Trading Desk

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Ölwelt ist aus den Fugen geraten und setzt den Finanzmärkten stark zu. Ausschlaggebend ist das enorme Überangebot, welches durch eine leicht sinkende Nachfrage nicht absorbiert wird. Daher sehe ich in naher Zukunft einen weiter fallenden Ölpreis sowie tiefer notierende Finanzmärkte.

04/02/2016

Der Ölpreis kann sich erst stabilisieren, wenn die Produktion zurückgeht, und die Märkte werden mit einer Bodenbildung folgen. Per wann diese Stabilisierung eintreffen wird, kann ich nur schätzen. Ich gehe davon aus, dies wird noch im ersten Halbjahr 2016 sein. Denn die Haushaltsbudgets der Förderländer hängen sehr stark von den Einnahmen ab — sie sind gezwungen, strikte Sparmassnahmen durchzuführen.

Neu auf meinem Radar befindet sich die Aktie von Royal Dutch Shell. Der Energieriese spart an jeder Stelle und will sich mit den Massnahmen dem Preisrutsch entgegenstemmen. Umfangreiche Stellenkürzungen, Produktionskürzungen und Investitionskürzungen sollen die Lage stabilisieren, und als Lichtblick für Anleger wird voraussichtlich die Dividende nicht gekürzt. Meine Kauflimite für einen ersten Einstieg setze ich bei EUR 16.80 bis Ende März.

Die Aktie meines einstigen Börsenfavoriten von letztem Jahr, Leonteq, sehe ich im Soge des Preiszerfalls zu stark abgestraft. Seit dem Hoch im August 2015 hat der Titel über die Hälfte des Börsenwertes eingebüsst. Neu ist der Staatsfond von Singapur (GIC) mit einem Anteil über 3% eingestiegen, und zudem entstehen fortlaufend neue Partnerschaften, insbesondere in der starken Wachstumsregion Asien. Die Wachstumsstory ist für mich immer noch intakt. Levels um CHF 120 sehe ich als attraktive Einstiegschance.

In diesem Sinne,

Euer payoff whisperer

03/02/2016
02/02/2016