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Viele Investoren schätzen ETFs aufgrund ihrer tieferen Kosten gegenüber aktiv verwalteten Fonds. Dafür sind sie bereit, auf zusätzliches Performance-Potenzial (Alpha) zu verzichten. Dank des Einsatzes künstlicher Intelligenz im Investmentprozess können Investoren aber die Vorteile von beiden Ansätzen für sich nutzen.

13/05/2019, by Dr. Christian Gast, CEO, Systematic Investment Management AG (Simag)

Die wissenschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich künstliche Intelligenz haben erhebliche Konsequenzen für die Investmentindustrie: Zusammen mit der enorm gestiegenen Leistungsfähigkeit moderner Computer und dem Volumen an auswertbarer Finanzdaten (“Big Data”) ist es mittlerweile in der Breite möglich geworden, Investmentstrategien auf ihre Robustheit in verschiedenen Marktregimes hin zu untersuchen und zu optimieren. Die künstliche Intelligenz soll dabei helfen, Gewinner-Portfolios zu konstruieren, die für unterschiedliche Marktkonstellationen den grössten Erfolg versprechen. Und das geschieht ohne menschlichen Eingriff mit Hilfe objektiver, sprich datenbasierter Regeln - ähnlich wie ein passiver ETF konstruiert ist.

Mehrwert durch Anpassung

Um Alpha zu generieren, geht die künstliche Intelligenz nach ähnlichen logischen «Wenn-Dann»-Entschei­dungs­regeln vor, wie auch erfolgreiche aktive Port­folio­manager gelernt haben, Entscheidungsregeln abzuleiten. Die künstliche Intelligenz ist allerdings viel schneller in der Auswertung bzw. in der Interpretation von Erfolgsregeln. Was ein erfolgreicher aktiver Manager in seiner Berufskarriere gelernt hat, schafft die künstliche Intelligenz in einem Bruchteil der Zeit.

Die künstliche Intelligenz hat auch ihre Grenzen: Die Zukunft vorherzusagen bleibt trotz Supercomputern und Big Data ein unmögliches Unterfangen. Aber das sollte auch nicht das Ziel sein. Auch wenn wir nicht wissen können, wie die Zukunft aussehen wird, können wir dennoch bereits heute ziemlich gut abschätzen, welche Aktien­kombi­nationen in welchem Markt­umfeld den grössten Erfolg versprechen. Bei Simag besitzen wir das nötige Know-how im Bereich künstliche Intelligenz und die Computertechno­logie, weltweit täglich tausende Aktien auf ihr Attraktivitätspotenzial in unterschiedlichen Börsenregimes hin zu unter­suchen. Mit Hilfe einer fortlaufend angepassten Auslese der vielversprechendsten Aktien wird ein breit diver­sifi­zierten Port­folio konstruiert. Ändern sich die Marktverhältnisse, wird das Portfolio auf Basis der erlernten Erfolgsregeln an die neuen Marktbedingungen angepasst.

Wir denken, das ein solches Portfolio die Vorteile der Kosteneffizienz von passiven Anlagen mit dem Outperformance-Potenzial von aktiven Ansätzen optimal kombiniert. Das Outperformance-Ziel der Simag-Fonds liegt bei rund 2% gegenüber der Benchmark bei einem moderaten Tracking Error. Simag bietet zurzeit zwei regulierte Fonds an: Ein USA Fonds mit Benchmark MSCI USA ESG Leaders Index sowie einen Global Fonds mit der Benchmark MSCI World ESG Leaders. In der zweiten Jahreshälfte ist der Launch eines Emerging Market Fonds mit Benchmark MSCI Emerging Markets ESG Leaders vorgesehen. Die Fonds eigenen sich sowohl für professionelle Privatinvestoren als auch für institutionelle Investoren, die einen  Mehrwert für ihre “Core-Equity”-Anlagen im Rahmen ihrer strategischen Asset Allocation erwarten.

13/05/2019
10/05/2019