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payoff Trading Desk

ABB: SMI-Titel vor dem Ausbruch

08.09.2016 3 Min.
  • Martin Raab

Die ABB-Aktie hat soeben einen Schlüsselwiderstand geknackt. Damit erhöhen sich die Chancen auf weitere Kursgewinne. Aus fundamentaler Sicht wird es Anfang Oktober spannend. Mit einem Call-Warrant lässt sich auf den Top-Performer wetten.

Die ABB-Aktie präsentiert sich in diesem Jahr aussergewöhnlich spritzig. Bei den Valoren des Elektrokonzerns steht seit Silvester ein Zuwachs von 22 Prozent zu Buche. Damit liegt der Blue Chip auf Platz zwei hinter Geberit. Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt befindet sich mit einem Minus von knapp sechs Prozent klar in den Miesen.

In dem aktuellen Aufwärtstrend gelang es ABB nun eine wichtige Barriere zu überwinden: den Widerstandsbereich bei 21 Franken. Dieser beschäftigt die Aktie bereits seit 2013. Der jüngste Vorstoss der Bullen schafft jetzt weiteres Potenzial. Als erstes Ziel rückt das Fünf-Jahres-Hoch bei 23,85 Franken ins Visier. Dies entspricht einer kurzfristigen Aufwärtschance von rund neun Prozent. Würde es der ABB-Aktie gelingen, auch dieses Niveau zu knacken, wären aus charttechnischer Sicht sogar noch höhere Kurse drin. Denn dann würde der Blue Chip den langfristigen Seitwärtskanal zwischen 14 und 24 Franken, der seit 2009 den übergeordneten Trend vorgibt, nach oben verlassen.

Es liegt was in der Luft

Um tatsächlich in diese Regionen vorzudringen bedarf es sicherlich einer fundamentalen Unterstützung. Zum zweiten Quartal zeigte die ABB-Bilanz Licht und Schatten. Von April bis Juni trieben zwar die Einsparungen die operative Rendite nach oben, Einnahmen und Auftragsvolumen schrumpften allerdings erneut. Der Blick der Anleger richtet sich aber nun nach vorne. Dick anstreichen im Kalender sollten sich Anleger den 4. Oktober. Auf dem Investorentag möchte Vorstandschef Spiesshofer die Ergebnisse seiner einjährigen strategischen Überprüfung vorlegen und seinen weiteren Plan präsentieren. Ein Fokus liegt dabei auf der möglichen Abspaltung des Energiegeschäfts. Neuesten Spekulationen zufolge könnte es tatsächlich zu einem Verkauf kommen. Der Chef des Grossaktionärs Investor AB, Johan Forsell, soll einem Bericht der schwedischen Zeitung «Dagens Industri» zufolge eine Abspaltung unterstützen.

Zurück auf den Wachstumskurs möchte ABB auch mit Hilfe der digitalen Welle surfen. Um das Thema im Konzern voran zu bringen wurde nun der langjährige Manager des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems Guido Jouret zum Digitalchef ernannt. Dieser wird die Verknüpfung von Maschinen mit dem Internet vorantreiben.

Positionieren für eine Trendfortsetzung

Spekulative Anleger können das einerseits charttechnisch positive Bild und die andererseits spannenden operativen Umstände nutzen, um mit dem Call-Warrant UPABB der UBS gehebelte Gewinne zu erzielen. Der Strike des Produkts liegt auf dem entscheidenden Ausbruchsniveau von 24 Franken. Der Optionsschein mit einer Laufzeit bis Dezember 2017 verfügt über einen Hebel von 6,3.

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