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Neues Börsenwunder bei Leonteq – Aryzta unter Dauerdruck – Credit Suisse mit heissem VIX Produkt

12/02/2018, by François Bloch

English Summary: Trading Room readers made big profits within 48 hours: Take over rumours in CDK Global Income (CDK US) – High volume one day before the announcement of the annual results of Leonteq (LEON SW). Options and shares volume did spike up like crazy – Stay short in Aryzta (ARYN SW): You are a big winner – GAM fund is more than unique

Die immer zahlreicher werdenden Leser des „Trading Rooms“ können in einer blutroten Börsenwoche einen phänomenalen Triumph feiern: Am 7. Februar 2018 hatte ich den US Softwarewert CDK Global Income (Börsensymbol: CDK US) empfohlen. Wie amerikanische Finanzmedien nach US Börsenschluss am Freitagabend berichteten, planen die weltweit agierenden Buyout Spezialisten Carlyle Group (Börsensymbol: CG US) und Silver Lake das mit 9.12 Milliarden US$ bewertet Unternehmen aufzukaufen. In den späten Abendstunden, wurde der Titel mit einem Zuwachs von 9.2% indiziert. Bei einem errechneten Kurs-/Gewinnverhältnis von 17.37 Punkten per 2019, macht diese Transaktion Sinn. („Trading Room“ Empfehlung startet richtig durch).

Darf ich Ihnen das neueste Börsenwunder aus der Schweiz präsentieren? Einmal mehr ist das Zürcher Derivatehaus Leonteq (Börsensymbol: LEON SW) im Zentrum des Geschehens. Dabei liegt die Trefferquote der Arbeitsgruppe „Besserwisser“ bei fabulösen 100%. Rund zehn Transaktionsfenster innerhalb der letzten 15 Monate haftet das Verdikt „Besserwisser“ an. Auch letzte Woche haben die „Besserwisser“ mit voller Wucht zugeschlagen. Dabei ist festzustellen, dass die Volumen in Sachen Cash Transaktionen wie auch der Handel von Call Warrants enorme Dimensionen erreicht haben. Um dies in einen historischen Kontext zu setzten: Am 8. Februar 2018, präsentierte das Haus von der Europaallee um sieben Uhr  in der Früh sensationell anmutende Jahreszahlen 2017. Doch das Vorspiel ist mehr als beeindruckend: Am 6. Februar 2018 stieg der Titel wie von Geisterhand angezogen um +2.51% an, während der SPI Index an diesen Tag um 2.67% fiel. Noch eindrücklicher war das Kursverhalten am 7. Februar 2018: +7.99%, während der SPI nur um 1.70% in die Höhe schoss. Noch eindrücklicher ist das Handelsvolumen: 375 606 Einheiten an diesem Tag. Diese Zahl ist umso merkwürdiger, weil das normale Tagestransaktionsvolumen bei 114 477 liegt. Dabei eingeschlossen sind die Volumenausreisser vom Februar sonst wäre die Zahl noch tiefer. Ich stelle folgende Optionsscheintransaktion vor: UBLEOU am 6. Februar 2018 mit nahezu 75 000 Transaktionen. Oder wie wäre es mit dem damals wertlosen Warrant LEODJB aus dem Hause Julius Bär: Käufe am 5., 6.  und 7. Februar 2018. Speziell die Transaktion vom 5. Februar 2018 ist spannend: Schlusskurs der Aktie bei 53.75, während der Ausübungspreis des Bären Call Warrants bei 55 Franken liegt und das Laufzeitende auf den 16. März 2018 fällt. Richtig mutig in einer solcher Börsensituation einen Warrant mit null inneren Wert zu erstehen. Speziell ist in diesem Zusammenhang auch der Kauf des UBS Warrant LEOUFU mit Verfall Juni 2018 am 6. Februar 2018. Eine Liste, welche sich endlos fortsetzen lässt. Fazit: Die Abteilung „Besserwisser“ agiert immer wie offensichtlicher und ungehemmter. Eindrücklicher könnte das Ergebnis wohl nicht ausfallen.

