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payoff Trading Desk

VW: Mit Vollgas in die Zukunft

11.01.2018 3 Min.
  • Martin Raab

Die Geschäfte beim weltgrössten Autokonzern laufen derzeit blendend. Zudem stellt VW seine Weichen auf Zukunft. Börsianer honorieren die Entwicklung: Die Marke von EUR 200 ist für die Aktie in greifbare Nähe gerückt.

Es ist wieder so weit: Die North American International Auto Show, kurz NAIAS, in Detroit läutet das automobile Jahr ein. Ab dem 13. Januar öffnet die Messe die Pforten für die Fachbesucher, sieben Tage später darf dann auch das gemeine Volk die neuesten Entwürfe der PS-Branche bestaunen. Mit dabei sind natürlich auch Europas Vorzeigehersteller BMW, Daimler und VW. Grosse Aufmerksamkeit wird dabei der Konzern aus Wolfsburg auf sich ziehen – und das nicht nur, weil er das Tuch vom neuen Jetta zieht.

Vor allem die Zukunftsthemen «Elektromobilität» sowie «Autonomes Fahren» stehen bei VW derzeit im Mittelpunkt des Interesses. So haben die Deutschen gerade eine Zusammenarbeit mit dem US-Chiphersteller Nvidia bei selbstfahrenden Autos bekanntgegeben. Die Wolfsburger werden künftig die Plattform Drive IX nutzen. In Sachen E-Autos zeigt VW ebenfalls grosses Engagement. Für den E-Mobility-Bereich wird nun extra ein eigenständiges Vorstandsressort geschaffen. Ab dem1. Februar 2018 wird Thomas Ulbrich, bisher Vorstand für Produktion und Logistik der Marke Volkswagen, das neue Ressort übernehmen.

Weltweite Nummer eins

Doch nicht nur der Blick in die Zukunft fällt bei Volkswagen rosig aus, auch im tagtäglichen Geschäft macht das Unternehmen eine gute Figur. Trotz der Nachwehen aus dem Dieselskandal ist es den Wolfsburgern laut einem Medienbericht gelungen, 2017 den Titel des weltgrössten Autobauers zu verteidigen. Nach Recherchen von «Bild am Sonntag» verkaufte der Konzern im vergangenen Jahr mehr als 10.5 Mio. Fahrzeuge nach 10.3 Mio. im Vorjahr. Die genauen Zahlen werden am 17. Januar veröffentlicht. Erzrivale Toyota hatte seine Prognose bereits im Dezember abgegeben und geht von 10.35 Mio. verkauften Autos in 2017 aus. Dies würde zwar einem Plus von 2% gegenüber dem Vorjahr entsprechen, reicht aber nicht, um VW vom Thron zu schupsen.

Schneller Vorwärtsgang

Am Kapitalmarkt zählt die VW-Aktie bereits seit Längerem zu den Outperformern. 2017 war der Titel mit einem Plus von 24.8% doppelt so schnell unterwegs als der DAX. Das mittelfristige Chartbild hat sich damit deutlich aufgehellt. Auch fundamental scheint das Potenzial noch nicht ausgereizt zu sein. So überraschten zuletzt mehrere Researchhäuser mit Kurszielen von über EUR 200. Die Deutsche Bank hat die Vorzugsaktien gerade eben von «Hold» auf «Buy» hochgestuft und das Kursziel von EUR 170 auf EUR 210 Euro angehoben. «2018 und 2019 dürften für den Autobauer wegen Erfolgen mit SUV-Modellen und einem möglichen Börsengang des Nutzfahrzeuggeschäfts zu idealen Jahren werden», erläutert Analyst Tim Rokossa seine neue Einschätzung.

Anlagelösungen

Einer weiteren Aufwärtsfahrt können risikoerprobte Anleger mit dem Faktor-Zertifikat (Valor: 34417145) der Commerzbank noch mehr Schub verleihen. Das auf Swiss DOTS kotierte Produkt beschleunigt die Kursentwicklung um das 8-fache. Eine Knock-out-Schwelle sowie eine Laufzeitbegrenzung gibt es bei diesem Produkt nicht.

Anleger, die dagegen erwarten, dass sich die VW-Aktie nach ihrem Husarenritt eine Verschnaufpause gönnen wird, sind mit dem Barrier Reverse Convertible RVOA1V der Bank Vontobel gut beraten. Das seit Ende Dezember am Markt erhältliche Produkt bietet eine Renditechance von 4.3% p.a. Der Abstand zur Barriere beträgt beruhigende 33%.

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