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Der steigende Goldpreis ist Wasser auf die Mühlen der Aktien von Endeavour Mining und dürfte den Titel mittel- bis langfristig an seine Rekordmarken hieven.

 

27/10/2020, by Dieter Haas

Endeavour Mining ist ein grosser Goldproduzent in Westafrika mit 5 betriebenen Minen in 3 Ländern. Ihre Marktkapitalisierung ist auf 2,5 Milliarden Dollar gesprungen. Sie produzieren 700.000 Unzen mit Gesamtkosten (freier Cash-Flow) von etwa 1150 $ pro Unze. Sie verfügen mit 17 Millionen Unzen über grosse Ressourcen und eine Vielzahl von Bohrzielen auf 2,5 Millionen Acres. Mit ihren bekannten Projekten rechnen sie mit einer Ausweitung der Produktion auf 900.000 Unzen bis 2022. Dies ist ein bedeutendes Projekt in der Entstehung. Ausserdem erwerben sie Semafo, wodurch die Jahresproduktion um 300.000 Unzen steigen wird. Semafo verfügt über eine gute Bilanz, die einen Teil ihrer Schulden reduzieren wird. 

Für das Jahr 2020 haben sie eine Prognose von 800 $ All-in-Kosten (200 Millionen $ freier Cashflow) abgegeben. Das Management gilt als sehr fähig.

Endeavour hat 2015 einen 10:1-Rückwärtssplit durchgeführt, so dass sie jetzt eine straffe Aktienstruktur mit nur 111 Millionen FD-Aktien haben. Ihre Bilanz ist mit 350 Millionen Dollar in bar und 760 Millionen Dollar Schulden noch nicht optimal. Das Unternehmen hat alles, um zu wachsen. Ihre roten Fahnen sind die hohe Verschuldung und potenzielle politische Probleme in Westafrika.

Endeavour ist wahrscheinlich der beste mittelständische Produzent in Afrika, und befinden sich auf Wachstumskurs. Sie haben 2016 True Gold, 2017 Avnel Mining und 2020 Semafo übernommen. Es ist also wahrscheinlich, dass sie durch Übernahmen weiter wachsen werden. Das gibt ihnen mehr Aufwärtspotenzial.

 

Quelle: Endeavour Mining

Anlagepolitik:

Der anhaltend steigende Goldpreis ist Wasser auf die Mühlen der Aktien von Endeavour Mining. Nach dem im Sommer erfolgten Ausbruch aus einer rund 10-jährigen Konsolidierungsphase, dürften die Titel in den kommenden Monaten sich langsam aber sicher in Richtung ihres Allzeithoch aus dem Jahre 2007 bewegen. Die Analysten sehen denn auch unisono ein beträchtliches Kurspotential von durchschnittlich knapp 50%.

 In Anbetracht der aktuell labilen Börsenlage, die in Ansätzen an Februar/März erinnert, sollten Neuengagement in die Aktien nur schrittweise vorgenommen werden.

 

Quelle: Infront

Quelle: Infront

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