (Gearing) zeigt das Verhältnis zwischen Basiswertkurs und Kurs des Produkts. In der Regel gilt: je höher das Gearing, desto höher das Risiko.

Risiko, dass zum Beispiel bei einem Konkurs der Gegenpartei (Insolvenz) Verluste entstehen.

Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufskurs. Die Höhe der Geld-Brief-Spanne hängt einerseits von der Liquidität des Basiswerts und der zugrundeliegenden Volatilität ab. Anderseits übt die Qualität des Market Maker einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Spanne aus. Wird dem Market Making keine grosse Beachtung geschenkt, resultiert daraus oft ein zu hoher Spread, zu wenig Volumen oder gar das Fehlen von Bid- und Ask-Kursen.

Zum aktuellen Geldkurs kann ein Strukturiertes Produkt verkauft werden. Bei weniger liquiden Produkten werden Geld- und Briefkurse vom Market Maker gestellt. Der Geldkurs liegt dabei unterhalb des Briefkurses.

Der Geldmarkt ist, im Gegensatz zum Kapitalmarkt, der Markt für kurzfristige Finanzierungsmittel (üblicherweise bis 12 Monate).

Die Gewinnschwelle oder der Break-even gibt an, wie stark der Basiswert eines Warrant steigen müsste, damit der Anleger bei Fälligkeit keinen Verlust erleidet. Da die meisten Anleger Warrants nicht bis zur Fälligkeit halten, sondern den Optionsschein vorzeitig mit Kursgewinn verkaufen möchten, spielt die Gewinnschwelle nur eine untergeordnete Rolle.

Kennzahlen, die die Sensitivität des Werts einer Option für verschiede- ne Parameter beschreiben. Zu den wichtigsten Parametern gehören der Preis des Basiswerts (Delta, Gamma), die Volatilität (Vega), der Zins (Rho) und die Restlaufzeit (Theta).

Ist hauptsächlich bei Tracker-Zertifikaten auf Preisindizes anzutreffen. Statt dass die Dividenden ausgezahlt werden, wird das Zertifikat mit einem Wachstumsfaktor, dem sogenannten Growth Factor, versehen.

Die Handelswährung gibt an, in welcher Währung das Instrument gehandelt wird. Die Währung muss nicht identisch sein mit der Währung des Basiswerts oder mit der Währung des Ausübungspreises.

Ein definiertes Szenario führt zu einer frühzeitigen Ausübung (Rückzahlung) des Produkts (z. B. Triggered Auto-Call).

siehe Leverage

Spezielle Art von Investment Funds, die alternative Anlageinstrumente respektive Anlagestrategien wie Leerverkauf und Kreditaufnahme einsetzen, um eine höhere Rendite zu ermöglichen.

Absichern eines Portfolios oder einer Position gegen Kursschwankungen.

Die Volatilität ist ein Gradmesser für die Schwankungsstärke eines Finanzinstruments. Die historische Volatilität gibt an, wie stark der Kurs eines bestimmten Finanzinstrument in der Vergangenheit geschwankt ist. Historische Volatilitäten können für unterschiedliche Zeiträume berechnet werden.

Hit-Optionsscheine (Hit-Warrants) werden vorzeitig fällig, wenn der Basiswert eine festgelegte Kursschwelle erreicht oder durchbricht. in diesem Fall erhält der Anleger einen bestimmten Betrag ausgezahlt. Andernfalls verfällt das Produkt am Ende der Laufzeit wertlos.

Die ISIN ist die internationale Form des Valors (Valorennummer) bzw. der Wertpapierkennnummer in Deutschland. ISIN steht für International Securities Identification Number. Sie ist stets zwölfstellig und enthält eine Länderkennung. Die ISIN von Schweizer Wertpapieren beginnen mit CH, die von deutschen Wertpapieren mit DE.

Ein Begriff aus der Steuergesetzgebung, der verzinsliche Finanzinstrumente bezeichnet, bei denen der überwiegende Teil der Rendite die Form einer Einmalentschädigung hat (auch überwiegend Einmalverzinsung). Bei der umgekehrten Form handelt es sich um Nicht-IUP (keine überwiegende Einmalverzinsung).

Eine Call-Option notiert im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich über dem Strike liegt. Ein Put liegt im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich unter dem Strike liegt.

