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Weitere zuversichtlich stimmende Nachrichten

28.04.2023 2 Min.
  • Karine Patron
    Vermögensverwalterin
    Banque Bonhôte & Cie SA

Die vergangene Woche war von stabilen Märkten geprägt. Die makroökonomischen Daten haben aufgezeigt, dass sich die Inflation vor dem Hintergrund einer nach wie vor robusten Wirtschaft langsam zurückbildet.

Darüber hinaus stimmten die ersten Veröffentlichungen der US-Banken, welche die positiven Auswirkungen der verbesserten Zinsmargen auf die Gewinne in den Vordergrund stellten, zuversichtlich.

Die Anleihenrenditen blieben stabil. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen liegt bei rund 3,50%, diejenige der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen bei 2,50%.

In den USA hat sich die Geschäftstätigkeit in der Region New York im April (-9,8%) gegenüber dem Vormonat (-10,1%) kaum verändert. Im Gegensatz dazu beschleunigte sich das Wachstum des US-Privatsektors. Der zusammengesetzte Composite-Einkaufsmanagerindex für die globale Wirtschaft stieg auf 53,5 Punkte, nach 52,3 Punkten im Vormonat. Die Dienstleistungskomponente fiel mit 53,7 gegenüber 52,6 Zählern stärker aus als erwartet.

Obwohl sich der Anstieg der Verbraucherpreise in der Eurozone im März deutlich verlangsamte, verharrt die Kerninflation auf hohem Niveau. Tatsächlich verlangsamte sich der Verbraucherpreisindex der Eurozone im vergangenen Monat auf 6,9% im Jahresvergleich. Im Monatsvergleich stiegen die Preise erwartungsgemäss um 0,9%. Ohne die Komponenten Nahrungsmittel und Energie resultierte im Jahresvergleich ein Rückgang auf 7,5%.

Der Composite-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone erholte sich von 53,7 Punkten im März auf 54,4 Punkte in diesem Monat, was ein kräftiges Wachstum des Privatsektors im April belegt.

In Deutschland fielen die Erzeugerpreise im März um 2,6%, was ihren Anstieg im Jahresvergleich auf 7,5% verringerte – eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Februar mit einem Anstieg der Erzeugerpreise um 15,8%.

In China beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum im März stärker als erwartet. Angetrieben wurde diese Entwicklung durch den privaten Konsum, während sich die Bauinvestitionen weiter zurückbildeten. Somit resultierte ein Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 4,5% im Jahresvergleich, und die Einzelhandelsumsätze stiegen um 10,6%. Diese erneute Dynamik des privaten Konsums trug in der vergangenen Woche teilweise zu den guten Umsatzzahlen der Luxusgüterkonzerne LVMH, Hermès und L‘Oréal bei, die für das vergangene Quartal publiziert wurden.

Vor diesem Hintergrund schloss der S&P 500 die Woche mit einem Plus von 0,79%, während der Technologieindex Nasdaq ein bescheidenes Plus von 0,29% verbuchte. Der Stoxx 600 Europe legte 1,74% zu. In dieser Woche werden weitere Unternehmensergebnisse sowie die Publikation der Einkaufsmanagerindizes in den USA im Fokus stehen.

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