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Der österreichische Softwarehersteller zählt zu den Geheimtipps in der Nebenwerteszene. Mutige Anleger holen sich den wachstumsstarken Small Cap ins Depot.

06/12/2019, by Christian Ingerl

Der technologische Wandel schreitet unaufhaltsam voran und grosse wie auch kleine Unternehmen möchten ihren Teil dazu beitragen. Zu letztgenannter Spezies gehört Fabasoft. Der eher unbekannte österreichische Softwarehersteller ist in vielen Zukunftsthemen wie Cloud Computing oder auch Künstliche Intelligenz (KI) vertreten.

Starke Ergebnisse

Die Fokussierung auf diese Bereiche zahlt sich aus: Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 (31. März) nahmen die Erlöse um knapp ein Fünftel auf EUR 22.4 Mio. zu, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kam mit einen Plus von 41% sogar überproportional voran. Positiv ist, dass das Wachstumstempo im zweiten Quartal auf der Ergebnisseite sogar leicht zulegte. Insbesondere die erfolgreiche Tochter Mindbreeze, die ihr Ergebnis in den vergangenen sechs Monaten verdoppelte und mittlerweile 44% zum Konzernergebnis beiträgt, schiebt die Gewinne bei Fabasoft an.

Zuhause in einem Wachstumsmarkt

Die Tochter bietet Lösungen an, um Firmenwissen analytisch aufzubereiten, im Fachjargon nennt sich das Wissensmanagement. Mit Hilfe von KI lassen sich relevante Fakten in den Unternehmensinformationen schnell finden. Damit ist Fabasoft in einem wachstumsstarken Sektor vertreten. Laut dem Marktforschungsinstitut IDC werden die Ausgaben für KI-Systeme 2023 ein Volumen von USD 97.9 Mrd. erreichen, das entspricht dem mehr als Zweieinhalbfachen der für 2019 geschätzten USD 37.5 Mrd. Die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate für den Prognosezeitraum 2018 bis 2023 liegt somit bei 28.4%. Dass Mindbreeze bereits ein etablierter Player ist, zeigt auch der Blick auf die Kundenliste: Renommierte Konzerne wie Daimler, Lufthansa oder auch Wells Fargo sind hier zu finden.

Mögliche Gewinnrevisionen

Laut den von Thomson Reuters veröffentlichten Schätzungen rechnet der Konsens derzeit beim Ergebnis je Aktie (EPS) für das laufende Geschäftsjahr mit einer Stagnation. Nach dem guten Abscheiden zum Halbjahr könnten die Analysten ihre Gewinnprognosen für 2019/20 allerdings überdenken. Nach sechs Monaten lag das EPS bereits ein Drittel über dem Vorjahresniveau.

Die Aktie orientiert sich bereits nach oben. Nachdem der Small Cap im März aus dem kurzfristigen Seitwärtstrend ausgebrochen ist, gab es kein Halten mehr. In diesem Jahr summiert sich der Zuwachs bereits auf exakt 100%. Die Widerstände im Bereich von EUR 20 und EUR 24 wurden ad acta gelegt. Diese Bereiche könnten dem Titel nun bei einer Korrekturphase unterstützend zur Seite stehen.

Anlagelösung

Die guten Wachstumsaussichten des Software-Spezialisten könnten für einen weiteren Aufwärtstrend bei der Aktie sorgen. Mutige Anleger legen sich auf die Lauer und nutzen kleinere Rückschläge nach der Kursrallye zum Einstieg.

 

05/12/2019
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