Die implizite Volatilität ist neben dem Kurs des Basiswerts der wichtigste Einflussfaktor für den Wert von Optionen. Eine steigende implizite Volatilität des Basiswerts führt zu steigenden Preisen von Optionen, da sich die Chancen auf eine hohe Rückzahlung bei Fälligkeit erhöhen, während der maximale Verlust für den Käufer stets auf das eingesetzte Kapital begrenzt ist.

siehe Im Geld

Ist die US-amerikanische Bezeichnung für Strukturierte Produkte auf Indizes.

Index-Tracker gehören zum Produkttyp der Tracker-Zertifikate. Sie bilden die Performance eines Index eins zu eins ab.

Der Zeitpunkt, an dem die flexiblen Elemente festgehalten werden. Die flexiblen Elemente sind von Emittent zu Emittent und von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Üblicherweise wird beim Initial Fixing die Höhe des Strike (des Ausübungspreises) und der Barriere bestimmt.

Der Inhaber eines Inline Warrant erhält am Laufzeitende einen festen Betrag ausgezahlt, wenn der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit einen bestimmten Korridor nicht verlassen hat. Anders als beim Range Warrant bedeutet ein Verlassen des Korridors den vorzeitigen wertlosen Verfall.

Der Kurs einer Option besteht aus zwei Komponenten: dem Zeitwert und dem inneren Wert. Der innere Wert einer Call-Option ist die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Strike, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (resp. dividiert durch die Ratio). Eine Option besitzt nur dann einen inneren Wert, wenn sie im Geld notiert. Andernfalls beträgt der innere Wert null. Der innere Wert ist niemals negativ.

Kapitalmarktteilnehmer, die als Institut Gelder verwalten und sie an den Finanzmärkten aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit investieren. Zu den institutionellen Anlegern gehören zum Beispiel Kreditinstitute, Investmentgesellschaften, Versicherungen, Pensionskassen oder Investmentfonds.

siehe Emittent

Bezeichnet den Betrag, der bei Verfall unabhängig von der Kursentwicklung garantiert zurückgezahlt wird (engl. floor).

Das Key Information Document enthält in leicht verständlicher Form Informationen zur Art und zu Merkmalen eines Finanzprodukts, Risiko- und Ertragsprofil sowie Kosten. Das KID ist das europäische Pendant zum Schweizer BIB.

Ehemalige Bezeichnung für die Barriere (engl. barrier).

Der Knock-Out bestimmt die Kursschwelle, bei der die Optionskomponente oder gar das ganze Produkt wertlos verfällt.

Misst den Zusammenhang zwischen zwei Grössen. Der Korrelationskoeffizient Rho, der die Korrelation misst, bewegt sich zwischen –1 und +1. Eine Korrelation von 1 bedeutet eine gleichläufige Bewegung der beiden beobachteten Werte, während eine Korrelation von –1 eine gegenläufige Bewegung suggeriert. Eine Korrelation von 0 deutet darauf hin, dass kein Zusammenhang zwischen den Werten besteht.

Der innere Wert eines Korridor-Warrant erhöht sich mit jedem Tag, an dem der Basiswert innerhalb des definierten Korridors notiert, um einen festen Betrag. Bei Fälligkeit wird der gesammelte innere Wert ausgezahlt. Vorsicht: Es gibt auch Korridor-Produkte, bei denen für jeden Tag, an dem der Basiswert ausserhalb des Korridors steht, ein fester Betrag vom inneren Wert abgezogen wird.

Von der Zulassungsstelle genehmigte Zulassung zum amtlichen Börsenhandel.

Ein Kredit-Rating beschreibt die Einschätzung der Kreditrisiken.

Siehe Credit event

Die Ladder-Option gehört zu den exotischen Optionen. Sie speichert in regelmässigen Abständen einmal erreichte Werte ab und setzt sie als Wertuntergrenze. Sie wird durch eine Reihe von Barrier-Optionen konstruiert.

Entspricht dem Geldbetrag, der bei Emission in das Strukturierte Produkt platziert wird.

Bezeichnung für die federführende(n) Bank(en) an der Spitze des Emissionskonsortiums. Der Lead-Manager ist für die Zusammensetzung des Konsortiums, Konditionen- und Vertragsgestaltung, Dokumentation usw. zuständig. Im Deutschen spricht man auch vom Federführer.

