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Die heimische Biotech-Firma Idorsia feiert Medikamentenerfolge und verfügt über eine starke Pipeline. Innovationen werden nicht nur in der Biotech-Branche gross geschrieben, sondern auch im Finanzsektor, wie bei Swissquote, dem Schweizer Leader im Online-Banking. Auf dessen führendem OTC-Marktplatz für Hebelpapiere Swiss DOTS finden Trader die passenden Produkte für eine aussichtsreiche Idorsia-Spekulation.

23/09/2022, by Serge Nussbaumer

Schon heute steht fest, dass das Jahr 2022 in die Geschichtsbücher von Idorsia eingehen wird. Die kleine Biotech-Schmiede aus Allschwil im Kanton Basel-Landschaft hat nur fünf Jahre nach der Gründung seine ersten beiden Medikamente auf den Markt gebracht. «Die Einführung unserer ersten Produkte transformiert das Unternehmen zu einer kommerziellen Einheit», kommentiert CFO André C. Muller den Fortschritt.

Erfolgreicher Doppelschlag in Japan und den USA

Den ersten Erfolg feierte Idorsia in Japan. Im Land der aufgehenden Sonne führte die Firma im April «Pivlaz» zur Behandlung von Patienten mit aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen – einer plötzlichen, lebensbedrohlichen Blutung in einem bestimmten Teil des Hirns – ein. Kurz darauf folgte der Launch von «Quviviq» in den USA. Dabei handelt es sich um eine Arznei für erwachsene Insomnie-Patienten. Inzwischen hat auch die EU-Kommission dem Schlafmittel die Zulassung erteilt. Während Idorsia in Europa mit dem speziellen Wirkmechanismus von Quviviq eine einzigartige Stellung geniesst, muss sich das Mittel in Übersee gegen die zwei Konkurrenten «Belsomra» und «Dayvigo» behaupten.

Aussichtsreiche Pipeline mit riesigem Potenzial

Idorsia drückt weiter aufs Entwicklungstempo und hat noch drei weitere Mittel in der klinischen Phase III. Aktuell aussichtsreichster Kandidat ist «Aprocitentan» gegen resistente Hypertonie. Ein riesiger Markt, laut einer aktuellen Studie leben weltweit mehr als eine Milliarde Menschen mit Bluthochdruck. Das sind rund doppelt so viele wie vor 40 Jahren. Für die in Kooperation mit Janssen Biotech entwickelte Arznei soll noch Ende des Jahres ein Zulassungsantrag bei der US-amerikanischen FDA eingereicht werden. Zwar besitzt die Johnson & Johnson-Tochter die Vermarktungsrechte, doch erhält Idorsia bis zu 35% Lizenzgebühren an den jährlichen Nettoerlösen. Die Analysten der Bank Vontobel rechnen mit Spitzenumsätzen von gut USD 2 Mrd.

Noch nicht in Phase III, allerdings kurz davor, ist «Cenerimod». Der Wirkstoff gegen die seltene Autoimmunkrankheit Systemischer Lupus Erythematodes (SLE) hat zuletzt gute Studienergebnisse erzielt. Selbst wenn es bis zur Markteinführung noch ein weiter Weg ist, die Bank Vontobel rechnet frühestens im Jahr 2027 damit, hat die Medizin Potenzial. Vontobel traut dem Präparat Erlöse von CHF 200 Mio. im Jahr zu.

Diverse Rückschläge zeigen jedoch, dass nicht jede Entwicklung von Erfolg gekrönt ist. Innerhalb kürzester Zeit musste Idorsia zuletzt zwei Forschungsschlappen hinnehmen. Vergangenen Herbst scheiterte eine Spätphasenstudie von «Lucerastat», einem Mittel zur Behandlung der Stoffwechselstörung Morbus Fabry. Ganz aufgeben möchte Idorsia diesen Kandidaten trotzdem nicht und beobachtet ihn im Rahmen einer Folgestudie weiter. Anders bei «ACT-539313», einem Wirkstoff gegen Essstörungen. Im Mai dieses Jahres wurde der primäre Endpunkt in der Phase-IIa-Studie verfehlt und die weitere Entwicklung eingestellt.

