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payoff Trading Desk

DAX: Kräftemessen zwischen Bullen und Bären

28.11.2023 5 Min.
  • Serge Nussbaumer
    Chefredaktor

Der DAX setzte zuletzt zu einer dynamischen Gegenbewegung an. Allerdings zeigen sich sowohl konjunkturell als auch auf Unternehmensseite Licht und Schatten.

Die starken Kursbewegungen eröffnen aber beste Tradingchancen. Anleger finden auf dem führendem OTC-Marktplatz für Hebelpapiere Swiss DOTS passende Lösungen für Long- und Short-Spekulationen.

Das jüngste Tradingsignal beim Deutschen Aktienindex war eindeutig: Short. Der 100-Tage-Durchschnitt hat die 200-Tage-Linie von oben nach unten durchschnitten. Die technische Analyse spricht hier von einem «Death Cross», zu deutsch «Todeskreuz». Dabei handelt es sich um einen wichtigen Trendindikator. Jedoch haben die «Chartis» die Rechnung ohne die «Fundis» gemacht. Just in diesem Moment wurden überraschend gute Inflationszahlen in den USA veröffentlicht, was die Angst vor weiteren Zinserhöhungen dämpfte. Mehr noch: «Das Zinshoch dürfte erreicht sein. Der nächste Zinsschritt geht nach unten», bringt Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank das Geschehen auf den Punkt.

Unsichere Charttechnik

In einer ersten Reaktion legte der DAX auf die neuen Zinsfantasien deutlich zu. Dabei ging die Gegenbewegung schon früher los. Das jüngste Verlaufstief markierten die 40 deutschen Bluechips am 23. Oktober bei rund 14‘630 Punkten. Hier befindet sich ein bewährter Support, auf diesem Niveau drehte der DAX bereits im März dieses Jahres nach oben. Und trotz dieser Wende Ende Oktober ist es zu einem Todeskreuz gekommen. Stellt sich die Frage, wieviel Gewicht hat dieses Ereignis tatsächlich?

Eines steht fest: Anleger, die den Trendindikator zuletzt umgesetzt haben, wurden von deutlichen Kursrückgängen verschont. So notierte der DAX am 28. Februar 2022, als die 100-Tage-Linie den 200er-Durchschnitt kreuzte, bei rund 14‘400 Punkten. Im Anschluss stürzten die Standardwerte bis auf unter 11‘900 Zähler ab, ein Verlust von etwas mehr als 17%. Allerdings kam es in der Vergangenheit auch immer wieder zu Fehlsignalen wie im April 2020. Das damals entstandene Todeskreuz wurde kurz darauf durch ein Kaufsignal in Form eines «Golden Cross» konterkariert.

Sinkende Inflation…

Aktuell scheint die Stärke der Märkte, geschöpft aus den makroökonomischen Entwicklungen, alles andere zu überlagern. So deuteten nach dem Rückgang der US-Teuerungsrate auch die jüngsten US-Erzeugerpreise auf einen nachlassenden Inflationsdruck hin. Darüber hinaus sank in Europa die britische Inflation im Oktober auf das niedrigste Niveau seit 2 Jahren, was die Hoffnungen auf eine weniger strenge Geldpolitik der Notenbanken verstärkt. «Das bessere Inflationsbild in Grossbritannien und in den USA deutet darauf hin, dass wir bald einen Kurswechsel bei den Anlegerentscheidungen beobachten könnten», konstatiert Stuart Cole, Chef-Volkswirt von Equiti Capital, und führt weiter aus: «Schliesslich ist das Schlimmste vorbei, und zwar sowohl für den Anleihe- als auch den Aktienmarkt.»