Leerverkäufe sind Verkäufe von Wertpapieren, die sich nicht im Besitz des Verkäufers befinden. Diese Verkäufe führen zu Short-Positionen. Der Verkäufer geht bei einem Leerverkauf von sinkenden Preisen aus. Er macht das Geschäft in der Hoffnung, das Wertpapier zu einem späteren Zeitpunkt zu einem tieferen Preis zurückkaufen zu können und so einen Gewinn zu erzielen.

Letzter Tag, an dem ein Wertpapier im Sekundärmarkt gehandelt werden kann.

Der Leverage ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Hebelleistung von Optionen respektive Warrants. Er gibt an, um wie viel Prozent sich der Preis eines Calls (Puts) erhöht (verringert), wenn der Kurs des Basiswerts um 1% steigt.

Die Liberierung bezeichnet die Bezahlung des Anlegers für gezeichnete Wertpapiere.

Limited Orders sind die am häufigsten anzutreffenden Aufträge. Der Käufer (Verkäufer) nennt den maximalen (minimalen) Preis, den er bezahlen (erhalten) möchte. Damit schützt er sich vor der Gefahr, zu hohe Preise zu zahlen oder zu wenig für ein Produkt zu erhalten. Für Limited Orders kann eine Frist gesetzt werden, wie lange das Angebot Bestand hat.

Die Liquidität ist ein Mass dafür, wie leicht ein Finanzinstrument handelbar ist. Sie wird durch den Emittenten respektive Market Maker durch das fortlaufende Stellen von Anund Verkaufskursen sichergestellt.

Siehe Kotierung

Produkte mit einer Lock-In-Ausgestaltung ermöglichen das Festhalten von möglichen Gewinnen. Wird der Lock-In-Level erreicht, wird per Laufzeitende unabhängig von der Basiswertkursentwicklung eine Rückzahlung mindestens in der Höhe des Lock-In geleistet.

Barriere und/oder Strike werden erst nach einer Lookback-Phase festgelegt.

Bei der LEPO handelt es sich um eine Call-Option mit einem Strike nahe von null (z. B. 0,01). Diese Optionen werden vor allem für die Konstruktion von Partizipationsprodukten benutzt.

Der Market Maker ist ein Marktteilnehmer (Bank oder Wertpapierhaus), der verbindliche Preise stellt. Er arbeitet auf eigene Rechnung mit reduzierten Transaktionskosten. Seine Aufgabe besteht darin, Kauf- und Verkaufskurse zu stellen und damit den Handel dieser Produkte zu ermöglichen.

Unter Markt-oder Börsenkapitalisierung wird der Marktwert einer Aktiengesellschaft verstanden. Um die Marktkapitalisierung zu berechnen, multipliziert man den aktuellen Börsenkurs mit der Anzahl aller im Umlauf befindlichen Aktien der Gesellschaft.

Risiko finanzieller Verluste aufgrund der Änderung von Marktpreisen. Für Strukturierte Produkte kann dieses Risiko mithilfe des Summary Risk Indicators abgeschätzt werden.

Maturity Date ist die englische Bezeichnung für Fälligkeitsdatum.

Die maximale Rendite zeigt die maximal zu erwartende Gewinnmöglichkeit. Diese Kennzahl wird bei allen Zertifikaten mit Maximalrendite verwendet.

Diese Kennzahl zeigt den maximal möglichen Rückzahlungsbetrag an (per Verfall).

MiFID steht für Markets in Financial Instruments Directive und gilt als Richtlinie der Europäischen Union zur Harmonisierung der europäischen Binnenmärkte. Die MiFID bezweckt eine erhöhte Transparenz der Finanzmärkte und damit auch eine Verbesserung des Anlegerschutzes.

Beim Mispricing handelt es sich um die Fehlbewertung von Produkten.

Gemäss Kreisschreiben Nr. 4 der Eidgenössischen Steuerverwaltung wird die modifizierte Differenzbesteuerung auf überwiegend einmal-verzinsliche Produkte (IUP) angewendet. Besteuert wird dabei der Wertzuwachs in der Bondkomponente zwischen Kauf und Verkauf des Produkts.

Die Momentum-Strategie versucht, von Markttrends zu profitieren. Sie ist so basiert, dass Produkte mit einem Aufwärtstrend stärker gewichtet werden.

