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Rendite trotz Nachhaltigkeit

05.01.2017 3 Min.
  • Andreas Hausheer

Studien zeigen, dass nachhaltige Anlageformen ähnliche Renditen ermöglichen wie herkömmliche Anlagestrategien. Socially Responsible Investments (SRI) erfreuen sich daher wachsender Beliebtheit.

Der Markt für nachhaltige Anlagen gilt als Wachstumsmarkt. Alleine in der Schweiz haben nachhaltige Geldanlagen gemäss einer Erhebung von Swiss Sustainable Finance (SSF) und dem Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) im letzten Jahr einen Wert von CHF 191.9 Mrd. erreicht. Das Konzept der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und besagt, dass man nicht mehr Bäume fällen soll, als in einem bestimmten Zeitraum nachwachsen können. Der moderne Begriff der Nachhaltigkeit geht davon aus, dass wir mit unserer Umwelt so umgehen sollten, dass auch nachfolgende Generationen zumindest gleich gute Lebensbedingungen vorfinden. Eine allgemein gültige Definition von Nachhaltigkeit gibt es aber nicht.

 

«Nachhaltigkeit und Rendite müssen keine Widersprüche sein.»

Positivanalyse und Negativ-Screening

Für den einzelnen Anleger dürfte es schwierig sein, ein Portfolio mit an Nachhaltigkeitsgesichtspunkten orientierten Aktien zusammenzustellen, denn die Auswahl der einzelnen Titel und die Überwachung hinsichtlich der Einhaltung wertebasierter Kriterien ist zeit- und kostenintensiv. Als mögliche Alternative bieten sich die SRI Indizes von MSCI an. Bei der Zusammenstellung der Indizes werden die Unternehmen nach positiven und negativen Kriterien bewertet. Bei der Positivanalyse erfolgt die Bewertung der Unternehmen vierteljährlich anhand eines Kriterienkatalogs aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (engl. Environment, Social, Government – abgekürzt ESG). Die jeweils besten Unternehmen in ihrem Sektor finden Aufnahme in die MSCI Socially Responsible Indizes. Beim Negativ-Screening werden Unternehmen, deren Geschäftsaktivitäten nicht in Übereinstimmung mit spezifischen wertebasierten Kriterien (u.a. Alkohol, Glücksspiel, Tabak, Erotik, Kernkraft, militärische Waffen, zivile Schusswaffen, genmodifizierte Organismen) gebracht werden können, aus den Indizes ausgeschlossen.

Weltweit nachhaltig investieren

Der UBS-ETF WSRUSA bildet die Entwicklung des MSCI World Socially Responsible Index ab. Als Basisuniversum dient dabei der MSCI World Index. Daraus werden mit dem oben beschriebenen Prozess die Indexmitglieder herausgefiltert. Bei der Ländergewichtung haben Unternehmen aus den USA mit rund 55% den klar grössten Anteil. Dahinter folgen Japan und Grossbritannien. Die Schweiz hat einen Anteil von etwas über 3%. Bei den Sektoren sind Finanzdienstleistungsunternehmen mit rund einem Fünftel führend. Auf Ebene der einzelnen Unternehmen führt Microsoft mit einem Gewicht von über 5% die Tabelle an, gefolgt von Procter & Gamble. Der nebenstehende Performancevergleich zeigt, dass Nachhaltigkeit und Rendite keine Widersprüche sein müssen. So haben sich der «gewöhnliche» MSCI World Index und sein nachhaltiges Pendant in etwa gleich entwickelt. Damit könnte nachhaltiges Anlegen auch für Renditejäger ein Thema werden.

 

 

 

 

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