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Mit 100% Kapitalschutz an Gold partizipieren
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Curdin Summermatter
Leiter Verkauf Strukturierte Produkte
Zürcher Kantonalbank
Mit dem ZKB-Kapitalschutzprodukt am steigenden Goldpreis partizipieren, sofern die Knock-out-Barriere nicht berührt wird.
Gold hat unruhige Monate hinter sich – und hält sich dennoch besser, als es die Zinsentwicklung in den USA zunächst vermuten lässt. Das Edelmetall ist mit Schwung ins Jahr 2026 gestartet: Anfang Januar kostete die Feinunze rund USD 4330.00, fast 65% mehr als ein Jahr zuvor.
Bis Ende Januar stieg der Preis steil an und erreichte mit USD 5417.20 einen rekordhohen Schlusskurs. Unmittelbar danach folgte jedoch eine scharfe Korrektur: Innerhalb von zwei Handelstagen verlor Gold fast 14% oder rund USD 750.00. Bis Mitte Juli setzte sich die Schwäche fort und der Preis fiel auf ein Jahrestief von USD 3976.50. Anfang Oktober kostete das Edelmetall rund USD 4120.00 und notierte damit knapp 5% schwächer als zu Beginn des Jahres.
Gold im Spannungsfeld von Krieg und Zinspolitik
Die Preisschwäche mag auf den ersten Blick überraschen. Die geopolitische Lage hat sich im laufenden Jahr mit dem Kriegsausbruch zwischen dem Iran und den USA deutlich verschärft – eigentlich ein Umfeld, in dem Gold als klassischer sicherer Hafen gefragt ist.
Doch derselbe Konflikt hat über die Energiepreise einen gegenläufigen Effekt ausgelöst. Der Anstieg der Ölpreise hat die Teuerung angeheizt und die Inflationserwartungen nach oben getrieben. Dies hat schliesslich die US-Notenbank (Fed) auf den Plan gerufen. Im September hat sie erstmals seit 2023 die Leitzinsen angehoben und in ihrem Statement auf die Teuerung verwiesen, die über dem Zielwert des Fed verharrt («Inflation remains elevated»). Bis Ende 2026 preisen die Terminmärkte aktuell eine weitere Zinserhöhung von 25 Basispunkten ein.
Damit hat sich die Marktstimmung innerhalb weniger Monate vollständig gedreht, denn noch zu Beginn des Jahres rechneten die Finanzmärkte mit moderaten Zinssenkungen des Fed.
Steigende Realrenditen setzen Gold unter Druck
Die Zinsen am kurzen Ende sind entsprechend gestiegen, wie ein Blick auf die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen zeigt: Sie haben im September eine Jahreshoch von 4.9% erreicht, nachdem sie zum Jahresauftakt bei rund 3.47% notierten.
Aber auch die langfristigen Renditen haben deutlich angezogen. Anfang Oktober rentierten zehnjährige US-Staatsanleihen bei rund 5.3% – so hoch wie zuletzt im Mai 2002. Noch wichtiger für die Entwicklung des Goldpreises sind jedoch die Realrenditen, also die nominale Verzinsung abzüglich der erwarteten Inflation. So sind die Renditen zehnjähriger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen (TIPS) anfangs Oktober auf 2.96% geklettert und erreichten damit den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Oktober 2008.
Grundsätzlich gilt: Je attraktiver die inflationsbereinigten Renditen sind, desto grösser ist der Anreiz, in Anleihen statt in ein unverzinstes Asset wie Gold zu investieren. Dies lässt sich auch in der aktuellen Marktphase beobachten. So gerieten beispielsweise Gold-ETFs im zweiten Quartal unter Verkaufsdruck, wie Zahlen des Interessenverbands World Gold Council (WGC) belegen. Die Analysten begründen diese Entwicklung mit steigenden Inflations- und Zinserwartungen sowie der Aufwertung des US-Dollars.
Notenbanken stützen
In diesem Zinsumfeld mag es fast schon erstaunlich sein, dass der Goldpreis nicht noch stärker gesunken ist. Tatsächlich verharrt der Preis über der Marke von USD 4100.00 und damit auf einem historischen Höchststand. Vor diesem Hintergrund relativiert sich der jüngste Rücksetzer und markiert möglicherweise eher eine Konsolidierung auf hohem Niveau.
Eine wichtige Stütze für die Goldnachfrage sind die Zentralbanken. Sie haben gemäss Daten des World Gold Council im zweiten Quartal 289 Tonnen des Edelmetalls gekauft, das entspricht einer Steigerung von 62% gegenüber dem Vorjahresquartal. Insgesamt ist die Goldnachfrage im ersten Halbjahr 2026 daher nahezu unverändert geblieben, trotz der Abflüsse in Gold-ETFs. In der jährlichen Umfrage des WGC haben zudem 45% der Zentralbanken angegeben, ihre eigenen Goldreserven in den nächsten zwölf Monaten aufstocken zu wollen. Das ist gemäss Bloomberg der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 2018.
Für die Notenbanken spielen die Realrenditen eine untergeordnete Rolle; sie orientieren sich an Reservezielen und geopolitischen Überlegungen. So hat etwa die chinesische Zentralbank, eine der grössten Goldkäuferinnen der Welt, die Preisschwäche im September genutzt, um ihre Kaufvolumen auszubauen, wie Bloomberg berichtet.
Gold dürfte sich vorerst weiterhin im Spannungsfeld widersprüchlicher Kräfte bewegen: Auf der einen Seite sorgen steigende Realrenditen für Gegenwind, auf der anderen Seite stützen anhaltende Käufe der Zentralbanken und geopolitische Risiken die Nachfrage. Kurzfristig dürften weitere Schwankungen daher wahrscheinlich sein.
Am Goldpreis partizipieren
Für Anlegerinnen und Anleger, die in den kommenden Monaten mit Kursgewinnen in Gold rechnen und sich zugleich gegen Verluste absichern möchten, kann das ZKB Kapitalschutz-Zertifikat auf den Swisscanto Gold ETF USD interessant sein.
Das Produkt mit einer Laufzeit von 18 Monaten bietet einen Kapitalschutz von 100% per Verfall. Zudem partizipieren Anlegerinnen und Anleger vollumfänglich an der Entwicklung des Swisscanto Gold ETF USD, allerdings ist die Partizipation begrenzt. Hier kommt die Knock-out-Barriere ins Spiel, die beim vorliegenden Produkt bei 135% (gemessen am Initial Fixing) liegt: Überschreitet die Notierung des Swisscanto Gold ETF USD während der Laufzeit diese Barriere, entfällt die Partizipation an den Kursgewinnen. Der Kapitalschutz per Verfall bleibt bestehen, zusätzlich erhalten Anlegerinnen und Anleger im Falle eines Knock-outs einen Rebate von 8%. Wird die Knock-out-Barriere nicht berührt, entfällt der Rebate.
Das Produkt richtet sich an Anlegerinnen und Anleger, die dem Goldpreis eine Aufwärtsbewegung zutrauen, aber kein Kursfeuerwerk erwarten. Nicht geeignet ist das Produkt hingegen für Investorinnen und Investoren, die einen steilen Anstieg des Goldpreises oder temporäre Ausreisser nach oben erwarten. Zudem gehen Anlegerinnen und Anleger unter Umständen ein Wechselkursrisiko ein, denn das Produkt ist in USD denominiert. Entscheidend für den Investmententscheid sind immer die Erwartungen der Anlegerinnen und Anleger.
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