Ist eine Kennzahl, die die Lage der Option beschreibt. Man unterscheidet zwischen Out of the Money, At the Money und In the Money (aus dem Geld, am Geld und im Geld).

Numerische Berechnungsmethode, die unter anderem für Strukturierte Produkte und Optionen verwendet wird.

Eine der weltweit führenden Ratingagenturen. Das Unternehmen vergibt Kredit-Ratings.

Bei den Mortgage Backed Securities handelt es sich um besicherte Anleihen auf Hypothekardarlehen. Vermögenswerte, in diesem Fall Immobilien, werden von der Bank zur Durchführung der Verbriefung an das Special Purpose Vehicle übertragen. Die Höhe der Besicherung und der Wert der Produkte hängen direkt vom verbrieften Forderungsbestand des SPV ab. Sinkt die Bonität der Vermögenswerte, sinkt auch der Wert des SPV und der damit herausgegebenen Wertpapiere. Besonders Mort-gage Backed Securities erlitten während der Subprime-Krise riesige Verluste.

Der Nasdaq (National Association of Securities Dealer’s Automated Quotation System) ist eine elektronische Börse in den USA. Am Nasdaq werden überwiegend Aktien von Hightech-Unternehmen gehandelt, die nicht an der NYSE (New York Stock Exchange) kotiert sind.

Bei Anleihen entspricht der Nennwert dem auf dem Wertpapier angegebenen Forderungsbetrag. Der Nennwert ist daher massgeblich für die Verzinsung.

Entspricht dem Nettofondsvermögen, geteilt durch die Anzahl der sich im Umlauf befindenden Anteile. Er bezeichnet den fairen Wert eines Fondsanteils und wird in der Regel einmal täglich berechnet.

siehe Net Asset Value

Ausgabe von Wertpapieren. Handelt es sich um den ersten Börsengang des Papiers, spricht man von einer Neuemission.

siehe Nennwert

siehe IUP

Das Over-the-Counter-Geschäft bezeichnet den ausserbörslichen Handel. Das Geschäft wird individuell zwischen zwei Marktteilnehmern vereinbart und abgewickelt.

Eine Obligation ist eine Anleihe, die dem Emittenten (Staat, Unternehmung) als langfristige Fremdfinanzierung dient. Die Anleihe wird in Stücke zerlegt und verbrieft. Der Käufer einer Obligation (Obligationär) hat Anspruch auf Rückzahlung des ausgeliehenen Betrags und auf eine vereinbarte Verzinsung.

siehe Leverage

Eine Option enthält das Recht zum Kauf oder Verkauf eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis in einer bestimmten Menge zu einem fest- gelegten Zeitpunkt (europäischer Optionstyp) oder während einer bestimmten Frist (amerikanischer Optionstyp).

siehe Auftragsbuch

Der Originator tritt als Verkäufer von illiquiden Hypotheken auf. In der Regel handelt es sich dabei um eine Bank.

siehe Aus dem Geld

Diese Kennzahl bezeichnet den Kurs, bei dem eine Direktanlage die gleiche Performance wie das Outperformance-Zertifikat mit Cap erreicht hätte.

Der Payoff Market Making Index stellt die Qualität des Market Maker dar. Die Werteskala reicht von 0 bis 100, wobei 0 eine sehr schlechte und 100 eine sehr gute Liquidität darstellt. Ein PMMI von 80 wird als genügend gewertet. Der Index basiert auf den QQM®-Rohdaten von SIX Swiss Exchange.

Preis, der dem Nennwert (Nominal) eines Strukturierten Produkts entspricht.

Die Höhe des Kapitalschutzes beträgt zwischen 90% und 100% des Nominals.

Bei Strukturierten Produkten wird mit der Partizipation angegeben, wie stark (in Prozent) der Anleger von der Kursbewegung des Basiswerts profitieren kann.

Passive Anlageinstrumente versuchen, den Benchmark möglichst exakt und kostengünstig nachzubilden.

Unter einem Payoff-Diagramm wird die grafische Darstellung der Auszahlungsstruktur eines Finanzinstruments per Verfall verstanden. Die Payoff-Diagramme auf der SSPA Swiss Derivative Map bilden jeweils den typischsten Auszahlungsmechanismus eines Produkttyps per Verfall ab. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird bei Anlageprodukten auf die Darstellung der bearishen Produkttypen verzichtet.