Ich habe mir nochmals vertieft die Zahlen des dänischen Insulinspezialisten Novo Nordisk (Börsensymbol: NVO US) angeschaut und ich wäre nicht überrascht, wenn es sowohl beim operativen Ergebnis als auch beim Umsatz zu einer negativen Ergebnisentwicklung im 2018 kommen würde. Einziger Hoffnungsträger am Horizont ist das Produkt Semaglutide, welches in der Phase 3 einer möglichen Zulassung steht. Wie immer in solchen Fällen, wird der Entscheid der US Behörden für den Titel, welcher wohl Ende Sommer 2018 ansteht, eine entscheidende Wegmarke darstellen. Momentan würde ich aus dieser Optik heraus nur noch mittels gedeckter Calls eine Position bei Novo Nordisk aufrechterhalten. Der Verlust von 13.2% innerhalb der letzten zwei Wochen ist ein mehr als klares Indiz für das Unbehagen bei den Investoren. Daher sollten Sie wirklich einen Call veräussern, welcher wirklich deep into the money ist. Fazit: Eher abstossen, als eine gedeckte Call Strategie ins Auge fassen. 

Sie kennen meine Meinung zu Aryzta (Börsensymbol: ARYN SW) und Hoffnung ist wirklich nicht in Sicht für die arg gebeutelten Aktionäre des noch 2 Milliarden Franken schweren  Wertes. -42.17% beträgt der Verlust seit dem Jahreswechsel 2017/2018 und die Short Players, werden zusätzliche Gewinne wohl im Laufe der Woche erzielen können. Ein Trading Room Abonnement Besitzer fragte mich letzte Woche, ob ein Engagement bei den Obligationen des Backwarenherstellers überhaupt Sinn machen würde. Ich habe strikte verneint. Ich gehe davon aus, dass die Beteiligungen in den Büchern zu hoch ausgewiesen sind und damit die Bilanz schlechter aussieht als angenommen wird. Das neue Management steht vor sehr schwierigen Entscheidungen und in der Zwischenzeit können die Short-Players einen gigantischen Sieg verbuchen. Ich gehe auch davon aus, dass jede Aufwärtstendenz an der Börse sofort wieder im Keime erstickt wird, so leid es mir auch tut. Fazit: Abstossen unter allen Marktumständen.

Regelrecht ins Staunen kam ich als vor Wochen ein Leser aus der Westschweiz meine Empfehlung Airbus (Börsensymbol: AIR FP) in Frage gestellt hat. Bei einer Jahresperformance von +32.26%, begreife ich diese Eingabe beim besten Willen nicht. Zusätzlich hat sich die Situation von Airbus in der Zwischenzeit nochmals verbessert: Der am 11. Februar 2018 annoncierte Kauf von Emirates für den Airbus Doppeldecker von zwanzig zusätzlichen Grossraumjets sorgt dafür, dass die Produktion dieses Flugzeugtyps bis ins Jahr  2029  garantiert ist. Ich wäre nicht überrascht, wenn die Airbus Gruppe mit einem Airbus A380 NEO nochmals den Verkauf ankurbeln könnte. Im Vorfeld der Bekanntgabe des Jahresabschlusses 2017 am 15. Februar, würde ich mit einem gedeckten Calls ein allfälliges Rückschlagpotential somit auf elegante Weise ausschliessen. Als kleiner Hinweise an den Leser aus der Westschweiz: Performance Eurostoxx 50 über ein Jahr +4.93%, Airbus Papiere +32.26%. Eine kleine Differenz oder nicht? Fazit: Gedeckte Calls, damit Ikarus Prinzip nicht eintrifft.

