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payoff Trading Desk

Netflix: Dank Swiss DOTS auf dem Weg zum Trading-Blockbuster

16.01.2023 7 Min.
  • Serge Nussbaumer
    Chefredaktor

Vor einem Jahr erlitt Netflix an der Börse einen regelrechten Filmriss. Mittlerweile läuft das Comeback des Streamingriesen.

Der anstehende Quartalsbericht wird zeigen, ob das Unternehmen die Kursrallye fundamental untermauern kann. Gespannt warten Investoren auch darauf, ob sich Netflix dann zu den jüngsten Übernahmespekulationen äussert. Swiss DOTS, der führenden Schweizer OTC-Marktplatz für Hebelpapiere, bietet das passende Instrumentarium für den Trade zum Zahlentermin.

Demnächst jährt sich eine Sternstunde der Unterhaltungsindustrie zum 10. Mal. Am 1. November stellte Netflix die erste Staffel von «House of Cards» online. Die Serie über den Aufstieg des skrupellosen Kongressabgeordneten Francis Underwood zum US-Präsidenten begeisterte weltweit das Publikum. Die auf sechs Staffeln angewachsene Produktion sollte sich als eine Art Initialzündung für den globalen Streamingboom sowie die erfolgreiche Metamorphose von Netflix vom Online-DVD-Verleih zum globalen Mediengiganten entpuppen. Mittlerweile zählt das kalifornische Unternehmen annähernd eine Viertelmilliarde Abonnenten.

Quelle: Netflix

Und doch hat Netflix an der Wall Street im vergangenen Jahr einen regelrechten Filmriss erlebt. Während des ersten Semesters 2022 brach der NASDAQ-Titel um bis zu knapp drei Viertel ein. Der Large Cap ist damit voll in den Sog des allgemeinen Tech-Ausverkaufs geraten. Dabei tat die operative Entwicklung ein Übriges: Während der ersten beiden Quartale 2022 schrumpfte die Zahl der Abonnenten. Im Herbst konnte CEO Reed Hastings Entwarnung geben. «Wir sind davon überzeugt, dass wir nach einem schwierigen ersten Halbjahr das Wachstum wieder beschleunigen können», schrieb er in einem Brief an die Aktionäre. Gleichzeitig meldete das Unternehmen für den Zeitraum Juli bis September 2022 eine Expansion der Nutzer-Community. An der Wall Street konnte Netflix zudem mit einer über den Erwartungen liegenden Umsatzsteigerung sowie einem weniger stark als befürchtet geschrumpften Quartalsergebnis Vertrauen zurückgewinnen.

Massiver Nutzerzustrom erwartet

Aus dem Tal geholfen hat dem Branchenkrösus das prall gefüllte Programm. Im dritten Quartal lancierte Netflix nach eigenen Angaben einige der erfolgreichsten Serien und Filme der bisherigen Unternehmensgeschichte. Dazu zählten beispielsweise «Monster: The Jeffrey Dahmer Story», die neueste Staffel von «Stranger Things» oder «Purple Hearts». Im Schlussvierteljahr zählte «The Crown» zu den Highlights auf dem Netflix-Portal. Die 5. Staffel der Erfolgsserie über das britische Königshaus sorgte schon vor ihrer Veröffentlichung im November für jede Menge Schlagzeilen. Die Diskussionen um vermeintlich skandalträchtige Inhalte dürften dem Interesse an der Produktion kaum geschadet haben. Der CEO rechnete für die letzten drei Monate des Jahres jedenfalls mit einem regen Nutzerzustrom. Konkret prognostizierte er 4.5 Mio. neue Abonnenten. Das wären annähernd 90% mehr als im dritten Quartal 2022. 

Reed Hastings wird nicht müde, die strukturellen Wachstumschancen des Unternehmens zu betonen. Er verweist in diesem Zusammenhang gerne darauf, dass Netflix in den USA und Grossbritannien gerade einmal rund 8% der gesamten TV-Zeit abgreift. Ausserdem würde der in 190 Ländern erzielte Konzernumsatz von gut USD 30 Mrd. nur rund 5% des gesamten Unterhaltungsbetriebes dieser Märkte entsprechen. Neben Pay TV und Streaming (rund USD 300 Mrd.) zählt der Top-Manager die Markenwerbung (USD 180 Mrd.) sowie die Ausgaben für Gaming (USD 130 Mrd.) zum potenziellen Einnahmeuniversum von Netflix. «Wir glauben daher, dass wir über eine lange Wachstumsperspektive verfügen, wenn wir unser Angebot im Laufe der Zeit kontinuierlich verbessern können», sagt Hastings. 