Die Performance zeigt die Kursentwicklung eines Wertpapiers. Meistens ist die Beschreibung der Performance auf einen bestimmten Zeitraum (z. B. ein Jahr) bezogen und in Prozenten angegeben.

Unterscheidet sich vom Preisindex dadurch, dass auch Dividendenzahlungen in die Berechnung einfliessen. Dividendenzahlungen werden anteilsmässig in die Bestandteile des Index reinvestiert.

Englischer Ausdruck für «physische Lieferung». Je nach Ausgestaltung des Produkts kann es per Laufzeitende zu einer physischen Lieferung kommen, also einer Übertragung des Basiswerts in das Depot des Anlegers.

siehe Physical Delivery

Mit dem Ausdruck Plain Vanilla ist im Bereich der Strukturierten Produkte regelmässig die Standardvariante eines Produkttyps gemeint. Ursprünglich wurde der Ausdruck Plain-Vanilla-Optionen für klassische Optionen verwendet. Heute wird er jedoch auch für andere Pro- dukttypen genutzt, zum Beispiel Plain Vanilla Discounts für klassische Discount-Zertifikate.

Nur die reinen Kursveränderungen der Aktien fliessen in die Berechnung des Index ein. Anders als beim Performanceindex werden Dividendenzahlungen nicht berücksichtigt.

siehe Griechen

Zeit zwischen Emission und Liberierung eines Produkts.

Das Produktinformationsblatt (PIB) stellt eine zwei bis drei Seiten umfassende Produktbeschreibung dar, die einheitlich aufgebaut ist und die wichtigsten Eigenschaften und Risiken eines Produkts beschreibt.

Der Produktname wird durch den Emittenten bestimmt. In der Regel besitzen Produkte desselben Emittenten und mit einem äquivalenten Payoff-Diagramm den gleichen Produktnamen mit dem Basiswert als Zusatz.

Die SSPA Swiss Derivative Map© wird in Produktkategorien und Produkttypen aufgeteilt. Der Produkttyp wird anhand des Payoff-Diagramms (Auszahlungsprofils) per Verfall definiert. Produkte mit gleichem Payoff-Diagramm werden demselben Produkttyp zugeordnet.

Kombination einer Long-Position im Basiswert mit einer Put-Option.

Die Prämie (Aufgeld) wird in Prozent des Basiswertkurses ermittelt und gibt an, wie viel der Basiswertkurs bis Verfall steigen muss, damit sich das Investment lohnt. Die Prämie zeigt, wie weit der Basiswertkurs vom Break-even entfernt ist.

Die Put-Call-Parität ist eine Gleichgewichtsbeziehung zwischen den Preisen eines Call und eines Put einer ansonsten identischen Option.

Die QQM®-Rohdaten beinhalten Daten, die die Liquidität eines Produkts über einen Tag messen. Neben der Kursverfügbarkeit stehen der durchschnittliche Spread und die angebotenen und nachgefragten Volumina der Market Maker im Zentrum. Die QQM®-Rohdaten bilden die Basis für den PMMI.

Viele Basiswerte von Strukturierten Produkten notieren an ihrer Heimatbörse in Fremdwährungen (z. B. japanische Aktien in JPY). Da sich der Wert solcher Produkte bei Fälligkeit in einer Fremdwährung berechnet, unterliegt der Anleger beim Kauf dieser Produkte einem Wechselkursrisiko. Bei Strukturierten Produkten mit dem Zusatz Quanto handelt es sich um Produkte mit eingebauter Währungssicherung (mithilfe einer Quanto-Option), die den Anleger vor Wechselkursschwankungen schützt.

Die fortlaufend bereitgestellten An- und Verkaufskurse der Emittenten für ihre Strukturierten Produkte werden als Quotes bezeichnet. Eine Quote besteht immer aus dem Symbol, der Valorennummer, einem Geldkurs mit dazugehörigem Volumen sowie einem Briefkurs mit dazu- gehörigem Volumen.

Die Quote Availability beschreibt die Kursverfügbarkeit eines Produkts während eines Tages in Prozent. Die Quote Availability stellt die einseitige Kursverfügbarkeit dar. Es reicht also aus, wenn entweder der Bid- (Geld-) oder der Ask-(Brief-)Kurs vorhanden ist.

Bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Die bekanntesten Typen von Rainbow-Optionen sind Best of und Worst of. Sie beziehen sich jeweils auf den am besten respektive am schlechtesten laufenden Basiswert.

Ist eine Serie von At-the-Money-Optionen. In periodischen Abständen wird der Strike neu auf den aktuellen Basiswertkurs gesetzt.

Ein Rating ist eine Einstufung von Ländern, Banken und Kapitalmarkttiteln nach ihrer Bonität. Die Einstufung in einem Klassifikationssystem (z. B. AAA, AA, A, BBB etc.) wird von neutralen Ratingagenturen oder auch von Redaktionen international anerkannter Finanzzeitschriften vorgenommen. Ein Rating kann auch auf Wunsch des Emittenten durch- geführt werden. Zu den weltweit führenden Ratingagenturen zählen: Standard & Poor’s Corporation; Moody’s Investors Service; Keefe, Bruyette & Wood’s Inc.; International Banking Credit Analysis Ltd.

Die Ratio drückt aus, wie viele Produkte benötigt werden, um einen Basiswert zu erwerben. Weist zum Beispiel ein Warrant eine Ratio von 100 auf, besagt dies, dass es 100 Warrants braucht, um den Basiswert zum Preis des Strike zu kaufen.

Eine Ausschüttung aufgrund einer Barriereverletzung wird als Rebate bezeichnet. Der Rebate wird in Prozent des Nominals ausgewiesen.

siehe Rückzahlung

Bezeichnet die jeweilige Anleihe des Schuldners, die dem Zertifikat zugrunde liegt und das zusätzliche Kreditrisiko des Produkts definiert (siehe auch «Kreditereignis»).

Bezeichnet den Schuldner einer Referenzanleihe.

Bei den regelbasierten Strategien findet eine mögliche Umschichtung der dem Produkt zugrundeliegenden Basiswerte zu vordefinierten Zeitpunkten oder bei bestimmten Ereignissen, zum Beispiel bei der Überschreitung von zu Beginn definierten Kursschwellen, regelbasiert statt.

Rho zählt zu den dynamischen Optionskennzahlen und gibt an, wie stark der Wert einer Option auf Zinsveränderungen reagiert. Da der Einfluss von Veränderungen des Zinsniveaus auf Optionspreise vergleichsweise gering ist, spielt Rho für den Anleger nur eine untergeordnete Rolle.

Gleichbedeutend mit risikoscheu. Gegenteil von risikofreudig.

Rendite, die ohne Risiko erzielt werden kann.

Jeder Anleger hat auf der Grundlage seiner Vermögenssituation, seiner Risikobereitschaft und seines Anlagehorizonts ein individuelles Risikoprofil. Dabei wird zwischen risikoaversen, risikoneutralen und risikofreudigen Anlegern unterschieden.

Je nach Ausgestaltung des Produkts kommt es nach einer bestimmten Zeit, spätestens bei Verfall, zu einer Rückzahlung. Die Ausnahme bilden Produkte, die wertlos verfallen können, wie zum Beispiel Warrants mit Knock-Out.

Datum, an welchem die Rückzahlung des Produkts erfolgt (Redemption Date).

Eine der weltweit führenden Ratingagenturen. Das Unternehmen vergibt Kredit-Ratings.

Der SARON stellt den Tagesgeldsatz des besicherten Refinanzierungsmarktes für Schweizer Franken dar.

Die SIX Swiss Exchange ist die grösste Schweizer Börse, an welcher auch Strukturierte Produkte gehandelt werden.

Der Summary Risk Indicator (SRI) ist ein standardisierter Risikoindikator, der sowohl das Marktrisiko als auch das Kreditrisiko eines Finanzprodukts berücksichtigt. Der SRI wird in einer Skala von 1 - 7 dargestellt, wobei 1 das geringste und 7 das höchste Risiko repräsentiert.

SSPA ist die Abkürzung der Swiss Structured Products Association.

Unter Schlusskurs wird grundsätzlich der letzte an einem Handelstag notierte Kurs für ein Wertpapier verstanden.

