Trading Desk

Am 14. September richtet der Technologieriese sein nächstes «Special Event» aus. Bereits die Einladung zu diesem Anlass verhilft der Apple-Aktie zum charttechnischen Ausbruch nach oben.

08/09/2021, by Wolfgang Hagl

Am 5. Oktober jährt sich der Todestag von Steve Jobs bereits zum zehnten Mal. Der visionäre Apple-Mitgründer und langjährige CEO hat der Welt viele bahnbrechende Innovationen präsentiert. Im Januar 2007 stellte Jobs an einer seiner legendären Keynotes das iPhone vor. Ohne das Smartphone wären das operative Wachstum und der enorme Börsenhöhenflug von Apple kaum möglich gewesen. Entsprechend horchen Technikfreaks und Investoren gleichermassen auf, sobald der Konzern neue Modelle des Verkaufsschlagers ankündigt.

Am kommenden Dienstag dürfte es wieder so weit sein. Apple hat gestern die Einladung zum nächsten «Special Event» am 14. September veröffentlicht. Unter Experten gilt es als ausgemachte Sache, dass die Nachfolger von Steve Jobs dann per Live Stream aus der Konzernzentrale in Cupertino die nächste Generation des iPhone vorstellen. Schliesslich haben die Kalifornier das seit 2013 jeweils im September gemacht. Nur im vergangenen Jahr mussten sie den Anlass wegen Corona um einen Monat nach hinten verschieben. Zu sehen bekam die Welt dann das erste 5G-fähige Modell. Nach diesem grossen Schritt dürften in der kommenden Woche keine allzu grosse Innovationssprünge zu erwarten sein. Analysten gehen davon aus, dass Apple eher moderate Veränderungen am Prozessor sowie am Kamerasystem vorgenommen hat.

Positives Analysten-Votum

Nichtsdestotrotz ist die Vorfreude an der Wall Street gross. Gegen einen eher schwachen Gesamtmarkt legte die Apple-Aktie am Dienstag um 1.5% zu und erreichte ein neues Allzeithoch von USD 157.26. Positiv ist allein der pünktliche Termin des «Special Events». Anders als vor einem Jahr dürfte das iPhone noch im September in die Läden kommen. Greifen die Apple-Jünger wie gewohnt sofort zu, sollte der Verkaufsstart die Zahlen für das vierte Quartal (per Ende September) der Fiskalperiode 2021 positiv beeinflussen. J.P. Morgan-Analyst Samik Chatterjee geht davon aus, dass Apple schon allein wegen des vergleichsweise günstigen iPhone SE vor dem Abschluss eines Rekordjahres steht. Mit dieser Einschätzung ist er nicht alleine. Im Schnitt trauen Analysten Apple für 2021 ein Ergebnis je Aktie von knapp USD 5.60 zu. Bekommen sie Recht, würde der Profit den Vorjahreswert um rund 70% übertreffen.

Noch liegen die Schätzungen für 2022 nur knapp über dem Konsens für die zu Ende gehende Fiskalperiode. Schlägt das neue iPhone ein, dürfte es bald zu Aufwärtsrevisionen kommen. Neben dem ersten Eindruck spielt dabei das gleich zu Beginn des Geschäftsjahres anstehende Weihnachtsgeschäft eine wichtige Rolle. Laut Analyst Chatterjee dürfte das überarbeitete Modell im kommenden Jahr für hohe Volumen sorgen. J.P. Morgan stuft die Apple-Aktie jedenfalls mit «Overweight» ein und zählt damit zur Mehrheit der Researchhäuser – 80% der von Thomson Reuters dokumentierten Studien münden in eine Kaufempfehlung.

Anlagekonklusion:

Ein «Daumen hoch» kommt auch von der Charttechnik. Mit dem gestrigen Kursplus hat Apple den horizontalen Widerstand im Bereich von USD 150 wohl endgültig überwunden. Mit dem Long Mini-Future AAAPAU können Trader darauf setzen, dass die Dynamik nach diesem Signal weiter zunimmt. Das UBS-Produkt partizipiert mit einem Hebel von aktuell 8.0 an steigenden Kursen. Eine Seitwärtsrendite von 6.44% p.a. stellt der Callable Barrier Reverse Convertible FAFVJB von Julius Bär in Aussicht. Voraussetzung für diesen Ertrag ist, dass Apple bis zum 24. Oktober 2022 nicht auf oder unter die Barriere bei USD 102.76 abtaucht.

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