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«Trading Idee»: EUR/CHF – Sicherheit vor Zinsdifferenz

05.02.2026 3 Min.
  • Wolfgang Hagl
    Redaktor

Mini-Future Short auf EUR/CHF

In den grossen Devisenräumen Zürichs und Londons begann sich 2025 ein Muster zu verfestigen: Immer dann, wenn die Welt unruhiger wurde, wanderte Kapital in Richtung Schweiz. Der Franken spielte also seine klassische Rolle als Sicherer Hafen aus – und tat dies bemerkenswert konsequent, obwohl die SNB den Leitzins im Juni 2025 auf 0.0% zurücknahm. Zum Vergleich: In der Eurozone liegt der massgebliche Einlagesatz bei 2%. Selbst wenn sich der Euro in der Gesamtbetrachtung über einige Strecken hinweg auch stabil zeigte, war die Bewegung unter der Oberfläche nervös: EUR/CHF schwankte im Verlauf eines Jahres grob zwischen knapp 0.91 und fast 0.97.

Krisenaufschlag…

In Summe gewann der Franken also nicht in einer geraden Linie, sondern in Schüben. Das ist ganz typisch für eine Währung, die in Stressphasen als Versicherung gekauft wird. Dies zeigt sich auch im noch jungen Jahr 2026. 

Neben den geplanten Einsparungen dürften Sika die expansive Geldpolitik, eine solide globale Heftige Handelsstreitigkeiten und geopolitische Schocks wie die Androhung neuer Zölle, der Grönlandkonflikt sowie anhaltende Spannungen im Nahen Osten sorgten dafür, dass das FX-Duo ein neues Tief bei CHF 0.9144 markierte, was einer Aufwertung des Franken gegen den Euro von 1.4% entspricht. 

…und die SNB hält still

Der SNB ist diese Entwicklung eher ein Dorn im Auge. «Das ist eine sehr schwierige Situation für Schweizer Exporteure», sagte Martin Schlegel, Präsident der Schweizerischen Nationalbank am Weltwirtschaftsforum in Davos. Trotz der negativen Folgen für die heimische Wirtschaft hält die SNB aber die Finger still. Die Frage ist allerdings: Wann werden die Währungshüter ihre geldpolitischen Instrumente auspacken? Im vergangenen Jahr gingen Devisenexperten davon aus, dass ein Niveau von CHF 0.92 die SNB zum Handeln zwingt. Diese Untergrenze scheint sich weiter nach unten verschoben zu haben, noch ist nämlich keine Intervention zu erkennen. Als Möglichkeiten stehen SNB-Chef Schlegel neben direkten Devisenmarkteingriffen auch Negativzinsen zur Verfügung. Solange die Marke von CHF 0.90 nicht fällt, dürfte die Nationalbank den Markt unbehelligt lassen. Damit kann der Abwärtstrend des Währungspaares EUR/CHF weiter anhalten respektive sogar an Tempo gewinnen. Denn sich verschär-
fende geopolitische Spannungen, wie sie gerade im Iran zu beobachten sind, sowie neue Handelskonflikte, und die Ungewissheit wen US-Präsident Donald Trump als nächstes ins Visier nimmt, treiben Safe-Haven-Käufe an. Damit könnte der Franken schneller aufwerten, als die SNB kommunikativ gegenhalten kann.

Für 2026 bleibt der wahrscheinlichste Pfad ein starker Franken. Eine Rückkehr zu Negativzinsen ist möglich, aber nach heutigem Informationsstand eher ein Ausnahmeszenario. Mutige Anleger können auf eine weitere Aufwertung wetten. Der Mini-Future Short profitiert mit einem Hebel von 14.32 an dem Devisengespann EUR/CHF. Das Stop Loss-Level bei CHF 0.9641 bietet einen soliden Puffer von 5%. Die Barriere liegt knapp unter dem Jahreshoch von CHF 0.9661, das Anfang März 2025 markiert wurde. 

Produktinfos*

ISINCH1332902183
ProdukttypMini-Futur Short
BasiswertEUR/CHF
EmittentBNP Paribas
RatingA+ (S&P)
HandelswährungCHF
Erster Handelstag 28.05.2024
Laufzeitopen-end
Hebel*14.32
Stop LossCHF 0.96
FinanzierungslevelEUR 0.98
Briefkurs*CHF 0.650
HandelsplatzSwiss DOTS
Weblinkpayoff.ch/CH1332902183
*Stand 31. Januar 2026

Kursverlauf

Quelle: baha

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