…schwache Konjunktur

Auf der anderen Seite verlief die Berichtssaison in Deutschland sehr durchwachsen. Schwergewichte wie SAP, Mercedes-Benz oder BASF konnten alles andere als überzeugen. Bayer schlägt sich wiederum mit hausgemachten Problemen herum und VW sorgte mit einer Gewinnwarnung gar für ein negatives Highlight. Nicht zu vergessen ist Siemens Energy, die angesichts Milliardenverlusten staatliche Unterstützung benötigt. Doch es gab auch positive Berichte. Glänzen konnten beispielsweise die Energieversorger E.ON und RWE sowie die Münchener Rück. Wie es mit den Unternehmensgewinnen, die massgeblichen Einfluss auf die Aktienkurse haben, weitergehen wird, hängt stark von der weiteren Entwicklung der deutschen Wirtschaft ab. Diese schrumpfte im Sommer um 0.1% und dürfte Schätzungen zufolge im laufenden Quartal in eine sogenannte technische Rezession eintauchen. Aber auch hier ist nicht nur Schatten, die weiteren Aussichten bringen Lichtblicke. Laut dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) bewerteten Marktteilnehmer die Aussichten für die deutsche Konjunktur im November den vierten Monat in Folge weniger pessimistisch. Das entsprechende Barometer stieg um 10.9 Punkte auf plus 9.8 Zähler und liegt damit erstmals seit April wieder im positiven Bereich. «Es erhärtet sich somit der Eindruck, dass die Talsohle der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland erreicht ist», kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Doch nicht alle Experten sind gleich optimistisch. «Der Konjunkturverlauf ähnelt weiter dem berühmten Ritt auf der Rasierklinge zwischen leichtem Wachstum und rückläufigem Bruttoinlandsprodukt. Mehr liegt derzeit nicht drin», so VP-Experte Gitzel.

Anlagelösungen

Angesichts dieser gemischten Aussichten ist es derzeit nicht einfach, sich auf eine Seite zu schlagen. Es gibt gute Gründe für die Bären wie auch für die Bullen. Die dynamischen Bewegungen im DAX sprechen aber klar dafür, dass es jede Menge Tradingchancen gibt. Das aktuell positive Momentum lässt sich bestens mit einem Long-Faktor-Zertifikat spielen. Die Papiere können vor allem bei kurzfristigen Bewegungen ihre Vorteile ausspielen. Diese reichen von einem konstanten Hebel bis hin zu einer Unabhängigkeit von der Volatiliät und der Laufzeit bei der Preisgestaltung. Auf Swiss DOTS sind insgesamt mehr als 7‘000 Hebel-Produkte auf den DAX zu finden, rund zwei Drittel davon sind Long augesrichtet. Ein passendes Produkt für die Bullen ist das Faktor-Zertifikat (Valor 117507242) von der Société Générale. Das Open-End-Produkt verfügt über einen Hebel von 14. Gelingt dem DAX der Ausbruch über die Widerstandszone bei 15‘800 Punkten liegt die nächste Zielzone im Bereich von 16‘000 Zählern. Wer längerfristig bullisch auf den DAX ist, der sollte einen Warrant bevorzugen. Der Call Optionsschein (Valor 127891809) von BNP Paribas mit Laufzeit bis Ende März 2024 wäre dafür geeignet. Der Strike befindet sich bei 16‘250 Punkten, wodurch sich der Warrant noch aus dem Geld befindet. Der Hebel beträgt 16.9 und lässt damit klar überproportionale Gewinne zu.Kommt es nach der Rallye demnächst zu Rückschlägen beim DAX oder erweist sich die Rückkehr über die 200-Tage-Linie gar als Fehlsignal, wäre das Constant Leverage Zertifikat (Valor 121105752) von der Bank Vontobel ein passendes Produkt. Das Endlos-Papier ist mit einem konstanten Hebel von 12 ausgestattet. Für den Fall, dass die Abwärtsbewegung länger dauern sollte, wäre der Short Warrant (Valor 124119358) von BNP Paribas mit Hebel 18.5 und einem Strike bei 15‘500 Punkten eine gute Wahl.

Quelle: baha

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