In den Nachtstunden bin ich auf ein neues Produkt der Credit Suisse (Börsensymbol: CSGN SW) im VIX Bereich gestossen, welches eine neue Komponente aufweist, die mir bislang entgangen ist. Hier wird mit Faktor 2 die tägliche Performance des S&P 500 VIX Mid-Term Futures (Börsensymbol: TVIZ US) nachgezeichnet. Die Anlagerendite des CS Wunderproduktes mit zweifacher Performance beträgt seit dem Jahresanfang +43.3%. Nun ist es Zeit für Sie zum Verkauf zu schreiten. Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass die CS noch längere Zeit dieses Produkt mit einer Marktkapitalisierung von 6.6 Million im Regal offerieren wird. Die Maintenance Kosten sind bei einem solchen Produkt einfach viel zu hoch. Seien wir uns bewusst, dass bei einem Rückgang der Volatilität, womit ich Bälde rechne, die Performance dieser Wunderproduktes „crashen“ wird. Agieren Sie wie der Blitz, bevor es nicht zu spät ist: Sofort verkaufen.

In dieser heiklen Marktphase bin ich Sie für auf einen neuen Topwert gestossen, der Sie begeistern wird, falls meine finanzmathematischen Annahmen sich in die Realität umsetzen lassen. Darf ich Ihnen den 1.7 Milliarden US$ schweren Titel Northwest Bancshares (Börsensymbol: NWBI US) vorstellen, welcher durch erstklassige Finanzkennzahlen brilliert. Ein erwartetes Kurs-/Gewinnverhältnis von unter 15 Punkten per 2019, gekoppelt mit einer Dividendenrendite von über 4% schon im 2018. Besonders die hohe Ausschüttungsquote von 65.2% vermag mich zu begeistern, dies unter der Prämisse, dass die Zinsen in den USA in den kommenden 18 Monaten kontinuierlich erhöht werden. Sicherlich keine Kursrakete im herkömmlichen Sinn, aber für den Dividendenliebhaber ein Schmuckstück der Extraklasse, welche ich an Ihrer Stelle nicht missen würde. Fazit: US Finanzperle mit starker Dividendenausschüttung und schönen Steigerungspotential auf mittelfristige Sicht.

Nun wird es richtig spannend bei Marine Harvest (Börsensymbol: MHG NO), welche diesen Mittwoch mit dem Jahresabschluss 2018 aufwarten wird. Eigentlich dürfen Sie sich auf dieser Ereignis freuen, denn bei einer errechneten Dividendenrendite von über 9%, wäre eigentlich alles im Petto, aber da muss ich Sie leider enttäuschen. Ich habe mir ein sogenanntes Trading Update bei der norwegischen Börse besorgt und daraus entnehme ich, dass die Aussichten eingetrübt sind: Ein EBIT Rückgang von 31% ist gar nicht nach meinem Gusto: Ich wäre daher nicht überrascht, wenn der weltweit grösste Lachszüchter zu einer Dividendenkürzung greifen würde, was konsequent wäre. Noch erwarten die Finanzanalysten eine Gewinnsteigerung im 2018 gegenüber der Vorjahresperiode, aber da wäre ich nicht so optimistisch an Ihrer Stelle. Fazit: Verkaufen Sie gedeckte Calls auf vier Monate im Vorfeld des wohl mehr als durchzogenen Jahresergebnisses 2017.