Die Seitwärtsrendite gibt den Gewinn an, der erzielt wird, wenn der Basiswert am Schluss der Laufzeit gleich hoch notiert wie zum Beobachtungszeitpunkt.

Handelszeit zwischen Liberierung und Verfall eines Produkts.

siehe Griechen

Verkauft man ein Wertpapier, das man noch nicht besitzt, hat man eine Short-Position, also eine offene Position. Man hat somit einen Leerverkauf getätigt.

Viele Strukturierte Produkte erlauben auch bei fallenden Kursen des Basiswerts noch attraktive Renditen, solange eine festgelegte Barriere nicht berührt oder unterschritten wird. Der aktuelle Abstand des Basiswerts zu dieser Barriere wird als Sicherheitspuffer bezeichnet.

Der Emittent hat die Möglichkeit, ein Produkt vorzeitig zurückzuzahlen; das Produkt ist callable.

Vermögen, das von der Konkursmasse ausgeschlossen wird. Fondsanteile haben zum Beispiel den Status eines Sondervermögens und unter- liegen somit nicht dem Ausfallrisiko des Emittenten.

SPV sind Einzweckgesellschaften. Dabei handelt es sich um eine Zweckgesellschaft, eine juristische Person, die für einen klar definierten und eingrenzbaren Zweck gegründet wird.

Bezeichnet den Preis am Kassamarkt.

siehe Geld-Brief-Spanne

Die Spread Availability beschreibt die Kursverfügbarkeit eines Produkts während eines Tages in Prozent. Die Spread Availability stellt die zweiseitige Kursverfügbarkeit dar. Es muss jeweils sowohl der Bid-(Geld-) wie auch der Ask-(Brief-)Kurs vorhanden sein.

Sprint-Zertifikate sind das deutsche Pendant zu Outperformance-Zertifikaten mit Cap.

Mass für die Streuung der Werte einer Zufallsvariablen um ihren Mittelwert.

Verkauf von Call- oder Put-Optionen. Der Verkäufer muss sich der Entscheidung des Käufers beugen, ob dieser seine Option ausübt.

Mini-Futures sind zusätzlich mit einer Stopp-Loss-Schwelle ausgestattet. Berührt der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit die Stopp-Loss-Schwelle, wird das Produkt sofort vorzeitig fällig. In den meisten Fällen erhält der Anleger bei Verletzung der Stopp-Loss-Schwelle noch einen Restbetrag gutgeschrieben.

Reine Optionsstrategie, bei der der Anleger von sich bewegenden Kursen profitiert.

Reine Optionsstrategie, bei der der Anleger von sich stark bewegenden Kursen profitiert.

Englischer Ausdruck für Ausübungspreis.

Ein Strukturiertes Produkt ist eine Kombination von klassischen Finanzanlagen und Derivaten, die als eigenständiges Produkt verknüpft in einem Wertpapier verbrieft und von einem Emittenten herausgegeben wird.

Der Subtyp beschreibt die Richtung der Partizipation des Produkts. Call, Bull, aber auch Long stehen für Produkte, die aufsteigende, Put, Bear und Short für Produkte, die auf sinkende Märkte setzen.

Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern, zukünftige Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten und Modalitäten auszutauschen. Zu den bekanntesten Arten von Swaps gehören Zins- und Währungsswaps.

Swiss DOTS ist eine Handelsplattform für Strukturierte Produkte. Die Plattform wird von der Online Bank Swissquote betrieben.

Beim Synthetic Hedge wird eine Obligation (Bond) mit dem Verkauf einer Put-Option kombiniert. Die daraus entstandene Kombination entspricht dem Payoff-Diagramm eines Reverse Convertible.

An einer Terminbörse werden unverbriefte Derivate gehandelt, dazu zählen insbesondere Optionen und Futures. Eine der bekanntesten Terminbörsen weltweit ist die EUREX.

Beim Termingeschäft werden jeweils die Konditionen für ein in der Zukunft liegendes Geschäft vereinbart. Termingeschäfte sind dadurch gekennzeichnet, dass Leistung und Gegenleistung nicht bei Vertragsabschluss oder unmittelbar danach, sondern erst zu einem künftigen Zeitpunkt stattfinden.

Das Termsheet ist ein Dokument, in dem die Terms & Conditions stehen. Die Emittenten stellen diese Termsheets den Investoren in der Regel unentgeltlich zur Verfügung.

