Trading Desk

Die heimische Grossbank überzeugt mit einem starken Quartalsbericht. Was den weiteren Kursverlauf der Aktie angeht, sind nun zwei Szenarien möglich.

21/07/2021, by Christian Ingerl

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der US-Banken. Die Big Player des Sektors haben die Berichtssaison eröffnet – und das mit einem grossen Knall. Das Quartett aus Wells Fargo, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase wies aufsummiert einen Gewinn von USD 33 Mrd. aus. Das war nicht nur klar über dem Vergleichwert aus dem Vorjahr von USD 6 Mrd., sondern auch deutlich über den Erwartungen. Analysten hatten in Summe nur USD 24 Mrd. auf dem Zettel. Diese Woche ziehen nun die europäischen Geldinstitute nach.

Die Gelder sitzen locker

Den Anfang machte Branchenkrösus UBS, der es seinen US-Kollegen gleich tat und ebenfalls positiv überraschen konnte. Der Konzern berichtete für das zweite Quartal einen Gewinn pro Aktie von USD 0.55 gegenüber der Konsensschätzung von USD 0.37. Die gesamten Einnahmen der UBS übertrafen mit einem Plus von 21% auf knapp USD 9 Mrd. ebenfalls die Erwartungen. Speziell die Vermögensverwaltungsparte für reiche Kunden schnitt gut ab. In dem Segment sammelte das Finanzinstitut USD 25 Mrd. Dollar an frischem Kapital ein.

„Unsere Geschäftsentwicklung nimmt immer mehr an Fahrt auf und unsere strategischen Entscheidungen und Initiativen tragen Früchte“, bewertet UBS-Chef Ralf Hamers die Ergebnisse. Vor allem auf der Kostenseite machte die Bank Fortschritte. Von April bis Juni stiegen diese nur um 10% während die Erträge mehr als ein Fünftel vorankamen. Darüber hinaus wurden Rückstellungen in Höhe von USD 80 Mio. für mögliche Kreditausfälle im Zuge der Entspannung in der Pandemie aufgelöst.

Positive Einstufungen

An der Börse zeigte man sich beeindruckt von dem Zahlenwerk. Die Aktie führte mit einem Tagesplus von mehr als 5% den SMI an. Auch von Expertenseite erntete die Grossbank viel Lob. So geht JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein nach den „erheblich besser“ ausgefallenen Ergebnissen davon aus, dass die Markterwartungen für den Gewinn je Aktie nicht nur für 2021 steigen werden, sondern auch längerfristig im mittleren einstelligen Prozentbereich anziehen. „Die UBS ist für das aktuelle Marktumfeld gut positioniert“, so der Fachmann. Während JPMorgan den fairen Wert der UBS-Anteile bei CHF 18 sieht, glaubt die Investmentbank Jefferies sogar an CHF 20. Das wäre ein Aufschlag von mehr als 40%.

Anlagelösungen

Wer an dieses positive Szenario der beiden Research-Häuser glaubt, der kann mit dem Mini Future Long QDPABP von BNP Paribas weitere Kursgewinne des Basiswerts beschleunigen. Das Produkt verfügt über einen Hebel von 4.5, der Knock-out liegt 9.6% Prozent entfernt.

Da sich das UBS-Management für den weiteren Geschäftsverlauf allerdings eher vorsichtig zeigte, die Erträge dürften im dritten Quartal von saisonalen Faktoren wie einer niedrigeren Kundenaktivität im Vergleich zum Vorquartal gebremst werden, könnte die Aktie allerdings auch auf dem aktuellen Niveau weiter konsolidieren. Das ganze Jahr über bewegt sich das SMI-Mitglied bereits in einer Seitwärtsspanne zwischen CHF 13 und CHF 15. Aber auch aus dieser Konstellation lässt sich Rendite schöpfen: Der Barrier Reverse Convertible RUBADV von der Bank Vontobel stellt eine Seitwärtsrendite von 8.8% p.a. in Aussicht. Die Barriere befindet sich bei CHF 11.06 und damit klar unter der unteren Begrenzung des Seitwärtskorridors. Vom aktuellen Kurs ist die Schwelle derzeit 21.3% entfernt. Die Laufzeit endet am 24. März 2022.

20/07/2021
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