Der schwachen Börsenverfassung konnte sich auch der Biotechnologiewert Basilea Pharmaceuticals (Börsensymbol: BSLN SW) nicht entziehen: Der Absturz von 80 Franken auf 68.55 Franken seit dem Jahreswechsel ist jäh ausgefallen. Ich gehe nicht davon aus, dass am 27. Februar 2018 anlässlich der Bilanzpressekonferenz ein positives Geschäftsergebnis für das Gesamtjahr 2018 in Aussicht gestellt werden wird, obwohl in der Zwischenzeit, tröpfchenweise Erfolgsmeldungen verbreitet werden. Für das Jahr 2018 wird erstmals laut Analysten ein EBIT von 0.66 Millionen Franken erwartet, wobei ich hier weiterhin eher vorsichtig diese Erfolgsmeldung geniessen würde. Als kleiner Hinweis: Bislang hat weder Roche noch die Galenica Gruppe eine Übernahme der 814 Millionen Franken Firma umgesetzt, wie dies in den Medien schon mehrmals thematisiert wurde. Ein Kauf drängt sich nur auf, sofern das Unternehmen einen Gewinn auf Betriebsebene erzielt. Fazit: Abwarten und Tee trinken. Eile ist noch lange nicht geboten, eher würde ich nochmals die Short-Seite spielen. Momentan hat sich das Verkaufssignal auf meiner Maschine nochmals akzentuiert, was auch der allgemeinen Börsenverfassung geschuldet ist.

Ich halte extrem viel von den Papieren von Lockheed Martin (Börsensymbol: LMT US): +31.04% innert zwölf Monaten ist im aktuellen Umfeld eine regelrechte Sensation. Trotzdem gilt es nun erste Vorsichtsmassnahmen zu treffen und einmal mehr, würde ich mit gedeckten Calls eine elegante Variante ins Feld führen. Einen Call auf 300 US$ mit einer Laufzeit von vier Monaten. Sicherlich ist dies einedefensive Variante, aber bei einer derartigen Performance darf für einmal eine defensiv ausgerichtete Strategie das Mass aller Dinge sein. Sie werden meiner Strategie wohl Verständnis entgegenbringen unter dem Aspekt, dass der S&P 500 Index innerhalb des gleichen Zeitraums nur um 13.10% an Wert zugelegt hat. Ich freue mich, Ihnen diese sensationell anmutende Performance ermöglich zu haben, habe aber gleichzeitig das Ikarus Prinzip im Hinterkopf. Fazit: Gedeckte Calls, um Tempo bei einem 97.5 Milliarden US$ Wert herauszunehmen.

Warnstufe ROT gilt weiterhin für den Schweizer Wert Myriad Group (Börsensymbol: MYRN SW): Mit einem Kursabschlag von 28.57% seit dem Jahresanfang verharren die Chancen einer Gegenbewegung beim 50 Millionen Wert im einstelligen Prozentbereich. Für die Leser des Trading Rooms keine Neuheit: Die oft gestreuten positiven Berichte eines Börsenbriefes zu diesem Wert verpuffen ins Leere. Hier würde ich schleunigst Kasse machen. Spannend finde ich auch, dass ein in der Schweiz verwalteter Fonds auf diese Karte setzt. Ob es sich nur um einen Zufall in diesem Fall handelt, mag ich ein bisschen zu bezweifeln. Fazit: Steigen Sie so schnell wie möglich aus dieser Aktie heraus.  Ich sehe keine Möglichkeit einer Gegenbewegung voraus.

Sorry, dass ich so hart in meiner Verkaufsempfehlung in Sachen Chicago Board of Option Exchange (Börsensymbol: CBOE US) war: - 21.8% beträgt die Bilanz über die letzten zwei Wochen und damit habe ich die Reissleine zum richtigen Zeitpunkt gezogen. Ich würde nun den 3. Mai 2018 abwarten, wenn die nächsten Quartalszahlen präsentiert werden. Bei einem aktuellen Kurs-/Gewinnverhältnis von 58.50 Punkten, würde ich ein Positionsrisiko nicht mehr eingehen. Auch der Einsatz von gedeckten Calls macht keinen Sinn. Nehmen Sie einfach Tempo weg: Eine Opportunität beim 13 Milliarden US$ Wert wird sich schon noch ergeben. Fazit: Timing der Verkaufsempfehlung war auf den Punkt.

