Trading Desk

Mit KO-Call Warrants wie SF5ZBC lässt sich vortrefflich auf sinkende Renditen von 30-jährigen US-Staatsanleihen bzw. steigende US Long Bond Futures spekulieren. 

30/11/2021, by Dieter Haas

Das Auftauchen der neuen Corona-Super-Variante Ny (B.1.1.529) namens Omikron hat den Börsen einen gehörigen Schreck bereitet. Die Reaktion an den Aktienmärkten erinnerte an Februar/März 2020. Der US-Dollar erlitt zum Schweizer Franken einen argen Dämpfer, die Zinsen gaben vor allem am langen Ende deutlich nach, Aktien konjunktursensitiver Sektoren und zahlreiche Rohstoffe sackten ab. Gegen den Trend hielten sich Aktien von Unternehmen, die sich auf Online-Handel spezialisiert haben wie HelloFresh, Zalando u.a. sowie Impfstoffhersteller wie Moderna, Lonza oder Valneva. Das französische Unternehmen könnte dereinst zum grossen Profiteur werden, sofern sein Totimpfstoff VLA2021 die Erwartungen erfüllen kann. 

Unter den ETFs lagen am vergangenen Freitag Indexfonds auf den VIX an der Ranglistenspitze. Dieses Thema wurde von uns in der Trader’s Idea vom 5. Oktober abgehandelt. Gut hat sich am Black Friday auch der in der Trader’s  Idea am 19. Oktober vorgestellte Active Bear ETF HDGE entwickelt. Entgegen den meisten Experten, die von einem Zinsanstieg ausgingen, zählten ferner Anlageprodukte auf Bonds längerer Laufzeiten zu den grossen Gewinnern. Sollte sich die neue Corona-Variante tatsächlich als Game-Changer herausstellen, würde sich eine völlig neue Lage ergeben. Die wirtschaftliche Erholung wäre abrupt gestoppt und die Inflationsrisiken wären kurzfristig etwas eingedämmt. Zinsseitig würde plötzlich wider Erwarten ein erneuter Spielraum bestehen zu einer Fortsetzung des sinkenden Trends. Den Börsen dürfte dies wenig gefallen und zu einem Bruch des Aufwärtstrends seit März 2020 führen. Sollte dies eintreten, darf man gespannt sein, was die Notenbanken unternehmen. Die Chancen steigen, dass im geschilderten Fall die Drosselung der Geldzufuhr (Tapering) in den USA sehr viel langsamer, als ursprünglich geplant, ablaufen oder sogar gänzlich gestoppt werden könnte. Die von vielen schon als fix angesehene Leitzinserhöhung in den USA im kommenden Jahr dürfte dann wohl frühestens im Jahr 2023 kommen.     

Vorsichtige Investoren, die bezüglich Omikron weiterhin skeptisch sind, können ihr Portfolio mit Produkten, die auf einen Zinsrückgang der langfristigen US-Anleihen setzen, teilweise immunisieren. Leider bieten derzeit die Emittenten hierzulande keine derivative Produkte ein. Interessierte Anleger für diesen Trade sind daher gezwungen, auf in Deutschland von Société Générale offerierte Knock-out Call Warrants zurückzugreifen. Sie eignen sich hervorragend, um von sinkenden Zinsen zu profitieren, wie das Beispiel des seit Ende Mai 2019 liberierten CU3JPN zeigt. Das Hebelprodukt zählte im Februar/März 2020 zu den grossen Gewinnern.

 

Quelle: Swissquote

Anlagekonklusion:

Die 30-jährigen US Long Bond Futures stehen kurz davor, nach oben auszubrechen. Im Umkehrschluss bestehen intakte Chancen für eine Wiederaufnahme des sinkenden Zinstrends. Unverhofft, kommt bekanntlich oft.

 

Quelle: Infront

Anleger, die zumindest kurzfristig damit rechnen, dass die Korrektur an den Aktienmärkten sich weiter fortsetzen wird, können indirekt über den Kauf von Knock-out Call Warrants auf US Treasury Bond Futures allfällige Kursverluste ihres Depots zumindest teilweise kompensieren. In der nachstehenden Tabelle finden Sie einige mögliche Kaufkandidaten wie etwa SF5ZBC.  Dank ihres hohen Hebels gelingt ein teilweises Hedging bereits mit einem verhältnismässig geringen Kapitaleinsatz.  

 

Quelle: Société Générale

 

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