Vorteile im Konkurrenzkampf

Keinen Hehl macht er daraus, dass andere Medien- und Technologieunternehmen möglichst viel vom grossen Kuchen abgreifen möchten. Sie würden Milliarden in neue Services investieren. «Allerdings ist es schwer, ein grosses und profitables Streaminggeschäft aufzubauen», erklärt der Netflix-Chef. Seiner Ansicht nach schreibt die Konkurrenz durchwegs rote Zahlen. In Summe könnten die Rivalen nach Berechnungen der Kalifornier im vergangenen Jahr auf operativer Ebene einen Verlust von mehr als USD 10 Mrd. eingefahren haben. Netflix plante dagegen mit einem operativen Ergebnis zwischen USD 5 Mrd. und USD 6 Mrd. Laut Hastings liegt der Fokus im Sektor zusehends auf einer nachhaltigen Profitabilität. Hierfür würden die Preise erhöht oder die Ausgaben für Content gekürzt. «Inmitten dieser beeindruckenden, vielfältigen Konkurrenz sehen wir unseren Fokus als reines Streaming-Unternehmen als Vorteil», schreibt der CEO. 

Netflix-Übernahme durch Microsoft?

Im jüngsten «Shareholder Letter» geht das Unternehmen auch auf die Konsolidierung des Sektors ein. Diesbezüglich sorgte Reuters kurz vor Weihnachten für Aufsehen. «Netflix will be next on Microsoft’s shopping list», titelte die Nachrichtenagentur. Für das mögliche Interesse des Softwaregiganten am Streamingpionier nennt Jennifer Saba, Autorin des Artikels, mehrere Gründe. Ihrer Ansicht nach könnte Microsoft-CEO Satya Nadella auf diese Weise seine kostspielige Shoppingtour fortsetzen. In der Tat hat der Top-Manager seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014 mehrere grosse Übernahmen verkündet. An der Spitze steht der USD 69 Mrd. schwere Kauf des Videospielekonzerns Activision Blizzard. Noch haben jedoch nicht alle zuständigen Behörden diesen Deal abgesegnet.

Laut Jennifer Saba macht die Netflix-Übernahme ungeachtet vom Erfolg diese Megatransaktion Sinn. «Die beiden Unternehmen sind bereits eng miteinander verbunden», schreibt sie. So habe der Streamingdienstleister Microsoft als Werbepartner für das neue, werbefinanzierte Angebot ausgewählt. Darüber hinaus sitzt mit Brad Smith ein hochrangiger Manager (Vice Chairman) des Softwareriesen im Board von Netflix. Ganz zu schweigen von den grossen Ambitionen des Windows-Konzerns im Gamingbereich: Mit der Konsole Xbox schon jetzt dick im Geschäft, möchte Microsoft einen Service für das Streamen von Videospielen etablieren, der sich mit verschiedenen Geräten nutzen lässt. 

Netflix selbst ist dabei, Videospiele in das Angebot zu integrieren. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen den Entwickler Spry Fox übernommen, wodurch die Zahl der eigenen Studios auf sechs angewachsen ist. «Die Zugehörigkeit zum Microsoft-Imperium würde diese Ambitionen noch verstärken», meint die Reuters-Redaktorin. Man darf gespannt sein, ob sich die These der Nachrichtenagentur verfestigt. In jedem Fall dürfte sie an den Zahlenterminen der beiden Unternehmen Thema sein. Netflix präsentiert am 19. Januar den Bericht für das vierte Quartal 2022. Dann wird sich auch zeigen, ob die zuletzt online gestellten Formate eingeschlagen haben und das Unternehmen die Nutzer-Community wie erwartet ausbauen konnte. 

Warum sich die Anlage lohnt:

Charttechnisch ist Netflix nach dem Jahreswechsel in einem wichtigen Terrain angekommen. Die NASDAQ-Aktie klopfte am Widerstand im Bereich von USD 330 an. Von diesem Niveau aus hatte sie im April ein markantes Gap nach unten gerissen. Sollte Netflix diese Lücke schliessen und überwinden können, wäre der Weg in Richtung USD 400 frei. Auf einen Ausbruch nach oben können Trader unter anderem mit dem Long Mini-Future (Valor 124203064) setzen. Aktuell platziert die UBS die Stoppschwelle bei diesem Produkt nur knapp 7% unter den Basiswertkurs. Entsprechend üppig fällt mit 9.8 der Hebel aus. Weniger aggressiv präsentieren sich die Konditionen für einen weiteren Long Mini-Future (Valor 123139029) der UBS auf Netflix. Hier liegt der Stopp gut 18 Prozent unter der Notierung des volatilen Basiswertes.

Insgesamt sind auf Swiss Dots mehr als 900 auf dem prominenten Streamingwert basierende Hebelprodukte handelbar. Rund zwei Fünftel davon zielen auf fallende Kurse ab. Beispielsweise können Anleger mit einem Short Mini-Future (Valor 117811210) darauf setzen, dass der laufende Rebound nicht nachhaltig ist, respektive Netflix nach unten dreht. Während der Hebel hier 5.8 beträgt, preist die BNP Paribas bei einem weiteren Short-Schein (Valor 116610736) einen nur in etwa halb so grossen Hebel ein.

Quelle: baha

Mehr über Swiss DOTS

Swiss DOTS ist die führende Schweizer OTC-Plattform für Hebelprodukte. Die vorgestellten Netflix-Derivate zählen zu den mehr als 90‘000 Trading-Ideen, die Sie hier täglich von 8.00 – 22.00 Uhr kostengünstig ab CHF 9.- flat/Trade handeln können.

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