Warnung: Eine spannende Aufstellung habe ich in den USA bei Big2Short vorgefunden, welche hochspannend ist. Es handelt sich um den Bereich CLO (Collateralized Loan Obligations), welche schon in der Vergangenheit eine explosive Mischung darstellte, die im 2007 zur Explosion kam. Rund 10 Jahren danach sind die Einsätze um einiges grösser, begünstigt durch ein Tiefzinsumfeld, welches in Bälde Vergangenheit darstellen wird, falls das FED ab dem März 2018 an der Zinsschraube drehen wird. Das globale CLO Volumen betrug dazumal 136 Milliarden US$, zehn Jahre danach erreicht dieses Niveau eine neues Rekordvolumen von 330 Milliarden US$. Wie Sie wissen, ist eine Schweizer  Bank voll im Spiel drinnen: Diese Firma wäre gut beraten, entsprechende Positionen abzubauen oder vermehrt abzusichern. Seien Sie sich  bewusst, vor mehr als fünfzehn Jahren habe ich diese Art von Produkten nicht investiert und alles andere ist danach Finanzgeschichte geworden. Es gibt keinen „free lunch“ in diesem Sektor und die Verluste können relativ schnell enorme Dimensionen erreichen. Fazit: Hände weg von CLO Produkten im allgemeinen.

Ganz knapp über der letzten Woche propagierten Unterstützungslinie haben die Valoren des japanischen Elektronikgiganten Sony (Börsensymbol: 6758 JP) den Handel am Montagmorgen begonnen, nämlich bei 5094 Yen, gegenüber meinen von 5080 Yen, welche ich letzte Woche an dieser Stelle propagiert habe. Seien Sie sich  bewusst, dass „The Week“ auch im asiatischen Raum eine starke Fangemeinde aufweist. Ich gehe davon aus, dass der Gigant aus Nippon sich in den kommenden Tagen stabilisieren wird. Hintergrund meiner begründeten Euphorie ist das Kurs-/Gewinnverhältnis von unter 11 Punkten per 2019. Ich würde auf diesem reduzierten Kursniveau einen Versuch starten und erste Positionen aufbauen im Hinblick auf 2020, wenn das Unternehmen auf Hochtouren laufen wird. Fazit: Kaufen Sie erste Positionen auf reduziertem Niveau. Bei einem derartigen Kursniveau können Sie eigentlich nichts Falsches machen.

Seit dem Höchststand von knapp über 40 Franken war die Abwärtsbewegung beim Westschweizer Mäuseproduzent Logitech (Börsensymbol: LOGN SW) mehr als signifikant. Beim aktuellen Kurs von knapp über 35 Franken macht ein Engagement nur dann wirklich Sinn, wenn eine (Teil)-Absicherung über ein Derivat vollzogen wird. Das Unternehmen hat neuen Schwung erhalten, doch seien wir uns der Tatsache bewusst, dass die Margen in einem mehr als kompetitiven Umfeld nicht grenzenlos in die Höhe springen werden. Positiv zu vermerken ist die Innovationskraft des Unternehmens, welche mich regelrecht begeistert. Daher würde ich Logitech nur in Kombination mit einem BRC erwerben, dessen Barriere bei 55% oder 50% liegt. Dabei gehört zur Grundausstattung ein Coupons von 10% oder höher pa. Fazit: Verkaufsempfehlung war optimal und nun wieder eine long only Position  einzugehen macht wirklich keinen Sinn im aktuellen Kontext.

Machen Sie sich keine Sorgen bei Lam Research (Börsensymbol: LRCX US): Der Dämpfer zu Jahresbeginn tut meiner Euphorie keinen Abbruch. Die Fakten sprechen mehr denn je für den Titel: Ein Kurszuwachs von 43% über die letzten zwölf Monate ist und bleibt sensationell. Und bei einem Kursstand von 167 US$, beginnen international agierende Investoren Positionen aufzubauen. In die gleiche Kerbe haut nun der Credit Suisse fünf Sterne Analyst Farhan Ahmad: Er hat vor kurzem das Kursziel von 245 US$ auf 275 US$ erhöht. Interessanterweise liegt das Preisziel der Analystengilde bei 254.92 US$, was einem Aufwärtspotential von 53.69% entspricht. Ich bin da um einiges moderater und gebe ein Preisziel von 205 US$ ab. Jedenfalls sehen Sie einmal mehr, dass meine Schätzungen akkurat sind. Fazit: Keine Panik bei Lam Research. Die Erfolgsstory ist intakt.

