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payoff Trading Desk

Samsung: Aufspaltungsphantasie heizt Kurse an

05.01.2017 3 Min.
  • Martin Raab

Auf der Elektronikmesse in Las Vegas dreht sich bei Samsung alles um Technologie, am Finanzmarkt dagegen um eine mögliche Umstrukturierung. Anleger können sich je nach Meinung mit Hebel positionieren.

Es ist wieder so weit, heute am 5. Januar startet in Las Vegas die Consumer Electronics Show, kurz CES, in ihrer mittlerweile 50. Auflage. Rund 160’000 Besucher, die sich ein Bild über die Technologien der Zukunft machen möchten, werden in der Wüstenstadt erwartet.

Bei den Ausstellern mit dabei ist natürlich der Elektronikkonzern Samsung, der im Smartphone-Bereich ebenso zu den Marktführern zählt wie auch bei Speicherchips und TV-Geräten. Auf der CES möchten die Südkoreaner unter anderem mit zwei Curved-Monitoren mit Diagonalen von 27 und 31.5 Zoll punkten, die mit Quantum Dot-Panels ausgestattet sind. Diese Geräte sind vor allem für die Medienbearbeitung und für Grafikprofis konzipiert worden. Smartphone-Fans werden dagegen enttäuscht: Das neue Flaggschiff Galaxy S8 wird erst im April auf einer Extra-Veranstaltung in New York vorgestellt.

Hedgefonds macht Druck

Bekanntlich hatte Samsung mit seinen Handys zuletzt kein Glück. Die Brandserie beim Galaxy Note 7 brachte das Unternehmen erheblich unter Druck. Doch konnte dies dem Aktienkurs nichts anhaben, in 2016 legte der Titel mehr als 40% zu. Die Aufwärtsbewegung könnte damit aber noch längst nicht zu Ende sein, spekuliert wird derzeit über eine mögliche Aufspaltung des Konzerns. Der streitbare Hedgefonds Elliott Management des US-Milliardärs Paul Singer schlägt unter anderem vor, das operative Geschäft mit Handys, TV-Geräten und Speicherchips abzutrennen und an die New Yorker Technologiebörse Nasdaq zu bringen. Samsung hat Ende November erklärt, mögliche Vorteile der Bildung einer Holding und eines Börsengangs in den USA zu prüfen.

Das geht aber nicht über Nacht, rund 6 Monate möchte sich der Konzern dafür Zeit nehmen. Folglich ist mit einer Entscheidung kaum vor Mai dieses Jahres zu rechnen. Die lange Findungsphase hängt mit der aktuell heiss diskutierten Nachfolgeregelung bei Samsung zusammen. Der 74-jährige Konzernpatriarch Lee Kun Hee ist seit Mai 2014 nach einem Herzinfarkt nicht mehr diensttauglich. Es wird spekuliert, dass seine drei Kinder über eine Umstrukturierung der Beteiligungen innerhalb des Firmen-Konglomerats ihreKontrolle über die Samsung-Gruppe stärken wollen.

Long für Optimisten, Put für Schwarzseher

Solange keine Entscheidung getroffen wurde, könnten die Spekulationen weiter angeheizt werden und die Samsung-Aktie antreiben. Trader können mit dem Turbo long (Valor: 34570005) der Commerzbank auf dieses Szenario setzen. Das Produkt hebelt die Kursbewegung des Basiswertes um mehr als das Vierfache. Der Knock-Out befindet 16% vom aktuellen Niveau entfernt.

Wer dagegen mit einer Korrektur nach der langen Rallye rechnet, kann diese mit dem Put Warrant (Valor: 34204969) in Gewinne ummünzen. Der Strike des Derivats befindet sich bei USD 700 und damit rund 6% vom aktuellen Niveau der Samsung-Aktie entfernt. Ab dieser Marke befindet sich der Optionsschein «im Geld». Die Laufzeit endet am 14. Juni 2017, der Hebel beträgt 14.5.

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