Zurück
payoff Trading Desk

Caterpillar: Stimmungstest in der bayrischen Metropole

03.04.2019 4 Min.
  • Wolfgang Hagl

Neben der am Montag beginnenden weltgrössten Messe für Baumaschinen könnte ein mögliches Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China für Caterpillar richtungsweisend sein. Die CAT-Aktie setzt bereits zum Sprung nach oben an.

Seit Monaten laufen im Münchener Osten die Vorbereitungen. Viele Unternehmen rücken mit schwerem Gerät am Messegelände der bayrischen Metropole an. Am kommenden Montag, 8. April beginnt die Bauma. Sie ist nicht nur das grösste Schaulaufen für Maschinen, Fahrzeuge und Geräte, die in der Bau- und Bergbauindustrie zum Einsatz kommen. Mit einer Ausstellungsfläche von 614’000 Quadratmetern ist sie zudem die generell grösste Messe der Welt. Bis zum 14. April präsentieren 3’700 Aussteller aus 60 Ländern die neuesten Trends aus dem Sektor und bringen die schätzungsweise rund 600’000 Besucher unter anderem mit gigantischen Kränen, Baggern und Muldenkippern zum Staunen.

Natürlich darf Caterpillar an einem solchen Giganten-Treffen nicht fehlen. Der Branchenkrösus präsentiert in München zusammen mit seinem deutschen Vertriebspartner Zeppelin 64 Maschinen. Dazu zählen 20 Neuvorstellungen – so viel wie nie zuvor an der Bauma. Auf dem mehr als 9’000 Quadratmeter grossen Messestand bekommen die Gäste unter anderem eine neue Generation an Kettenbaggern oder Maschinen mit alternativen Antrieben – hybrid, elektrisch oder dieselelektrisch – zu sehen. Interessant ist die Bauma nicht nur für Bau- und Bergbauunternehmer sowie private Technikfreaks. Sie gilt auch als ein Stimmungsbild für den Bausektor und seine Ausstatter. Insofern verfolgen in der kommenden Woche auch Analysen und Investoren das Treiben sowie die begleitenden Aussagen der Unternehmenslenker genau respektive sind selbst vor Ort.

Schon vor der Messe lässt die Caterpillar-Aktie die Charttechniker aufhorchen. Der Dow Jones-Titel ist gerade über die 200-Tage-Linie geklettert und nähert sich dem markanten Widerstand im Bereich von USD 140/42 an. Die jüngste Aufwärtsbewegung dürfte weniger der Vorfreude auf die Bauma als vielmehr der Hoffnung auf eine Lösung des Zollstreits geschuldet sein. Schliesslich hatte der Zank zwischen den USA und China den Bauunternehmen im Reich der Mitte ihre Investitionslaune mächtig verdorben. Im 4. Quartal 2018 verbuchte Caterpillar wegen einer rückläufigen Nachfrage in China einen Umsatzrückgang für den gesamten Asien-Pazifik-Raum. In der Ende Januar veröffentlichten Prognose rechnete das Management für China in 2019 lediglich mit einer stabilen Entwicklung. Da das Unternehmen zudem die Gewinnerwartungen für das 4. Quartal verpasst hatte, reagierte die Wall Street verschnupft auf den Zwischenbericht.

Mittlerweile hat die Aktie mit dem bekannten Kürzel «CAT» diese Scharte ausgemerzt. Und auch die Analysten stufen den zyklischen Blue Chip mehrheitlich mit «Outperform» ein. Aus der Reihe tanzt seit kurzem die Deutsche Bank. Sie hat Caterpillar von «Buy» auf «Hold» herabgestuft und das Kursziel deutlich von USD 152 auf USD 128 gekürzt. In einem Kommentar sprechen die Experten von einem «synchronen Abschwung» in den wichtigsten Märkten des Konzerns. 2019 würde das Unternehmen daher den Höhepunkt im aktuellen Geschäftszyklus erleben. Folgerichtig erachtet die Deutsche Bank die Wall Street-Schätzungen für das laufende Jahr und 2020 als zu hoch.

Anlagekonklusion:

An der Bauma könnte sich ein Stück weit zeigen, ob der Pessimismus angebracht ist. Daneben dürfte die weitere Entwicklung der angeblich auf der Zielgeraden befindlichen Verhandlungen zwischen den USA und China in punkto Handelsstreit massgeblichen Einfluss auf den Aktienkurs nehmen. Trader, die mit einer Einigung rechnen und auf den Ausbruch nach oben setzen möchten, können zum Call Warrant WCAA6V greifen. Das am Geld notierende Vontobel-Papier zeigt momentan einen Hebel von 5.4. Auf einen stabilen Kursverlauf das Traditionskonzerns zielt der Barrier Reverse Convertible FBASJB ab. Solange die CAT-Aktie nicht auf oder unter die Barriere von USD 104.16 fällt, wirft das Produkt von Julius Bär per Ende Februar 2020 eine Rendite von 9.5% p.a. ab.

Weitere News aus der Rubrik

Unsere Rubriken