Gerne möchte ich Ihnen ein Wunderprodukt der Extraklasse vorstellen: Vorhang auf für den GAM Star Credit Opportunities € Acc (ISIN: IE00B567SW70), welcher mit fast schon unschlagbaren Performancezahlen brilliert. Innerhalb von fünf Jahren konnte das Produkt eine Wertsteigerung von 59.61% vollziehen. Mit einem Sharpe Ratio von 3.8 über diese Zeit, konnte die Konkurrenz nicht mithalten. Das im Jahre 2011 aufgelegte Produkt mutiert zu einem Flaggschiff der GAM Holding (Börsensymbol: GAM SW), welche über kurz oder lang zu mehr als signifikanten Mittelzuflüssen führen wird. Ich würde an Ihrer Stelle dieses Wunderprodukt unbedingt erstehen. Die Diversifikation der Investments ist mehr als gegeben. Fazit: Hier sind Sie als Obligationenliebhaber bestens aufgehoben.

Achtung Neuempfehlung: CSG Systems (Börsensymbol CSGS US) ist ein Wert, der für Sie Neuland darstellen wird, was ich Ihnen auch nicht verüble. Der 1.5 Milliarden US$ Wert wurde von meiner Batterie an quantitativen Modellen auserkoren und danach von mir einer persönlichen Prüfung unterzogen. Der Spezialist für Rechnungstellungen ist ein Titel, welcher in den kommenden Jahren wie eine Rakete abgehen sollte. Speziell die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital von 21.47% vermag schon heute zu begeistern. Ich gehe dabei von einem Gewinnwachstum von 21.48%, gegenüber der Vorjahresperiode aus. Fazit: Dieses Papier obwohl die Marktkapitalisierung gegenüber den üblichen US Empfehlungen recht tief angesiedelt ist, darf auch der konservative Investor im Spiel sein. Sie könnten möglicherweise die Gewinne aus Nvidia in dieses Papier reinvestieren.

Mehr als Stolz bewertet sind die Valoren der Daetwyler Holding (Börsensymbol: DAE SW), welche innerhalb eines Jahres um rund 30% an Wert zulegen konnten. Jetzt bei einem stattlichen Kurs-/Gewinnverhältnis von 27 Punkten gilt es konsequent zu sein und die Papiere des mit 3.4 Milliarden Franken bewerteten Unternehmens abzustossen. Das Management hat ausgezeichnete Arbeit geleistet und alles aus der Firma herausgeholt.  Nun wäre ich an Ihrer Stelle nicht mehr bereit eine Bewertungsprämie für diesen Wert zu entrichten. Es gibt eine Vielzahl von Titeln aus dem Swiss Performance Index, die zu einem Kurs-/Gewinnverhältnis von unter 20 Punkten gehandelt werden. Fazit: Nehmen Sie die satten Gewinne mit. Die Prämie ist nicht mehr gerechtfertigt im aktuellen Börsenkontext.

Börsenausblick: 07/2018: Nehmen Sie die Gewinne bei Logitech mit. Ich gebe es offen zu: Die massiven Aktienkäufe auf Pump in Amerika bereiten mir weiterhin richtig Sorge. Dadurch werden die Kursausschläge auch in den kommenden Wochen massiv zunehmen und neue Kaufgelegenheiten eröffnen. Leser des Trading Rooms werden auf spannende Opportunitäten hingewiesen.

Herzlichst, Ihr François Bloch

12/02/2018
10/02/2018