Positiver Cashflow dank neuer Produkte

Misserfolge gehören in der Branche dazu, ebenso wie hohe Kosten bei der Entwicklung und Markteinführung. Daher wundert es nicht, dass Idorsia bis heute noch tief in den roten Zahlen steckt. Im ersten Halbjahr summierte sich das Nettoergebnis auf minus CHF 395 Mio. nach minus CHF 223 Mio. im Vorjahreszeitraum. Auch im Gesamtjahr werden sich die Verluste ausweiten. Der Vorstand rechnet mit einem Fehlbetrag von CHF 785 Mio. im Vergleich zu CHF 625 Mio. im Vorjahr. Allerdings sollen die roten Zahlen schon bald der Vergangenheit angehören. Ziel ist es, 2025 mit einem Jahresnetto-Umsatz in Höhe von mehr als CHF 1 Mrd. profitabel zu werden. Entscheidend auf dem Weg dorthin wird sein, wie es mit der Geldverbrennung weitergeht. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Finanzmittelbestand um CHF 455 Mio. auf CHF 733 Mio. Hält das Tempo an, wird Idorsia wie im letzten Jahr den Kapitalmarkt anzapfen müssen. Allerdings sollten sich die gestarteten Produktverkäufe von Pivlaz und Quviviq schon bald positiv im Cashflow bemerkbar machen.

Auf Comeback-Kurs

Die historischen Meilensteine, die Idorsia in diesem Jahr bis dato erreicht hat, wurden an der Börse bereits vorweggenommen. Nach Höchstkursen in 2021 ging es mit dem Schweizer Nebenwert unter Schwankungen bergab. Zu der Kurswende beigetragen haben neben den allgemeinen Marktverwerfungen auch die Medikamenten-Rückschläge. Aktuell scheint es allerdings, als hätte die Aktie einen Boden gefunden. Oder mehr noch, Idorsia läutet womöglich sogar ein Comeback ein. Von CHF 10.83 stieg die Aktie innerhalb weniger Wochen auf über CHF 15. Dabei konnte sogar die 100-Tage-Linie kurzzeitig zurückerobert werden. Die darauffolgende Konsolidierung ist nach einer derartig starken Kursbewegung aus charttechnischer Sicht nicht ungewöhnlich. Im positiven Sinne lässt sich dies als eine Art «Luftholen»für den nächsten Aufstieg interpretieren.

Warum sich die Anlage lohnt

Für risikoerprobte Anleger, welches dieses Szenario als wahrscheinlich ansehen, wäre nun ein guter Zeitpunkt für eine Long-Position. Hierbei lässt sich zwischen zwei Trading-Chancen unterscheiden: Kurzfristig auf einen erneuten Anlauf in Richtung des Zwischenhochs bei CHF 15.99 setzen oder auf eine längerfristige Umkehr auf Basis der Annahme, dass Idorsia weitere Medikamentenerfolge erzielt und tatsächlich den Weg in die Gewinnzone findet.

Für die erste Spekulation eignet sich der von BNP Paribas kürzlich auf Swiss DOTS emittierte Mini-Long (Valor 121550882). Der Mini-Future, der börsentäglich zwischen 8:00 und 22:00 Uhr gehandelt werden kann, verfügt über einen Hebel von 4.8. Der Stop-Loss befindet sich bei CHF 12 und lässt der Idorsia-Aktie in der aktuellen Konsolidierung somit 13% Platz auf der Unterseite. Wer etwas mehr Puffer möchte, kann den Mini Future (Valor: 120513086) in Erwägung ziehen. Das ebenfalls von BNP angebotene Open-End-Produkt bietet einen Schwellenabstand von 26.6%. Die höhere Sicherheit geht auf Kosten des Hebels (3.0). Sollte bei einem Mini Future ein Stop-Loss-Ereignis eintreten, erhalten Inhaber einen Restwert in Höhe der Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes und dem Basispreis.

Die Chance auf hohe Renditen bei geringerem Kapitaleinsatz im Vergleich zu einer Direktinvestition in den Basiswert bieten auch Warrants. Der Call-Optionsschein (Valor: 118846857) der Société Générale eignet sich, um auf eine nachhaltige Wende bei Idorsia zu setzen. Der Strike befindet sich bei CHF 16, der Hebel beträgt 5.6 und die Laufzeit endet am 16. Juni 2023 – ausreichend Zeit also für ein Comeback der Biotech-Aktie.

Mehr über Swiss DOTS

Swiss DOTS ist die führende Schweizer OTC-Plattform für Hebelprodukte. Idorsia ist nur eine von 90‘000 Trading-Ideen, die Sie hier täglich von 8:00 – 22:00 Uhr kostengünstig zu CHF 9.- flat/Trade handeln können.

23/09/2022
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