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«Trading Idee»: Clariant – Es kann nur besser werden

03.01.2026 3 Min.
  • Serge Nussbaumer
    Chefredaktor

Die Beteiligung an einem Kartell bleibt für Clariant eine grosse
Belastung. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass
der Spezialchemiekonzern operativ auf Kurs ist.

Call Warrant mit Knock-Out auf Clariant

Vor über fünf Jahren bestrafte die Europäische Kommission ein Einkäuferkartell im Ethylenmarkt. Vier Unternehmen hatten die Preise für die gasförmige Verbindung, die vor allem für die Herstellung von Kunststoffen genutzt wird, abgesprochen. Clariant räumte 2020 seine Beteiligung ein und zahlte knapp EUR 160 Millionen. Nun sieht sich der Spezialchemiekonzern mit mehreren Schadensersatzklagen konfrontiert, zuletzt von BP Europe und ExxonMobil. Clariant weist die Vorwürfe zurück und will nachweisen, dass das Kartell den Markt nicht beeinflusst hat.

An der Börse hängt diese Causa dennoch wie ein schwerer Bremsklotz an dem Mid Cap. Clariant bewegte sich in einem mehrjährigen Abwärtstrend, der bis heute zu einem Wertverlust von knapp 30% geführt hat. Diese Schwäche ist natürlich auch dem Umfeld geschuldet. In einer von Handelskonflikten und diffusen Konjunkturaussichten geprägten Zeit haben zyklische Chemieaktien generell einen schweren Stand. Doch Clariant büsste im vergangenen Jahr rund 22 Prozentpunkte mehr ein als der europäische Sektor.

Kommt 2026 die Wende? 

Ein Comeback sollte nicht an der Bewertung scheitern: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Jahr 2026 liegt bei unter 9, basierend auf der Erwartung, dass Clariant den Überschuss um rund 17% steigert. Die jüngsten Zahlen untermauern den Konsens: Trotz rückläufiger Umsätze in den ersten neun Monaten stieg das operative Ergebnis (EBITDA vor Sonderfaktoren) um 4% auf CHF 521 Millionen, die EBITDA-Marge kletterte auf 18.0% (+160 Basispunkte). CEO Conrad Keijzer betont, dass sich ein effektives Kosten- und Preismanagement auszahlt und bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr.

Der Zwischenbericht zeigt nicht nur, dass Clariant operativ auf Kurs ist. Zuletzt sorgte der Konzern auch mit einem Auftrag aus Fernost für Aufsehen. SECCO Petrochemicals wird in den kommenden zehn Jahren die Plattform «CLARITY Prime Digital Services» nutzen. Mithilfe dieser Lösung, die auch Künstliche Intelligenz nutzt, soll die Leistung der Katalysatoren in einer Ethylanlage in Shanghai optimiert werden. Möglicherweise hat diese Meldung einige Investoren dazu veranlasst, Positionen bei Clariant aufzubauen. Jedenfalls konnte der SMIM-Titel in der zweiten Novemberhälfte Boden gutmachen. Dadurch hielt die charttechnische Unterstützung im Bereich von CHF 7. Nun klopft die Aktie sogar an den im Jahr 2024 lancierten Abwärtstrend an.

Insgesamt ergibt sich für Trader eine reizvolle Konstellation. Sie könnten beispielsweise eine Position über den Call Warrant mit Knock-Out (ISIN CH1436565647) aufbauen. Das open-end Produkt partizipiert mit einem Hebel von 4.70 überproportional an steigenden Kursen bei Clariant. Mit CHF 5.749 liegt der Stop-Loss rund ein Fünftel unter dem Basiswertkurs. Dieser Abstand darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hierbei um eine ziemlich spekulative Wette handelt.   

Produktinfos*

ISINCH1436565647
ProdukttypCall Warrant mit Knock-Out
BasiswertClariant
EmittentBNP Paribas
RatingA+ (S&P)
HandelswährungCHF
Erster Handelstag 09.04.2025
Laufzeitopen-end
AusgabepreisCHF 1.90
BasiswertCHF 7.288
Strike Rate72.82%
Knock-Out 5.756
Hebel4.70
Briefkurs*CHF 1.77
HandelsplatzSwiss DOTS
Weblinkpayoff.ch/CH1436565647
*Stand 12. Dezember 2025

Kursverlauf

Quelle: baha

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