Rechnerischer Wert eines Warrant oder eines Bezugsrechts ohne Berücksichtigung von Aufgeldern oder Abschlägen.

Hebelprodukte bestehen aus Zeitwert und innerem Wert. Der Zeitwert baut sich während der Laufzeit allmählich ab und beschleunigt sich gegen Ende der Laufzeit. Bei Verfall beträgt er schliesslich 0. Theta zählt zu den dynamischen Optionskennzahlen und gibt an, wie stark eine Option theoretisch an Zeitwert verliert, wenn alle anderen Einflussfaktoren für den Preis der Option sich nicht verändern (ceteris paribus). Theta wird meist in Prozent pro Woche angegeben.

Die Tier 1 Ratio stellt das Kernkapital in Prozent der risikogewichteten Aktiven dar.

siehe Performanceindex

Trigger findet man hauptsächlich bei Reverse Convertible mit bedingtem Coupon und Barriere Reverse Convertible mit bedingtem Coupon. Wie die Barriere stellt auch der Trigger eine entscheidende Kursschwelle dar. Befindet sich der Basiswertkurs zu einem Beobachtungszeitpunkt auf oder oberhalb des Trigger, kommt es automatisch zur vorzeitigen Rückzahlung.

Der Umsatz zeigt, in Währungseinheiten ausgedrückt, wie viel Kapital in einem Warrant oder Strukturierten Produkt umgesetzt wurde (beinhaltet alle Käufe und Verkäufe).

Unter Underlying versteht man den einem Derivat zugrundeliegenden Basiswert. Es handelt sich bei Warrants meistens um Aktien, Aktienindizes, Rohstoffe, Zinsen oder Währungen.

Call-Option, die erst nach Berühren oder Überschreiten einer Barriere aktiviert wird.

Put-Option, die erst nach Berühren oder Überschreiten einer Barriere aktiviert wird.

Call-Option, die nach Berühren oder Überschreiten einer Barriere wertlos verfällt.

Put-Option, die nach Berühren oder Überschreiten einer Barriere wertlos verfällt.

Die Valorennummer (Wertpapierkennnummer) ist die Nummer, die jedem Wertpapier an der Schweizer Börse zur Erkennung zugeordnet wird. Das Pendant zur Valorennummer in der Schweiz ist die Wertpapierkennnummer in Deutschland.

Risikomasszahl, um das Marktrisiko eines Produkts abzuschätzen. Der VaR beschreibt den Verlust, der innerhalb einer bestimmten Halteperiode (z. B. zehn Tage) mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (z. B. 95%) nicht überschritten wird.

Die Höhe des Coupons kann, abhängig von einem definierten Szenario, variieren.

Das Vega misst die Veränderung des Optionswerts bei einer Veränderung der Volatilität um 1%. Das Vega ist bei klassischen Optionen immer positiv.

Prospekt gemäss Art. 5 des Kapitalanlagengesetzes. Für alle öffentlich angebotenen Strukturierten Produkte wird ein einfacher Prospekt mit den wichtigsten Eckdaten vorausgesetzt.

Der Verfall ist der letzte Tag der Laufzeit eines Strukturierten Produkts.

siehe Benchmark

Die Volatilität umschreibt die Intensität der Kursschwankungen eines Wertpapiers. Es wird zwischen historischer und impliziter Volatilität unterschieden.

Austausch einer Serie von Zinszahlungen auf vereinbarten Kapitalbeträgen in zwei verschiedenen Währungen über eine bestimmte Periode.

Die Zeichnungsfrist ist der Zeitraum, während dem der Anleger neue Strukturierte Produkte zeichnen kann, um sie später zu Emissionsbedingungen zu beziehen.

Der Kurs eines Warrant besteht aus zwei Komponenten: dem Zeitwert und dem inneren Wert. Der Zeitwertanteil eines Warrant wird nicht nur durch den Kursverlauf des Basiswerts beeinflusst, sondern auch durch Veränderungen anderer Faktoren wie Volatilität, Zinsniveau oder Dividendenerwartung.

Im Gegensatz zu klassischen Bonds (Obligationen) verfügen Zero Bonds über einen Discount statt einen Coupon. Die Anleihe wird unter pari emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt.

Bezeichnung für Strukturierte Produkte in Deutschland.